Es ist nicht meine erste Dienstreise im Jahr 2013, und es wird nicht meine letzte sein: Ich bin für zwei Tage nach Berlin gefahren, wo ich eine Reihe von Terminen absolvieren muss. Dabei handelt es sich vor allem um Termine, die nichts mit der eigentlichen Redaktionsarbeit zu tun haben, sondern vor allem mit dem »Drumherum« – sprich, es handelt sich um Themen, über die ich praktisch nichts berichten kann.
Allerdings nutze ich die »freie Zeit« zwischen den Terminen und lese Manuskripte. Unter anderem habe ich ein aktuelles Manuskript von PERRY RHODAN NEO dabei, das von einem Autor stammt, der bislang noch keine Zeile innerhalb des PERRY RHODAN-Umfeldes veröffentlicht hat – bisher bin ich davon sehr begeistert.
28 Februar 2013
27 Februar 2013
Dienstleistungen per Anruf
Ein Anruf am Nachmittag; ich gehe spontan ran, weil es eine Nummer mit Vorwahl Darmstadt ist: Es wäre also möglich, dass es sich um Hermann Ritter oder Robert Vogel handelt, die ich beide kenne und schätze. In der Leitung ist eine Frau, deren Stimme so klingt, als ob sie jung sei. Freundlich ist sie auf jeden Fall.
Sie sei von einer Firma, deren Name ich nicht verstehe. Der Name ist englischsprachig, und er endet auf »Services«. Dem Wortschwall, der über mich herunterbricht, entnehme ich, dass die nette Frau mit Übersetzungs- und Korrekturdienstleistungen anbietet.
Und bevor ich mehr als »ähm« sagen kann, um ihr dann zu versichern, dass wir das in der Form nicht benötigen, schlägt sie mir bereits eine konkrete Dienstleistung für ein 300-Seiten-Buch vor. Endlich schaffe ich es, in ihren Redefluss zu fallen. »Wir machen gar keine Bücher mit 300 Seiten, wir machen vor allem Heftromane, und wir haben ein Korrektorat im Verlag.«
Das überrascht sie völlig. Sie bohrt aber nicht nach, was ich an ihrer Stelle getan hätte, sondern wechselt sofort das Thema. Sie könnte uns ja auch beim Übersetzen helfen, aus dem Englischen oder sonstwoher.
Wahrscheinlich bin ich ein wenig unhöflich und falle ihr erneut ins Wort. »Wir lassen übersetzen«, sage ich mit einer Spur von Arroganz. Bevor ich die Worte »Japan« oder »Frankreich« auch nur aussprechen kann, überschlägt sie sich wieder vor Höflichkeit und beendet das Gespräch mit zahlreichen Danksagungen.
Einigermaßen fassungslos sitze ich da und starre auf mein Telefon. Ist es eigentlich zuviel verlangt, von solchen Firmen zu erwarten, dass sie vor einem Anruf wenigstens mal fünf Minuten lang prüfen, welche Firma und welche Redaktion sie anrufen?
Sie sei von einer Firma, deren Name ich nicht verstehe. Der Name ist englischsprachig, und er endet auf »Services«. Dem Wortschwall, der über mich herunterbricht, entnehme ich, dass die nette Frau mit Übersetzungs- und Korrekturdienstleistungen anbietet.
Und bevor ich mehr als »ähm« sagen kann, um ihr dann zu versichern, dass wir das in der Form nicht benötigen, schlägt sie mir bereits eine konkrete Dienstleistung für ein 300-Seiten-Buch vor. Endlich schaffe ich es, in ihren Redefluss zu fallen. »Wir machen gar keine Bücher mit 300 Seiten, wir machen vor allem Heftromane, und wir haben ein Korrektorat im Verlag.«
Das überrascht sie völlig. Sie bohrt aber nicht nach, was ich an ihrer Stelle getan hätte, sondern wechselt sofort das Thema. Sie könnte uns ja auch beim Übersetzen helfen, aus dem Englischen oder sonstwoher.
Wahrscheinlich bin ich ein wenig unhöflich und falle ihr erneut ins Wort. »Wir lassen übersetzen«, sage ich mit einer Spur von Arroganz. Bevor ich die Worte »Japan« oder »Frankreich« auch nur aussprechen kann, überschlägt sie sich wieder vor Höflichkeit und beendet das Gespräch mit zahlreichen Danksagungen.
Einigermaßen fassungslos sitze ich da und starre auf mein Telefon. Ist es eigentlich zuviel verlangt, von solchen Firmen zu erwarten, dass sie vor einem Anruf wenigstens mal fünf Minuten lang prüfen, welche Firma und welche Redaktion sie anrufen?
26 Februar 2013
Kosmische Mächtige
Ganz schön martialisch wirkt das Titelbild des PERRY RHODAN-Taschenbuches »La Puissance de Callibso«, das als Nummer 295 bei unseren französischen Partnern erschienen ist: Man sieht Raumsoldaten, die aus einem gelandeten Raumschiff kommen und offensichtlich in einem militärischen Einsatz sind.
Wie immer interpretieren unsere französischen Partner auf ihre Weise die PERRY RHODAN-Inhalte, die sie veröffentlichen. Solange sich das gut verkauft, ist mir das egal ... wer wie ich als Jugendlicher die zugrunde liegenden Original-Heftromane mit den Johnny-Bruck-Titelbildern gekauft hat, wundert sich ein wenig.
Den Inhalt bilden übrigens zwei Romane von William Voltz und ein Roman von H.G. Francis. Es geht um die Mächtigen und um die Superintelligenz BARDIOC sowie ihre Inkarnationen – so viel Weltraum-Action gibt es da eigentlich gar nicht ...
Wie immer interpretieren unsere französischen Partner auf ihre Weise die PERRY RHODAN-Inhalte, die sie veröffentlichen. Solange sich das gut verkauft, ist mir das egal ... wer wie ich als Jugendlicher die zugrunde liegenden Original-Heftromane mit den Johnny-Bruck-Titelbildern gekauft hat, wundert sich ein wenig.
Den Inhalt bilden übrigens zwei Romane von William Voltz und ein Roman von H.G. Francis. Es geht um die Mächtigen und um die Superintelligenz BARDIOC sowie ihre Inkarnationen – so viel Weltraum-Action gibt es da eigentlich gar nicht ...
25 Februar 2013
Das Glossar in den aktuellen Romanen
Eine Frage, die dieser Tage auftauchte, betraf das PERRY RHODAN-Glossar, das als einseitiger Beitrag in praktisch jedem aktuellen Roman der PERRY RHODAN-Erstauflage enthalten ist. In diesem werden in lexikonähnlicher Art und Weise immer wieder aktuelle Begriffe aus dem Perryversum präsentiert und kurz erklärt.
Das Glossar selbst wurde vor über einem Dutzend Jahren eingeführt. Jahrelang habe ich das Glossar selbst geschrieben, unterstützt durch die Autoren. Heute schreibt es Alexander Huiskes, der bekanntlich die Romane der PERRY RHODAN-Erstauflage redigiert. Wo es nötig ist, greift er gelegentlich auf ältere Texte von mir zurück.
Die Daten für das Glossar entstammen dem jeweiligen Roman oder den Datenpapieren von Reiner Castor; sie werden neu geschrieben und stets auf die Erfordernisse des Romans abgestimmt. Für ein PERRY RHODAN-Lexikon, das nicht in Arbeit ist, müsste man sie noch einmal gründlich bearbeiten. Wir greifen aber bei älteren Daten sehr wohl auf Einträge des PERRY RHODAN-Lexikons zurück, das zu Beginn der 90er-Jahre erschienen ist.
Das Glossar selbst wurde vor über einem Dutzend Jahren eingeführt. Jahrelang habe ich das Glossar selbst geschrieben, unterstützt durch die Autoren. Heute schreibt es Alexander Huiskes, der bekanntlich die Romane der PERRY RHODAN-Erstauflage redigiert. Wo es nötig ist, greift er gelegentlich auf ältere Texte von mir zurück.
Die Daten für das Glossar entstammen dem jeweiligen Roman oder den Datenpapieren von Reiner Castor; sie werden neu geschrieben und stets auf die Erfordernisse des Romans abgestimmt. Für ein PERRY RHODAN-Lexikon, das nicht in Arbeit ist, müsste man sie noch einmal gründlich bearbeiten. Wir greifen aber bei älteren Daten sehr wohl auf Einträge des PERRY RHODAN-Lexikons zurück, das zu Beginn der 90er-Jahre erschienen ist.
24 Februar 2013
Realität und Hoffnung
Es ist nicht sehr realistisch, wenn ich glaube, ich könnte übers Wochenende zwei komplette NEO-Romane und eineinhalb Romane der Erstauflage durchlesen und die Manuskripte mit meinen Anmerkungen verunzieren. Es ist vor allem dann nicht realistisch, wenn der Samstag aufgrund privater Ereignisse komplett wegfällt.
Allerdings gebe ich die Hoffnung nicht auf und bin bisher gut im Plan: Ich habe – fast mit Tränen in den Augen – zuletzt gelesen, wie ein Terraner um sein Leben sowie um seine geistige Gesundheit kämpft. Und ich habe ebenfalls gelesen, wie Perry Rhodan und seine Gefährten einen Planeten im Randbereich des Großen Imperiums ansteuern ...
Allerdings gebe ich die Hoffnung nicht auf und bin bisher gut im Plan: Ich habe – fast mit Tränen in den Augen – zuletzt gelesen, wie ein Terraner um sein Leben sowie um seine geistige Gesundheit kämpft. Und ich habe ebenfalls gelesen, wie Perry Rhodan und seine Gefährten einen Planeten im Randbereich des Großen Imperiums ansteuern ...
22 Februar 2013
Phalanx, Exodus und die anderen
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Meine fannische Zeit begann im Sommer 1979, und im Frühjahr 1980 hatte ich das Gefühl, mich bereits richtig gut auszukennen. Ich jobbte zu der Zeit auf dem nahe gelegenen Bauernhof, im Wald und auf einer Baustelle, und das Geld, das ich dabei verdiente, investierte ich in Romanhefte, in Kassetten obskurer Bands und in Fanzines.
Bei den Fanzines ging ich mit einer klaren Absicht vor: Ich wollte wissen, wie die anderen Hefte aussahen, um mich davon inspirieren zu lassen. Im Idealfall konnte ich Ideen der anderen Fanzine-Herausgeber für mein eigenes Heft namens SAGITTARIUS übernehmen – von diesem Heft kam im Februar 1980 die erste Ausgabe heraus. Und im zweiten Idealfall bot sich vielleicht eine Gelegenheit für mich, meine Texte zu veröffentlichen.
Ich bestellte Fanzines, las sie durch und notierte mir die darin enthaltenen Adressen. Potentielle freie Mitarbeiter schrieb ich an, interessante Fanzines bestellte ich. So sammelte sich rasch ein wachsender Berg an Fanzines an, die ich anfangs in meinem Bücherregal im Jugendzimmer unter dem Dach des elterlichen Hauses unterbrachte. Bereits Ende des Jahres sollte dieses Regal nicht mehr ausreichen ...
Zu den altgedienten Fanzines jener Tage zählte »Phalanx«, das als bestes Heft überhaupt galt. Einer der Herausgeber war Manfred Borchard, dessen Namen ich von der PERRY RHODAN-Leserkontaktseite her kannte, wo er oft mit Geschichten vertreten war. Der andere Herausgeber war ein gewisser Helmut Ehls – heute redigiert er unter anderem PERRY RHODAN NEO.
Ich bestellte mir die aktuelle Ausgabe und erhielt sie zugeschickt; mit ihr kam ein Brief von Manfred Borchard höchstpersönlich. Er informierte mich darüber, dass »Phalanx« eingestellt würde, und bot mir an, einige der noch erhältlichen Exemplare zu einem Sonderpreis zu erstehen.
Ich willigte ein, und dann hatte ich einen Packen von Heften im Format DIN A 5 vor mir, die – ernsthaft! – mein Weltbild erweiterten. Die Hefte waren astrein gedruckt, sie enthielten zahlreiche Schwarzweiß-Grafiken des in der DDR lebenden Künstlers Thomas Franke, und die Kurzgeschichten sprengten den Rahmen herkömmlicher Science Fiction. Vor allem Borchards Texte beeindruckten mich, wenngleich ich nicht immer verstand, was er mit seinen Geschichten ausdrücken wollte. Dazu kamen sogar Gedichte ... unglaublich!
Ein anderes Fanzine, das mich schwer beeindruckte und das in den späten 70er-Jahren eingestellt worden war, von dem ich mir aber noch Ausgaben besorgen konnte, hieß »Solaris«. Hier vermischten sich Kurzgeschichten und Artikel; ein knallhart geschriebener Artikel informierte mich beispielsweise über den »faschistischen« Inhalt mancher Fantasy-Romane. Der damalige Chefredakteur dieses Fanzines wurde übrigens später zum ersten Chefredakteur der Zeitschrift »TV Spielfilm« und noch später zum Verlagsleiter.
Das Heft, das mich aber am stärksten beeindruckte, nannte sich »Exodus« – und es stellte ebenfalls zu jener Zeit sein Erscheinen ein. Auf den Leserseiten von »Exodus« lieferten sich ältere Fan-Autoren wie Wolfgang Kehl und Rainer Zubeil heftige Scharmützel; wenige Jahren später waren sie unter den Namen Arndt Ellmer und Thomas Ziegler gemeinsam PERRY RHODAN-Autoren. Von Rainer Zubeil stammten politische Science-Fiction-Geschichten und Gedichte; er griff die aktuelle Politik der Bundesregierung und der Nato an.
Im »Exodus« gab es aber auch Beiträge, die nicht das geringste mit Science Fiction zu tun hatten: So gab es einen aufsehenerregenden Beitrag von Peter-Paul Zahn, der zu jener Zeit im Gefängnis saß und über seine Erfahrungen berichtete; später wurde er ein bekannter Autor von Kriminalromanen. »Exodus« war ein Heft, das mit seiner gesellschaftskritischen Ausrichtung weit über die Science-Fiction-Szene hinauswirkte und dessen einzelnen Ausgaben ich mehrfach las. Als es eingestellt wurde, machte mich das tatsächlich betroffen.
Die Fanzine-Landschaft veränderte sich Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre mit rasanter Geschwindigkeit. Einige der »literarischen« Fanzines gaben auf, ebenso einige PERRY RHODAN-Fanzines. Autoren, die vorher für Hefte wie die »Science-Fiction-Baustelle« gearbeitet hatten, wurden jetzt zu Profi-Schriftstellern – darunter ein gewisser Wolfgang Hohlbein. In die entstehende Lücke wuchsen die neuen Fanzines hinein, darunter mein eigenes Heft.
Ein Heft versuchte ab 1980 eine Art Zentralstelle des Fandoms zu sein, Informationsblatt und Rezensions-Fanzine in einem, vergleichbar mit Blättern wie dem »Fandom Observer« heutzutage. Das im A5-Format erscheinende Heft hieß »Orion« und wurde von Uwe Draber herausgegeben. Der Mann war durchaus geschäftstüchtig: Er vermittelte Druckaufträge für Fanzines – darunter für mein Heft –, und er verkaufte sie auch weiter, trat also als Händler auf. In »Orion« wurden Fanzine-Besprechungen veröffentlicht, und als Uwe Draber mich fragte, ob ich nicht diese Besprechungen übernehmen wollte, sagte ich freudig zu.
In der Folge bekam ich regelmäßig neue Hefte zugeschickt und schrieb über diese. Schnell bekam ich einen Einblick in die sich entwickelnde Szene, las Dutzende von Fanzines, gewann Dutzende von weiteren Kontakten und wuchs immer weiter in die Fan-Szene hinein. Die Trennung in »ernsthafte« Fans allgemeiner Science Fiction und PERRY RHODAN-Fans fand ich albern, die Zersplitterung der Szene empfand ich als unnötig.
Dummerweise bewahrte ich nur jene Fanzines auf, die ich selbst gut fand. Was mir nicht gefiel, wanderte in die Papiertonne und wurde verbrannt. Heute könnte ich mich darüber richtig ärgern ...
Meine fannische Zeit begann im Sommer 1979, und im Frühjahr 1980 hatte ich das Gefühl, mich bereits richtig gut auszukennen. Ich jobbte zu der Zeit auf dem nahe gelegenen Bauernhof, im Wald und auf einer Baustelle, und das Geld, das ich dabei verdiente, investierte ich in Romanhefte, in Kassetten obskurer Bands und in Fanzines.
Bei den Fanzines ging ich mit einer klaren Absicht vor: Ich wollte wissen, wie die anderen Hefte aussahen, um mich davon inspirieren zu lassen. Im Idealfall konnte ich Ideen der anderen Fanzine-Herausgeber für mein eigenes Heft namens SAGITTARIUS übernehmen – von diesem Heft kam im Februar 1980 die erste Ausgabe heraus. Und im zweiten Idealfall bot sich vielleicht eine Gelegenheit für mich, meine Texte zu veröffentlichen.
Ich bestellte Fanzines, las sie durch und notierte mir die darin enthaltenen Adressen. Potentielle freie Mitarbeiter schrieb ich an, interessante Fanzines bestellte ich. So sammelte sich rasch ein wachsender Berg an Fanzines an, die ich anfangs in meinem Bücherregal im Jugendzimmer unter dem Dach des elterlichen Hauses unterbrachte. Bereits Ende des Jahres sollte dieses Regal nicht mehr ausreichen ...
Zu den altgedienten Fanzines jener Tage zählte »Phalanx«, das als bestes Heft überhaupt galt. Einer der Herausgeber war Manfred Borchard, dessen Namen ich von der PERRY RHODAN-Leserkontaktseite her kannte, wo er oft mit Geschichten vertreten war. Der andere Herausgeber war ein gewisser Helmut Ehls – heute redigiert er unter anderem PERRY RHODAN NEO.
Ich bestellte mir die aktuelle Ausgabe und erhielt sie zugeschickt; mit ihr kam ein Brief von Manfred Borchard höchstpersönlich. Er informierte mich darüber, dass »Phalanx« eingestellt würde, und bot mir an, einige der noch erhältlichen Exemplare zu einem Sonderpreis zu erstehen.
Ich willigte ein, und dann hatte ich einen Packen von Heften im Format DIN A 5 vor mir, die – ernsthaft! – mein Weltbild erweiterten. Die Hefte waren astrein gedruckt, sie enthielten zahlreiche Schwarzweiß-Grafiken des in der DDR lebenden Künstlers Thomas Franke, und die Kurzgeschichten sprengten den Rahmen herkömmlicher Science Fiction. Vor allem Borchards Texte beeindruckten mich, wenngleich ich nicht immer verstand, was er mit seinen Geschichten ausdrücken wollte. Dazu kamen sogar Gedichte ... unglaublich!
Ein anderes Fanzine, das mich schwer beeindruckte und das in den späten 70er-Jahren eingestellt worden war, von dem ich mir aber noch Ausgaben besorgen konnte, hieß »Solaris«. Hier vermischten sich Kurzgeschichten und Artikel; ein knallhart geschriebener Artikel informierte mich beispielsweise über den »faschistischen« Inhalt mancher Fantasy-Romane. Der damalige Chefredakteur dieses Fanzines wurde übrigens später zum ersten Chefredakteur der Zeitschrift »TV Spielfilm« und noch später zum Verlagsleiter.
Das Heft, das mich aber am stärksten beeindruckte, nannte sich »Exodus« – und es stellte ebenfalls zu jener Zeit sein Erscheinen ein. Auf den Leserseiten von »Exodus« lieferten sich ältere Fan-Autoren wie Wolfgang Kehl und Rainer Zubeil heftige Scharmützel; wenige Jahren später waren sie unter den Namen Arndt Ellmer und Thomas Ziegler gemeinsam PERRY RHODAN-Autoren. Von Rainer Zubeil stammten politische Science-Fiction-Geschichten und Gedichte; er griff die aktuelle Politik der Bundesregierung und der Nato an.
Im »Exodus« gab es aber auch Beiträge, die nicht das geringste mit Science Fiction zu tun hatten: So gab es einen aufsehenerregenden Beitrag von Peter-Paul Zahn, der zu jener Zeit im Gefängnis saß und über seine Erfahrungen berichtete; später wurde er ein bekannter Autor von Kriminalromanen. »Exodus« war ein Heft, das mit seiner gesellschaftskritischen Ausrichtung weit über die Science-Fiction-Szene hinauswirkte und dessen einzelnen Ausgaben ich mehrfach las. Als es eingestellt wurde, machte mich das tatsächlich betroffen.
Die Fanzine-Landschaft veränderte sich Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre mit rasanter Geschwindigkeit. Einige der »literarischen« Fanzines gaben auf, ebenso einige PERRY RHODAN-Fanzines. Autoren, die vorher für Hefte wie die »Science-Fiction-Baustelle« gearbeitet hatten, wurden jetzt zu Profi-Schriftstellern – darunter ein gewisser Wolfgang Hohlbein. In die entstehende Lücke wuchsen die neuen Fanzines hinein, darunter mein eigenes Heft.
Ein Heft versuchte ab 1980 eine Art Zentralstelle des Fandoms zu sein, Informationsblatt und Rezensions-Fanzine in einem, vergleichbar mit Blättern wie dem »Fandom Observer« heutzutage. Das im A5-Format erscheinende Heft hieß »Orion« und wurde von Uwe Draber herausgegeben. Der Mann war durchaus geschäftstüchtig: Er vermittelte Druckaufträge für Fanzines – darunter für mein Heft –, und er verkaufte sie auch weiter, trat also als Händler auf. In »Orion« wurden Fanzine-Besprechungen veröffentlicht, und als Uwe Draber mich fragte, ob ich nicht diese Besprechungen übernehmen wollte, sagte ich freudig zu.
In der Folge bekam ich regelmäßig neue Hefte zugeschickt und schrieb über diese. Schnell bekam ich einen Einblick in die sich entwickelnde Szene, las Dutzende von Fanzines, gewann Dutzende von weiteren Kontakten und wuchs immer weiter in die Fan-Szene hinein. Die Trennung in »ernsthafte« Fans allgemeiner Science Fiction und PERRY RHODAN-Fans fand ich albern, die Zersplitterung der Szene empfand ich als unnötig.
Dummerweise bewahrte ich nur jene Fanzines auf, die ich selbst gut fand. Was mir nicht gefiel, wanderte in die Papiertonne und wurde verbrannt. Heute könnte ich mich darüber richtig ärgern ...
21 Februar 2013
Sechste NEO-Staffel
Kaum ist die fünfte Staffel von PERRY RHODAN NEO angelaufen, machen wir uns bereits Gedanken über die sechste Staffel. Das muss so sein, wir müssen ja entsprechend vorplanen. Aus diesem Grund setzten sich Frank Borsch und ich heute in Karlsruhe zusammen, um uns über Ideen und Konzepte, Autoren und Figuren auszutauschen.
Immerhin fällt in den Bereich der sechsten Staffel der fünfzigste Band von PERRY RHODAN NEO. Das muss selbstverständlich ein besonderer Roman werden, auf den wir jetzt schon unser Augenmerk richten. Wobei zuvor noch die Bände 38 bis 49 teilweise geschrieben, aber alle veröffentlicht werden müssen ...
Immerhin fällt in den Bereich der sechsten Staffel der fünfzigste Band von PERRY RHODAN NEO. Das muss selbstverständlich ein besonderer Roman werden, auf den wir jetzt schon unser Augenmerk richten. Wobei zuvor noch die Bände 38 bis 49 teilweise geschrieben, aber alle veröffentlicht werden müssen ...
20 Februar 2013
Buchmesse-Termine
In einem Monat ist die Leipziger Buchmesse schon wieder Geschichte; es ist wirklich unglaublich, wie die Zeit vergeht. In diesen Tagen bin ich auf jeden Fall sehr damit beschäftigt, die Termine für die Messe zu sortieren und mich entsprechend darauf einzustellen.
Wie in jedem Jahr, so treffe ich mich auch im März 2013 mit Verlagskollegen und Autoren. Damit nichts durcheinander geht, vereinbare ich Termine. Damit sind die Menschen, die sich mit mir treffen wollen, auch sicher, dass ich Zeit für sie habe. Klingt komisch, ist aber so – und deshalb wird gerade viel in Kleinkram-Diskussionen per Mal erledigt ...
Wie in jedem Jahr, so treffe ich mich auch im März 2013 mit Verlagskollegen und Autoren. Damit nichts durcheinander geht, vereinbare ich Termine. Damit sind die Menschen, die sich mit mir treffen wollen, auch sicher, dass ich Zeit für sie habe. Klingt komisch, ist aber so – und deshalb wird gerade viel in Kleinkram-Diskussionen per Mal erledigt ...
19 Februar 2013
Abteilungsleiterrunde
Der heutige Vormittag stand im Zeichen der Chefredakteurs- und Abteilungsleiter-Runde. Da geht es nur am Rand um PERRY RHODAN oder ATLAN und dergleichen; stattdessen steht der gesamte Pabel-Moewig Verlag im Zentrum der Gespräche. Ich finde das immer interessant, denn ich möchte tatsächlich wissen, was die anderen Redaktionen im Haus an neuen Projekten vorbereiten.
Zwischen Frauenzeitschriften und Kinderheften ist ein weiter Raum; PERRY RHODAN ist eine sehr eigenständige Geschichte innerhalb des Verlages. Jeder Abteilungsleiter spricht in dieser Runde über seinen »eigenen Bereich«. Bei meinem Bericht stellte ich übrigens sehr stolz die neuen ATLAN-Taschenhefte vor und berichtete über die Erfolge mit den E-Books.
Zwischen Frauenzeitschriften und Kinderheften ist ein weiter Raum; PERRY RHODAN ist eine sehr eigenständige Geschichte innerhalb des Verlages. Jeder Abteilungsleiter spricht in dieser Runde über seinen »eigenen Bereich«. Bei meinem Bericht stellte ich übrigens sehr stolz die neuen ATLAN-Taschenhefte vor und berichtete über die Erfolge mit den E-Books.
18 Februar 2013
NEO und das Große Imperium
Die fünfte Staffel von PERRY RHODAN NEO beginnt. Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen und nicht zu viel über den Inhalt verraten, aber an dieser Stelle ein wenig neugierig machen auf das, was in den nächsten Romanen stehen wird.
Die neue Staffel trägt den Titel »Das Große Imperium«, und der Name ist Programm: Perry Rhodan und seine Gefährten müssen einen erneuten Vorstoß nach Arkon unternehmen, und diesmal stehen sie unter einem ziemlichen Druck. Zudem wissen sie, wie viel sie bei ihrem ersten Versuch falsch gemacht haben. Also muss einiges anders ablaufen – das Große Imperium ist für die Menschen von der Erde so groß und so mächtig, dass sie nur Eindrücke sammeln und diese vertiefen können.
Der erste Roman der neuen Staffel blickt dabei sowohl nach vorne als auch zurück. »Die Stardust-Verschwörung« von Christian Montillon kommt am 15. Februar mit der Bandnummer 37 in den Handel. Perry Rhodan kehrt zurück, er hat mit seinen Gefährten eine Reihe von Erfahrungen gesammelt, auf die der Terraner gern verzichtet hätte. Und eigentlich möchte er zuerst einmal mit dem Aufbau der Erde weitermachen, sich um die Probleme »seiner« Menschheit kümmern und dann in aller Ruhe die interstellare Umgebung erforschen.
Doch alles kommt anders, als er das seltsame Objekt sieht, das sich im Orbit über Terrania befindet ... Mit Atlan, dem mysteriösen Arkoniden, betritt er das Gebilde, und damit öffnet sich für ihn der Vorhang zur nahen Vergangenheit: zum Start der Rakete »Stardust«, zur Vorgeschichte des Arkoniden und zur Rolle des seltsamen Roboters Rico. Soweit zur Handlung dieses Romans – darüber hinaus spielen die Mutanten eine wesentliche Rolle, ebenso Naats und ein Ara.
Hinaus ins All führt der zweite Band dieser Staffel, der am 1. März 2013 erscheint: Michelle Stern schrieb »Der Celista«, der die Bandnummer 38 trägt. Erfahrene PERRY RHODAN-Leser erkennen es bereits am Titel – der Geheimdienst des Großen Imperiums spielt erstmals eine Rolle. Darüber hinaus geht es in diesem Roman um Rhodans Versuch, ins Arkon-Imperium vorzustoßen. Er will dies aber deutlich bescheidener und zurückhaltender als beim ersten Mal anstellen.
Neben Terranern, Arkoniden und Mehandor tritt in diesem Roman erstmals der Angehörige eines bislang unbekannten Volkes auf, der sich ebenfalls auf Perry Rhodans Seite schlägt. Die Menschen erhalten damit einen weiteren Verbündeten, dessen energisches Handeln sie mehrfach benötigen werden ...
Auf den »Celista«-Roman folgt ein von Michael Marcus Thurner verfasster Band, der sich stärker auf die Erde konzentriert. Der Wiener Schriftsteller beleuchtet unter anderem eine Region der Erde, die im Jahr 2037 alles andere als ein schöner Platz ist, und er zeigt schlaglichtartig, wie sich die Erde unter dem Eindruck außerirdischer Besucher langsam verändert.
Soweit diese ersten Hinweise zur Handlung der fünften Staffel. Wie immer stammen die Exposés von Frank Borsch, wie immer zeichnet Dirk Schulz die Titelillustrationen – unsere Helden gehen erneut auf große Fahrt, aber diesmal ist einiges anders als bisher ...
17 Februar 2013
Zyklusnamen
Dass die PERRY RHODAN-Serie in sogenannte Zyklen gegliedert wird, ist keine Erfindung der Neuzeit. Als ich Ende der 70er-Jahre mit der Lektüre der Serie anfing, gab es bereits die Zyklenbezeichnungen, und ich sprang munter zwischen dem Blues-, dem Schwarm- und dem Aphilie-Zyklus hin und her. Die Zyklenbezeichnung hatte für mich damals vor allem den Sinn, dass ich wusste, in welcher Handlungsepoche ich mich befand und worüber ich mit meinen Kumpels im Schulhof reden konnte.
Seit gut dreißig Jahren haben die Zyklen eine gewisse Marketing-Berechtigung: Schon der Chronofossilien-Zyklus oder auch der Tarkan-Zyklus wurden in der Werbung so herausgestellt; wir machen das mit Neuroversum oder Terranova heute ähnlich. Das sind Begriffe, die in irgendeiner Weise gut klingen und damit die Leser ansprechen sollen. Neuleser sagen sich vielleicht, »ah, das klingt toll, da schnuppere ich mal rein«, und Altleser denken sich »das kommt mir bekannt vor, das interessiert mich«.
Ob und wie ein Zyklustitel dann »funktioniert«, ist ein ganz andere Frage. Aber wir scheinen sie zu benötigen; anders ist die regelmäßig aufflammende Diskussion nicht zu erklären. Deshalb freue ich mich schon auf den »Post-2700-Zyklus« ...
Seit gut dreißig Jahren haben die Zyklen eine gewisse Marketing-Berechtigung: Schon der Chronofossilien-Zyklus oder auch der Tarkan-Zyklus wurden in der Werbung so herausgestellt; wir machen das mit Neuroversum oder Terranova heute ähnlich. Das sind Begriffe, die in irgendeiner Weise gut klingen und damit die Leser ansprechen sollen. Neuleser sagen sich vielleicht, »ah, das klingt toll, da schnuppere ich mal rein«, und Altleser denken sich »das kommt mir bekannt vor, das interessiert mich«.
Ob und wie ein Zyklustitel dann »funktioniert«, ist ein ganz andere Frage. Aber wir scheinen sie zu benötigen; anders ist die regelmäßig aufflammende Diskussion nicht zu erklären. Deshalb freue ich mich schon auf den »Post-2700-Zyklus« ...
16 Februar 2013
Kurze Zahlenauswertung
In den vergangenen Tagen kam eine Reihe von Abrechnungen unserer Lizenzpartner ins Haus. Zwar ist es Aufgabe der Buchhaltung, sich um die Details der Abrechnung zu kümmern, damit beispielsweise unsere Autoren ihre Anteile erhalten – aber ich bin selbst immer sehr daran interessiert, welche Dinge wie gelaufen sind.
An dieser Stelle werde ich selbstverständlich keine Details und keine echten Zahlen ausplaudern. Aber schaue ich mir die Zahlen aller Heyne-Taschenbücher der vergangenen zehn, zwölf Jahre an, so stelle ich fest, dass die »Andromeda«-Taschenbücher sowie das Paperback mit allen sechs Taschenbüchern das best verkaufende »Produkt« waren und sind. Das Thema scheint unsere Leser immer wieder aufs neue zu faszinieren ...
An dieser Stelle werde ich selbstverständlich keine Details und keine echten Zahlen ausplaudern. Aber schaue ich mir die Zahlen aller Heyne-Taschenbücher der vergangenen zehn, zwölf Jahre an, so stelle ich fest, dass die »Andromeda«-Taschenbücher sowie das Paperback mit allen sechs Taschenbüchern das best verkaufende »Produkt« waren und sind. Das Thema scheint unsere Leser immer wieder aufs neue zu faszinieren ...
15 Februar 2013
ATLAN zum zweiten
In strahlendem Rot erstrahlt das Titelbild des zweiten ATLAN-Taschenheftes, das ich am Mittwoch auf den Schreibtisch gelegt bekam. Sowohl die Druckerei als auch die Produktion haben sauber gearbeitet; das Taschenheft sieht richtig gut aus und wird alsbald mein Bücherregal daheim schmücken.
»Schergen der SOL« habe ich in dieser neuen Version noch gar nicht gelesen. Zwar kenne ich die Romane vom Anfang der 80er-Jahre noch, aber das ist so lange her, dass meine Erinnerung sicher trügt. Deshalb freue ich mich schon darauf, selbst die von Rüdiger Schäfer bearbeitete Version durchzuschmökern! Den alten Arkoniden und seine Abenteuer mochte ich schließlich schon immer!
»Schergen der SOL« habe ich in dieser neuen Version noch gar nicht gelesen. Zwar kenne ich die Romane vom Anfang der 80er-Jahre noch, aber das ist so lange her, dass meine Erinnerung sicher trügt. Deshalb freue ich mich schon darauf, selbst die von Rüdiger Schäfer bearbeitete Version durchzuschmökern! Den alten Arkoniden und seine Abenteuer mochte ich schließlich schon immer!
14 Februar 2013
Lektüre nach Braunschweig
Am heutigen Tag bin ich auf einer Dienstreise; es ging und geht mal wieder nach Wolfenbüttel, wo ich an der Bundesakademie für kulturelle Bildung als Dozent an einem Seminar für Science-Fiction- und Fantasy-Autoren mitwirke. Das ist immer sehr interessant, auch und gerade für mich, weil ich selbst einiges lerne; die Fahrt nutze ich stets zur Lektüre.
Diesmal hatte ich ziemlich viel im Gepäck. Unter anderem las ich ein Exposé, das die letzten »Züge« des noch laufenden Neuroversum-Zyklus präsentiert. Wenn der Autor das alles so umsetzt, bekommen wir einen Zyklusabschluss, der einige Leser verblüffen wird ... Jetzt habe ich noch ein NEO-Exposé als Abendlektüre vor mir, während ich die zwei Manuskripte im Verlauf der nächsten zwei Tage lesen werde.
Diesmal hatte ich ziemlich viel im Gepäck. Unter anderem las ich ein Exposé, das die letzten »Züge« des noch laufenden Neuroversum-Zyklus präsentiert. Wenn der Autor das alles so umsetzt, bekommen wir einen Zyklusabschluss, der einige Leser verblüffen wird ... Jetzt habe ich noch ein NEO-Exposé als Abendlektüre vor mir, während ich die zwei Manuskripte im Verlauf der nächsten zwei Tage lesen werde.
13 Februar 2013
Atlan, Stardust und Perry
Hurra, es ist da: Die Druckerei hat mir buchstäblich jetzt erst den PERRY RHODAN NEO-Band 37 auf den Tisch gepackt; wahrscheinlich werden die Abonnenten und die Verkaufsstellen ebenfalls zur gleichen Zeit beliefert. »Die Stardust-Verschwörung« von Christian Montillon sieht gut aus, zeigt einen grimmig guckenden Atlan auf dem Titelbild und macht bei der Lektüre viel Spaß.Zumindest ging's mir so, als ich den Roman als Manuskript las. Mit der Schilderung einer ersten »frühen« Begegnung zwischen Atlan und Perry Rhodan tritt der Autor in große Fußstapfen, aber er meistert die Aufgabe sehr gut, wie ich finde.
12 Februar 2013
Anglophile Einflussagenten?
Bei manchen Zuschriften mancher Menschen weiß ich nicht, ob ich den Kopf schütteln oder mich ärgern soll. Bei der heutigen, die unter der Betreffzeile »Randbemerkungen« eintraf, entschied ich mich fürs Kopfschütteln. Der Leser ärgerte sich über Fremdwörter bei PERRY RHODAN und nannte unter anderem Begriffe wie »Southside« oder »Peak«, »zoomen« oder »Next-Stop-System«.
Er sei immer davon ausgegangen, dass die Serie »für Deutsche geschrieben« werde. Dies sollte normal sein. »Aber diese anglophile Manie bei Perry Rhodan geht mir allmählich auf den Keks«, so der erboste Leser. » Oder spielt Perry Rhodan etwa gar den Vorreiter für die Umsetzung des perfiden Freimaurers und antideutschen Exkanzlers Helmut Schmidt, der Englisch für ganz Europa vorschreiben will?«
Darüber hinaus ärgert sich der Leser über den »Tintenkleckser Hubert Haensel«. Ob dieser etwa »ein anglophiler Einflussagent« sei?
08 Februar 2013
Details zum Jubelband
Am heutigen Tag beschäftigte ich mich zumindest am Rand mit dem anstehenden PERRY RHODAN-Jubiläumsband. Band 2700 erscheint am 17. Mai 2013, das Manuskript liegt seit einiger Zeit vor. Dabei handelt es sich allerdings um eine Vorabversion, über die ich mit dem Autor noch diskutieren kann; für das Lektorat ist diese Version noch nicht gedacht.
Wie es fast schon üblich ist, muss noch eine Reihe von Details besprochen werden. Wie stellt sich die Situation auf der Erde dar, wie steigt man in den Roman ein, was tun eigentlich einige der wichtigen Nebenfiguren in den ersten Szenen? Das schöne dabei: Das sind jetzt alles sogenannte Feinarbeiten – der eigentliche Roman steht schon und gefällt mir sehr gut.
Wie es fast schon üblich ist, muss noch eine Reihe von Details besprochen werden. Wie stellt sich die Situation auf der Erde dar, wie steigt man in den Roman ein, was tun eigentlich einige der wichtigen Nebenfiguren in den ersten Szenen? Das schöne dabei: Das sind jetzt alles sogenannte Feinarbeiten – der eigentliche Roman steht schon und gefällt mir sehr gut.
07 Februar 2013
Ein Tag bei Transgalaxis
In den frühen 80er-Jahren war ich selbst Kunde bei der Firma Transgalaxis und bestellte dort allerlei Science-Fiction-Romane; seit ich PERRY RHODAN-Redakteur bin, arbeite ich mit Transgalaxis geschäftlich zusammen. Ich habe es in all den Jahren und Jahrzehnten aber nicht geschafft, Rolf Bingenheimer und seinen Versandhandel in Friedrichsdorf zu besuchen.
Heute war ich endlich einmal in der Stadt am Taunus, in Begleitung von Klaus Bollhöfener, der selbst zuletzt in den 90er-Jahren dort gewesen war. Ich war beeindruckt, all die Unmengen von Science Fiction und Fantasy zu sehen, ebenso die zahlreichen Ausstellungsstücke, darunter die einen Meter große Gucky-Plüschfigur.
Aber selbstverständlich ging es nicht nur ums Gucken, ich war tatsächlich da, weil es um die Arbeit ging. Die Gespräche waren interessant und informativ, wir sprachen einige mögliche Projekte an. Ob daraus jemals etwas wird, muss man – wie immer in solchen Fällen – abwarten.
Heute war ich endlich einmal in der Stadt am Taunus, in Begleitung von Klaus Bollhöfener, der selbst zuletzt in den 90er-Jahren dort gewesen war. Ich war beeindruckt, all die Unmengen von Science Fiction und Fantasy zu sehen, ebenso die zahlreichen Ausstellungsstücke, darunter die einen Meter große Gucky-Plüschfigur.
Aber selbstverständlich ging es nicht nur ums Gucken, ich war tatsächlich da, weil es um die Arbeit ging. Die Gespräche waren interessant und informativ, wir sprachen einige mögliche Projekte an. Ob daraus jemals etwas wird, muss man – wie immer in solchen Fällen – abwarten.
06 Februar 2013
Schriftwechsel und Genehmigung
Im Juni 1996 lief die PERRY RHODAN-FanZentrale langsam so, wie wir uns das bei der Gründung vorgestellt hatten: Klaus Bollhöfener als Vorsitzender hatte richtig losgelegt, die Mitgliederzahl stieg an, und alles sah positiv aus. Jetzt mussten wir aber einen offiziellen Weg finden, um den Schriftzug und andere Darstellungen zu genehmigen.
Wir sprachen das Thema miteinander durch, dann schrieben wir uns Briefe – diese kamen in die jeweiligen Ordner. »Sicherheitshalber«, so argumentierte ich damals, »damit nicht irgendwelche Rechtsanwälte gegen die FanZentrale vorgehen können.«
Klaus Bollhöfener schrieb am 22. Juni 1996 an mich, legte die Fotokopie eines Vereinslogos bei und bat um Genehmigung, das Logo benutzen zu dürfen. Man wollte es für Anzeigen und auf Infoblättern, auf den Mitgliedsausweisen oder als Motiv auf T-Shirts für Helfer einsetzen.
Am 26. Juni 1996 erfolgte die offizielle Genehmigung durch die PERRY RHODAN-Redaktion, also durch mich. »Für inkommerzielle Zwecke« durfte das Logo in klar definierten Zusammenhängen verwendet werden. Weitere Verwendungen seien im Einzelfall aber abzustimmen ...
Wir sprachen das Thema miteinander durch, dann schrieben wir uns Briefe – diese kamen in die jeweiligen Ordner. »Sicherheitshalber«, so argumentierte ich damals, »damit nicht irgendwelche Rechtsanwälte gegen die FanZentrale vorgehen können.«
Klaus Bollhöfener schrieb am 22. Juni 1996 an mich, legte die Fotokopie eines Vereinslogos bei und bat um Genehmigung, das Logo benutzen zu dürfen. Man wollte es für Anzeigen und auf Infoblättern, auf den Mitgliedsausweisen oder als Motiv auf T-Shirts für Helfer einsetzen.
Am 26. Juni 1996 erfolgte die offizielle Genehmigung durch die PERRY RHODAN-Redaktion, also durch mich. »Für inkommerzielle Zwecke« durfte das Logo in klar definierten Zusammenhängen verwendet werden. Weitere Verwendungen seien im Einzelfall aber abzustimmen ...
05 Februar 2013
Die goldenen Kartaunen
Medusa City, drei Sonnen am Himmel, ein faszinierendes Lichtermeer: Mit eindrucksvollen Bildern beginnt die STELLARIS-Kurzgeschichte »Die goldenen Kartaunen« von Wim Vandemaan, der ich dieser Tage als Hörbuch lauschte. Nicht zum ersten Mal zeigt der PERRY RHODAN-Autor seine Fähigkeit, mit wenigen Worten starke Bilder zu schaffen.
Eingelesen wurde das Hörbuch von Andreas Laurenz Maier, der die Geschichte um seltsame Außerirdische, metamorphe Gewehre und medusische Wälder klasse interpretiert. So ganz nebenbei bekomme ich als Leser und Hörer dabei eine Reihe schöner Facetten aus dem Perryversum vermittelt. Klasse!
Eingelesen wurde das Hörbuch von Andreas Laurenz Maier, der die Geschichte um seltsame Außerirdische, metamorphe Gewehre und medusische Wälder klasse interpretiert. So ganz nebenbei bekomme ich als Leser und Hörer dabei eine Reihe schöner Facetten aus dem Perryversum vermittelt. Klasse!
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