24 Oktober 2012

Fast drei Millionen Wörter

Es war eine stolz klingende Mail, die am 12. Januar 2012 bei mir in der Redaktion eintraf: »Ich habe heute nach bestem Können und Gewissen die Gesamt-Wörter-Anzahl ALLER Atlan-Zeitabenteuer-Publikationen herausgepfriemelt«, schrieb Hanns Kneifel aus München.

Er hatte diese Zahl ermittelt, nachdem er alle ATLAN-Hardcover einscannen lassen hatte. Und ich fand den Ausdruck dieser Mail wieder, als ich eine Mappe mit dem Titel »ATLAN-Zeitabenteuer« in den Händen hielt.

»Es sind ziemlich genau 2.931.400 Wörter«, schrieb Hanns weiter, «genug für 25 neue Bücher, bearbeitet und gekürzt zu je etwa 117.200 Wörtern.« Er war Feuer und Flamme für die gemeinsame Überlegung, die ATLAN-Zeitabenteuer in absehbarer Zeit erneut »anzugehen«: mit einer kompletten Neubearbeitung auch unter historisch-kritischen Gesichtspunkten.

»Nur dass Du es weißt«, schloss Hanns voller Optimismus, «und bei den Verlagen, die sich darum reißen, die richtigen Zahlen hast.« Leider ist aus dem Projekt nichts mehr geworden; nicht einmal zwei Monate später verstarb Hanns Kneifel sehr überraschend.

23 Oktober 2012

Japanisches Insekt?

Ein durchaus beeindruckendes Fremdwesen zeigt das Titelbild von PERRY RHODAN 1837 – zumindest nach der japanischen Zählung unserer Science-Fiction-Serie, wo PERRY RHODAN immer im allgemeinen SF-Programm verarbeitet wird. Veröffentlicht wurde er im Frühjahr 2012 von unseren Partnern bei Hayakawa Publishing, und wie immer ist es ein schönes kleinformatiges Taschenbuch.

Enthalten sind die Romane »Orbit um Terra« sowie »Rebell gegen ES«; als Autoren werden Hans Kneifel und Ernst Vlcek genannt. Und als ich den Namen des Übersetzers las – er heißt Momoko Akasaka – las ich tatsächlich zuerst »Alaska«. Ich bin schon sehr rhodanifiziert ...

22 Oktober 2012

»Sternenstaub« mal angehört

Ein Logbuch der Redaktion

Ich habe mich über mehrere Jahre hinweg mit dem Projekt PERRY RHODAN NEO auseinandergesetzt: Es gab zahlreiche Diskussionen mit Autoren, dem Vertrieb und dem Marketing; ich las Exposés, Manuskripte, Zwischenschritte und Konzepte. Mit Fug und Recht kann ich also behaupten, mich in diesem Thema auszukennen ... Aber es ist einfach etwas anderes, die Romane oder gar die Manuskripte zu lesen – oder sie zu hören.

Das machte ich in den vergangenen Tagen und Wochen. Ein Jahr nach dem Erscheinen des ersten NEO-Romans wollte ich wissen, wie die Hörbücher wirklich klingen. Und ich war sehr davon angetan: Obwohl ich die Romane, die den Hörbüchern zugrunde liegen, sehr gut kenne, war es für mich wieder einmal ein ganz neues Erlebnis.

Klar ist es ein Unterschied, ob ich einen Roman wie »Sternenstaub« von Frank Borsch selbst durchschmökere oder ihn von Hanno Dinger vorgelesen bekomme. Die Geschichte der vier wagemutigen Männer, die zum Mond fliegen und dort die Arkoniden treffen, wirkt einfach anders, wenn man sie in einem anderen Medium wahrnimmt.

Ich hatte mir die Doppel-CD ins Auto gepackt, die Eins A Medien publiziert hat. Auf zwei CDs sind die Hörbuch-Versionen der ersten zwei Romane enthalten; die Verpackung ist ansprechend, die Produktion der CD ebenfalls. Das ergibt dann ziemlich genau ein Dutzend Stunden, für die man als Autofahrer genug »Hör-Stoff« hat.

Die Story des ersten NEO-Romans funktionierte beim Anhören auf jeden Fall genauso gut wie bei der Lektüre. Beim zweiten Roman – Christian Montillons »Utopie Terrania« – benötigte ich einige Zeit, bis ich mich an die Stimme von Markus Klauk gewöhnt hatte. Der Schauspieler hat eine andere Art, die Figuren sprechen zu lassen; das ist nicht jedermanns Sache.

Aber auch hier fand ich die Geschichte ansprechend. Mit erneuerter Faszination hörte ich von Perry Rhodan und seinen Begleitern, die unter der »strahlenden Kuppel« sitzen, und ich ließ mich hineinziehen in die prekäre Situation, in der sich die Helden befinden. Das machte Spaß und fesselte mich über Stunden hinweg.

Ein neues Medium verändert tatsächlich den Zugang zu einem Roman. Vielleicht sollten das mal die Menschen probieren, die bisher keine Lust hatten, die NEO-Romane zu lesen. Wer sie sich anhört, bekommt ein anderes Verhältnis zu ihnen ...

21 Oktober 2012

Sonntags-Schattenlord

Zwar ist der Roman schon in der Setzerei, aber ich möchte ihn trotzdem noch als Manuskript fertiglesen: Die Rede ist vom dreizehnten Band der »Schattenlord«-Serie, bekanntlich der direkten Fortsetzung der ELFENZEIT-Serie. Er gehört diesmal zur Sonntags-Lektüre, ich habe die Hälfte hinter mir und bin sehr gespannt, wie der Autor mit dem Thema umgegangen ist.

Darüber hinaus geht es heute um Berichte zur Autorenkonferenz am Donnerstag und Freitag. Und wenn ich Luft und Lust habe, tippe ich die Ergebnisse der Controlling-Besprechung vom Mittwoch zusammen. Man gönnt sich ja sonst nichts ...

19 Oktober 2012

Konferenz in Karlsruhe

Zur Vorbereitung des PERRY RHODAN-Zyklus ab Band 2700 haben wir relativ kurzfristig eine Autorenkonferenz einberufen. Diese findet diesmal nicht in Rastatt statt – ha!, diesen Dopplern wollte ich schon immer mal schreiben –, sondern in Karlsruhe. Das hat den Vorteil, dass ich nicht so weit zur Arbeit habe ...

Alle Autoren sind angereist, es verspricht eine spannende Konferenz zu werden. Arbeits- und Ideenpapiere liegen genügend vor, man muss die vielen Ideen eigentlich nur in eine vernünftige Reihenfolge bringen. Eigentlich ganz einfach.

18 Oktober 2012

Eine Frage des Glücks


Im Auto hörte ich zuletzt die STELLARIS-Geschichte »Eine Frage des Glücks«. Sie erschien als Nummer zwölf dieser Kurzgeschichten-Reihe und wurde von Roman Schleifer verfasst. Gelesen wird das Hörbuch von Juliane Ledwoch, die ich bislang als Sprecherin noch nicht wahrgenommen hatte – und sie macht ihren Job sehr gut.

Kein Wunder: Die Hauptperson und Ich-Erzählerin der Geschichte ist eine junge Frau. Im Prinzip handelt es sich um eine witzige Liebeskomödie im Weltraum – flott erzählt und mit einigen schönen Wendungen, vor allem aber auch richtig gut vorgelesen. So mag ich die STELLARIS-Geschichten!, vor allem, wenn sie auch ohne zu viel Hintergrund auskommen.

17 Oktober 2012

Die Graffiti als Sonderpublikation

Graffiti: Die PR-Sonderpublikation zum HC119 »Der Terraner«Ein Logbuch der Redaktion

Als im Jahr 1980 der PERRY RHODAN-Roman »Der Terraner« erschien, markierte dieser Band mit seiner Nummer 1000 nicht nur ein besonderes Jubiläum – er veränderte zugleich die PERRY RHODAN-Serie. Mir war das als »normalem Leser« zu dieser Zeit nicht bewusst, aber William Voltz beeinflusste mich durch seine moralischen Romane, die viele gesellschaftspolitische Aussagen »zwischen den Zeilen« enthielten – und viele andere Leser ebenfalls.

Das merkt man dem »Terraner« an. Voltz ging es beim Schreiben dieses Werkes nicht nur darum, einen packenden Science-Fiction-Roman zu verfassen. Ich bin mir hundertprozentig sicher: Er wollte darüber hinaus einen Querverweis zur aktuellen Zeit liefern.

Sein Roman trug den prophetischen Titel »Der Terraner«. Bekanntlich ist er in diesen Tagen erneut in den Handel gekommen: als Teil des PERRY RHODAN-Buches mit demselben Titel und der leider nicht so schönen Bandnummer 119. Der Roman zeigt eine weit entfernte Zukunft und blendet in die Vergangenheit, er präsentiert Außerirdische und Menschen.

Als wir im Jahr 2010 erstmals innerhalb der Redaktion darüber diskutierten, wie wir diesen Silberband bewerben sollten, kamen wir auf einen besonderen Inhalt: Es sind die Graffiti, an die ich mich über Jahrzehnte hinweg erinnern konnte. Die Idee war, diese Graffiti in einer Sonderpublikation zu veröffentlichen.

Die sogenannten Graffiti bildeten 1980 einen wesentlichen Schwerpunkt des PERRY RHODAN-Bandes. Es sind zehn kurze Texte, die das Leben und das Schicksal von Menschen wiederspiegeln. Sie greifen aktuelle Probleme des Jahres 1980 auf, stellen einfache Menschen ins Zentrum – und enden mit Perry Rhodan persönlich.

Für mich und für viele andere Fans der PERRY RHODAN-Serie war das damals eine wichtige Botschaft, angesichts der atomaren Rüstung zwischen Nato und Warschauer Pakt hatten viele von uns Angst vor einem Atomkrieg. Der Terraner wird durch Voltz' Graffiti zu einem Sinnbild einer positiv denkenden Menschheit. Diese kann den Aufbruch ins All nur schaffen, wenn sie die grundlegenden Schwierigkeiten auf der heimatlichen Erde meistert.

Diese Botschaft der PERRY RHODAN-Serie wurde von Voltz nicht nur kosmisch vermittelt, sondern auch in Form von menschlichen »Lebens-Impressionen«: Es geht um die Einheit der Erde, um Frieden für die Menschen, um ein gemeinsames Forschen in der Zukunft ...

Interessant oder auch erschütternd ist, dass viele der Themen, die William Voltz im Jahr 1980 literarisch verarbeitete, im Jahr 2012 immer noch gelten. Nach wie vor werden in vielen Ländern der Erde Menschen unterdrückt, wird die Umwelt gnadenlos ausgebeutet, fallen Tiere und Pflanzen der unendlichen Profitgier zum Opfer.

Die positive Vision, die 1980 von William Voltz für die PERRY RHODAN-Serie definiert worden ist, gilt im Gegensatz dazu ebenfalls noch: Menschen sind Menschen – und die Unterschiede zwischen Nationen und sogenannten Rassen, zwischen Geschlechtern und Altersgruppen, zwischen Hautfarben und sexuellen Orientierungen, zwischen Religionen und Völkern verblassen, wenn man die Erde »von außen« betrachtet. Nur gemeinsam und vereint hat die Menschheit eine Chance.

»Er ist ein Terraner« – so schrieb William Voltz über Perry Rhodan. Als »Terraner« begrüßte er unter großem Jubel die Besucher des ersten PERRY RHODAN-WeltCons im Jahr 1980. Und »Wir sind Terra« wurde von den Autoren der heutigen Generation als Losung für »ihre« Menschheit ausgegeben.

Es mag ein wenig pathetisch klingen – aber die Botschaft dieser Graffiti und des Bandes »Der Terraner« hat mehr als drei Jahrzehnte überdauert. Es ist die zentrale Botschaft dieses Romans, und es ist die Botschaft der gesamten PERRY RHODAN-Serie. Aus diesem Grund haben wir die zehn Graffiti in Form einer E-Book-Publikation erneut veröffentlicht.

Illustriert wurden die Publikation von Marie Sann. Die Comic-Künstlerin ist Jahrgang 1986 und wohnt in Berlin. Sie gewann Wettbewerbe und veröffentlichte mehrere Comics; derzeit läuft im Splitter-Verlag mit »Frostfeuer« eine phantastischer Dreiteiler nach einem Roman von Kai Meyer.

Auf dem PERRY RHODAN-WeltCon 2011 in Mannheim unterstützte Marie Sann unter anderem die Präsentation von PERRY RHODAN NEO; für die neue Serie lieferte sie auch eine Reihe von Illustrationen.

Ich freue mich, mit dieser Publikation auch zwei Generationen zu verbinden: William Voltz und seine Texte stehen für den Aufbruchsgeist der 70er- und 80er-Jahre, Marie Sann steht für die künstlerischen Welten des beginnenden 21. Jahrhunderts.

Zum Download: http://tinyurl.com/cu5vfwo

16 Oktober 2012

Vorsichtige Gehversuche in Richtung Heyne

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Der Science-Fiction-WorldCon war einer der Höhepunkte des Science-Fiction-Jahres 2001– und er sollte wichtige Auswirkungen für PERRY RHODAN mit sich bringen. Der Con fand vom 30. August bis zum 3. September im Philadelphia Convention Center statt, und rund 5000 SF-Fans aus aller Welt nahmen daran teil. Darunter waren unter anderem der PERRY RHODAN-Autor Uwe Anton und ich.

Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, was wenige Tage später nicht nur den amerikanischen Kontinent, sondern die gesamte Welt erschüttern sollte. Der »Nine Eleven« war gedanklich in weiter Ferne, auch wenn es nur wenige Tage bis dahin waren. Flugzeuge, die von Terroristen als fliegende Bomben benutzt wurden, gab es bis dahin nur in übertriebenen Thrillern.

Es war der erste oder zweite September 2001, so genau weiß ich es leider nicht mehr. Mit Sascha Mamczak, dem Science-Fiction-Lektor des Heyne-Verlags, hatte ich mich in einem Café verabredet. Wir wollten gemeinsam frühstücken und vor allem ein wenig über eine mögliche Zusammenarbeit fachsimpeln. Konkrete Absichten hatten wir zu dieser Zeit keine, jeder hegte wahrscheinlich für sich geheime Überlegungen.

Bis zu diesem Wochenende kannten sich Sascha Mamczak und ich zwar, aber wir hielten eine »professionelle Distanz«. Man grüßte sich auf Buchmessen, man gab sich die Hand, man siezte sich. Ich schätzte seine Sachkenntnis, die er seit Jahren bewies, und wusste, dass er sich in punkto Science Fiction richtig gut auskannte.

Den direkten Kontakt zwischen uns hatte während des WorldCons eigentlich Werner Fuchs eingefädelt. Der Verleger von Fantasy Productions, mit dem ich vor Ort den vierzigsten Geburtstag von PERRY RHODAN bekannt machen wollte, fungierte bei dieser Veranstaltung oft als Türöffner und Kontaktmann. Er kannte viele Leute, und er machte mich mit diesen bekannt, unter anderem mit Sascha Mamczak.

So saßen wir an einem Abend alle in der Hotelbar, tranken Bier und Cocktails, und bereits nach kurzer Zeit war klar, dass sich Sascha und ich künftig duzen würden. Das distanzierte »Sie« fiel, ohne dass ich darüber nachdachte.

Und dann trafen wir uns in diesem Café. Es war gut eineinhalb Kilometer vom Con-Gebäude entfernt, am Rand eines »Szene-Viertels« gelegen, vor dem die Con-Veranstalter in ihrem Prospekt sogar gewarnt hatten. Gegenüber der protzigen Hotel- und Kongress-Szenerie der eigentlichen Innenstadt sah die Umgebung mit ihren kleinen Häusern, Bars und Tätowier-Studios aber eher aus wie eine Innenstadt in Deutschland – mir gefiel es dort besser.

Das Café war klein und übersichtlich, es wirkte eher studentisch. Wir setzten uns ins Freie, bestellten uns Bagels und Kaffee und ließen es uns schmecken. In der Sonne war es angenehm. Der Blick fiel über eine recht ruhige Straße, an deren Ende sich ein Industrie- und Hafengebiet erstreckte; die schweren Maschinen standen am Wochenende still.

Sascha und ich unterhielten uns über die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen: ich in einem Zeitschriftenverlag mit angeschlossenem Buchbereich, bei dem die Science Fiction weder zum einen noch zum anderen Bereich so richtig gehörte, er in einem Buchverlag, in dem die Science Fiction eher ein Randthema war. Das war interessant, weil es mir die Augen darüber öffnete, wie in einem »reinen« Buchverlag gearbeitet wurde.

Unweigerlich kamen wir auf die gemeinsame Vergangenheit beider Verlage zu sprechen. Bekanntlich war PERRY RHODAN ein Kind des Moewig-Verlages, und der gehörte 1961 zum Heyne-Verlag. »PERRY RHODAN kommt damit aus der Türkenstraße«, sagte Sascha, eine Anspielung auf die Straße in München, in der Heyne jahrelang seine Büros hatte. Ich hatte diese Büros in den frühen 90er-Jahren besucht, als die PERRY RHODAN-Taschenbücher für drei Jahre von Heyne als Lizenz übernommen worden waren.

Wir diskutierten darüber, warum die damaligen Taschenbücher bei Heyne kein Erfolg werden konnten. »Ihr habt zuviel auf einmal gemacht«, argumentierte ich. Sascha Mamczak konterte: »Man kann kaum behaupten, dass jedes eurer Taschenbücher so richtig gut war.« Ich räumte ein: »Viele abgeschlossene Science-Fiction-Geschichten hatten nur am Rand mit dem PERRY RHODAN-Kosmos zu tun. Das fanden die Leser wohl nicht mehr attraktiv.«

Wir schauten uns an und waren einer Meinung: Wenn man PERRY RHODAN erfolgreich publizieren will, muss man es also »richtig machen«. Aber was hieß denn eigentlich richtig?

Sascha argumentierte: Man dürfte nicht versuchen, die Inhalte der Heftromane ins Taschenbuch zu übertragen. Man müsse hierfür anders schreiben, andere Stoffe anbieten. »Nur dann erreichen wir auch Leute, die außerhalb eurer Heftroman-Szene stehen.« Und ohne dass wir es geplant hatten, saßen wir auf einmal mitten in einem Lizenzgespräch ...

Wie wäre es denn, wenn wir PERRY RHODAN noch einmal als Taschenbuch herausbrächten? Wieder im Heyne-Verlag, aber dann nicht als unendliche Fortsetzungsreihe, sondern als »Zyklus mit Event-Charakter« ... Wir stellten uns schon die Schlagzeilen vor: »PERRY RHODAN kehrt zurück in die Türkenstraße.«

Sascha Mamczak hatte gleich den richtigen Vergleich parat: »Das ist wie bei ›Star Trek‹. Die PERRY RHODAN-Heftromane sind die Fernsehserie, die neuen Taschenbücher sind dann der Kinofilm.« Er breitete die Hände aus, als hielte er eine Schlagzeile hoch: »Science Fiction im Breitwandformat – das ist es.«

Nach dem Frühstück nahmen wir ein Taxi und fuhren zurück ins Kongresszentrum. Ich war nach dem Gespräch richtiggehend beflügelt von den neuen Überlegungen. Und in meinem Kopf reifte schon der Gedanke, welchen Autor ich als ersten für ein Brainstorming anrufen könnte ...

15 Oktober 2012

Ein Bild aus Brunn

Aus der Serie »Ein Bild und seine Geschichte«

Im Dezember 1996 besuchte ich den PERRY RHODAN-Autor Ernst Vlcek in Wien; wir sprachen über Exposés und gingen in den Jazz-Club, wir besuchten eine Silvester-Party mit vielen lustigen Fans; ich tanzte spät abends Walzer mit seiner Frau, und zwischendurch gingen wir auch spazieren, um an der frischen Luft allerlei Ideen auszubrüten.

Das Foto machte Ernst Vlcek in der Nähe des Hauses, in dem er damals wohnte – nicht in Wien, sondern in Brunn. Meinen Kleidungsstil inklusive des Jacketts und der nicht unbedingt sehr natürlichen Haarfarbe erheiterte ihn sehr, das musste er knipsen.

Das ist lange her ... Wenn ich dieses Bild betrachte, denke ich an diesen famosen Geschichtenerzähler aus Österreich, an seine sprudelnden Ideen und seinen manchmal kauzigen Humor.

14 Oktober 2012

Und jetzt die Notizen ...

Die Frankfurter Buchmesse ist vorüber, zumindest für mich: Nach vier anstrengenden Tagen sitze ich in der Wohnung daheim und schaue hinaus in den Nieselregen. Es ist ein optimales Wetter dafür, mit den jetzt nötigen Tätigkeiten anzufangen – nach der Messe kommt bekanntlich die Nacharbeit.

Ich schreibe alles auf, was ich getan habe und was aufschreibenswert ist: Protokolle von Gesprächen, Arbeitsanweisungen für mich und die Kollegen, Adressen von Gesprächspartnern, Gedanken zu Projekten – und so weiter. Es ist ein tüchtiger Berg an Papier, den ich abarbeiten muss.

Und was ich heute schaffe, wird mich im Verlauf einer stressigen Woche weniger stressen. Klingt nach einem vernünftigen Plan, finde ich.

13 Oktober 2012

Autoren und ein Sphärenrad

Am Stand von PERRY RHODAN und Splitter herrscht an diesem Samstag nachmittag echter Hochbetrieb. Autoren wie Verena Themsen und Hubert Haensel sind am Start und signieren ihre aktuellen Romane, Dutzende von Lesern kommen vorbei und stellen Fragen.

Und Hermann Ritter dreht das Sphärenrad, also ein Glücksrad mit Motiven aus Splitter-Comics, PERRY RHODAN, Toonfish-Comics und PERRY RHODAN NEO. Die Stimmung ist gut, der Lärmpegel ist hoch, und derzeit kann ich die gegenüberliegende Seite des Ganges nicht sehen, weil der Flur komplett voll mit Leuten ist.

Ich bin froh, dass ich am Messestand ein wenig meine Ruhe habe. Und gleichzeitig finde ich das alles super.

Nach der Party

Es ist nach drei Uhr nachts, die PERRY RHODAN-Party ist vorüber. 'tschuldigung, ich meine natürlich das Galaktische Forum, das wir in diesem Jahr zum – geschätzt ... – elften Mal veranstaltet haben. Es waren echt »alle da«: Lektoren und Verlagsmitarbeiter von Lübbe, Egmont-Lyx, Blanvalet, Piper, Heyne, Feder & Schwert, Dryas und anderen.

Dazu feierten mit uns Autoren wie Kai Meyer, Bernhard Hennen, Michael Peinkofer und Markus Heitz; natürlich auch PERRY RHODAN-Autoren wie Christian Montillon, Frank Borsch, Hubert Haensel, Verena Themsen und Marc A. Herren, ebenso die NEO-Autoren Alexander Huiskes, Bernd Perplies, Hermann Ritter, Michelle Stern und Christian Humberg – und einige Autoren, die künftig NEO schreiben werden. Ich hoffe, ich habe niemanden verschwiegen und vergessen, denn natürlich waren auch Künstler wie Marie Sann oder Dirk Schulz da, Lizenzpartner von Beam-E-Books oder Bookwire, ehemalige Kollegen wie Björn Berenz und Miriam Hofheinz und und und ... Es ist nach drei Uhr nachts, und ich bin nicht mehr hundertprozentig nüchtern ...

12 Oktober 2012

Dritter Messetag zu Ende

Einigermaßen erschöpft ziehe ich mich an diesem Abend aufs Hotelzimmer zurück: ein wenig lesen, ein wenig erfrischen, ein wenig die Mails checken ... Dann geht es ja wieder los: zur eigenen Veranstaltung, dem Galaktischen Forum.

Der heutige Tag war durchaus anstrengend, aber interessant. Besuche von anderen Verlagen – darunter Kollegen von Heyne und Lübbe – sowie viele Autoren bereicherten den Messe-Ablauf; alles in allem sehr spannend und abwechslungsreich.

11 Oktober 2012

Zweiter Messetag am Ende

Am heutigen Tag ging es mit den Terminen auf der Frankfurter Buchmesse recht kunterbunt voran. Zuletzt hatten Klaus Bollhöfener und ich ein Gespräch mit unseren Vertriebspartnern von Edel Germany, davor hatten Heidrun Imo und ich ein längeres Gespräch mit Marcel Koch von Lovelybooks.

Zwischendurch waren Autoren am Stand; stark vertreten war die NEO-Fraktion mit Bernd Perplies und Michelle Stern, Christian Humberg und Hermann Ritter. Mit ihnen besprach ich teilweise Projekte, teilweise wurde aber auch ein wenig Unfug gelabert. Muss ja ebenfalls mal sein.

Zweiter Messetag, morgens

Einer der ersten Besucher heute morgen war Jürgen Eglseer; er brachte mir die »Sonderausgabe Frankfurter Buchmesse 2012« der Zeitschrift »Phantast« mit: sieht gut aus, hat ein attraktives Quadratformat, aber lesen werde ich es sicher erst später. Und mittlerweile traf auch Klaus Bollhöfener ein, der uns die druckaktuellen Exemplare von PERRY RHODAN NEO 28 mitbrachte – der Roman von Christian Humberg sieht schon mal toll aus.

Heute wird es ernster, was die Termine angeht; eine Reihe von wichtigen Gesprächen steht an. Zwischendurch müssen dann immer wieder Fan-Fragen beantwortet werden. Schön eben der Mann Ende vierzig, der mir erzählte, dass er PERRY RHODAN bis Band 1000 gelesen habe, und der sich dann einen Haufen Informationen einsteckte.

Erster Messetag vorüber

Wenn so ein Tag auf der Frankfurter Buchmesse zu Ende ist, weiß man als Redakteur auch, was man getan hat: viel geredet, wenig sinnvolles gegessen, sowieso zu wenig Schlaf. Ich hatte ein schönes Gespräch mit den Kolleginnen vom Bertelsmann-Club, wo ja PERRY RHODAN sehr erfolgreich läuft, und ich sprach mit anderen Kollegen über die Möglichkeiten, mehr mit Apps zu machen.

Insgesamt drehten sich heute viele Gespräche um elektronische Anwendungen. Und abends gingen Heidrun Imo und ich noch zur völlig überfüllten Digital Night, um danach mit den Kollegen vom Splitter-Verlag lecker indisch essen zu gehen.

10 Oktober 2012

Rücken an Rücken mit Splitter

Es ist der erste Tag auf der Frankfurter Buchmesse, und noch sind wir im Ankomm-Modus. Wir, das sind Heidrun Imo vom PERRY RHODAN-Marketing und ich. Unser PERRY RHODAN-Stand in Halle 3.0 bildet mit dem Stand von Splitter eine Gemeinschaft – das verwirrt manche Besucher, weil dadurch die Standnummern zwischen Gang K und Gang J wechseln.

Die Stimmung ist gut, der Kaffee schmeckt, und die ersten ernsthaften Messegespräche haben wir bereits absolviert. Gerade eben war Tanja Kinkel hier, die Bestsellerautorin, die mir erzählte, wie gern sie PERRY RHODAN NEO liest ... Gleich kommen die nächsten Besucher an den Stand.

09 Oktober 2012

Die Glaswelt auf französisch

Nicht immer bin ich mit den Titelbildern einverstanden, die unsere französischen Partner für ihre Ausgaben wählen. Beim aktuellen PERRY RHODAN-Taschenbuch mit der Nummer 291 gefällt mir das Motiv aber sehr gut.

Das Titelbild von »Le Monde De Verre« wirkt dynamisch und spricht mich an; ob es den Silberband 98 mit dem Titel »Die Glaswelt« exakt trifft, ist dabei fast zweitrangig. Mit ihrer Umsetzung des BARDIOC-Zyklus kommen die Kollegen bei Univers Poche auf jeden Fall gut voran, und das finde ich gut.

08 Oktober 2012

Starke Kristallhexe

Der dritte Streich von Claudia Kern liegt vor, zumindest der dritte, den sie für die »Schattenlord«-Serie geliefert hat. Der Fantasy-Roman trägt den Titel »Die Kristallhexe«, ist der zehnte Band der Serie und knallt ziemlich; die Verwandlung einer recht normalen Frau in eine Hexe, die ihre Macht ausspielt, wird von Claudia Kern sehr gut geschildert.

Das Titelbild passt dazu, finde ich. Dirk Schulz zeigt die Hexe mit einer Kristallkugel; das ganze wirkt zwar ein wenig zu »modern« für den Roman, sieht aber überzeugend aus.

07 Oktober 2012

Topsider-Daten im Blick


Eine schöne Sonntagslektüre hat mir Michelle Stern beschert. Bereits vor zwei Wochen hat die Autorin ein umfangreiches Datenpapier zu den Topsidern im NEO-Universum zusammengestellt, und heute kam ich endlich dazu, es zu lesen ... Sie hat es als Vorlage für einen weiteren NEO-Roman aus ihrer Feder genommen, so viel darf ich an dieser Stelle schon verraten.

Inhaltlich trägt Michelle Stern alle Fakten zusammen, die von den einzelnen NEO-Autoren zu den Topsidern ausgesagt und festgelegt wurden. Darüber hinaus fügt sie neue Fakten hinzu, macht sich Gedanken über das gesellschaftliche System der Echsenwesen und formuliert auf diesen Überlegungen weitere Exposé-Vorschläge. Tolle Arbeit!