Ein Logbuch der Redaktion, das nicht auf der offiziellen Homepage erschien
Zwar werden viele PERRY RHODAN-Leser schon gespannt auf die »Halbzeit« des laufenden Negasphäre-Zyklus warten und darauf fiebern, was mit »Evolux« und anderen geheimnisvollen Begriffen gemeint ist – aber jetzt steht erst noch der Höhepunkt des laufenden Geschehens bevor. Ein Doppelband von Hubert Haensel, der aufgrund der Fülle an Text und Information sehr »eng gesetzt« werden musste, bringt kosmische Verwicklungen und persönliche Schicksale, und auch die Freunde großer Raumschlachten kommen auf ihre Kosten.
Doch erst einmal der Reihe nach: Beide Romane spielen in der Vergangenheit, rund zwanzig Millionen Jahre vor der »Gegenwart« der PERRY RHODAN-Serie. Seit einiger Zeit operiert die JULES VERNE unter dem Kommando von Perry Rhodan in dieser Zeit: Man ist in der Galaxis Tare-Scharm unterwegs, weil man weiß, dass hier vor zwanzig Millionen Jahren eine Negasphäre verhindert werden konnte. Rhodan und seine Begleiter hoffen, in Tare-Scharms Vergangenheit die Informationen zu erhalten, mit denen sie in ihrer Zeit ebenfalls gegen eine Negasphäre aktiv werden können.
Denn niemand scheint im 14. Jahrhundert Neuer Galaktischer Zeitrechnung zu wissen, was denn eine Retroversion ist und womit man sie in Bewegung setzt ...
Soweit zur Vorgeschichte des laufenden Geschehens. Dass sich große Ereignisse ankündigen, wissen Perry Rhodan und seine Begleiter schon lange. Spätestens nach den Ereignissen um die Negane Stadt, die Uwe Anton in seinem Doppelband 2446/47 schilderte, wurde klar, dass die Entstehung der Negasphäre kurz bevorsteht. Wollen die Superintelligenz ARCHETIM, ihre Verbündeten und die versammelten Hunderttausende Raumschiffe etwas dagegen tun, müssen sie dringend die Retroversion einleiten.
Es brechen »Tage der Angst« an, und das ist auch der Titel von PERRY RHODAN-Band 2448. Die Entscheidung für eine ganze Galaxis steht bevor, und riesige Flotten von Raumschiffen sammeln sich, um in eine Kette von Raumschlachten zu ziehen. Dazwischen versucht die JULES VERNE mit ihrer Besatzung, das Überleben zu sichern und Informationen zu sammeln. Hubert Haensel schildert in seinem Roman nicht nur die Gedanken der Menschen in der JULES VERNE, sondern beleuchtet darüber hinaus, was auf der Seite von ARCHETIM geschieht – ein beeindruckender Einblick ins Innenleben einer speziellen Führungsperson.
Weiter geht es mit Band 2449, der einen geradezu prophetischen Titel trägt: »Die Finale Schlacht«, ein Zusammenprall von Gewalten, wie ihn diese Region des Universums wohl noch nie gesehen hat. Vor dem Hintergrund eines gigantischen Schwarzen Loches, in dessen Akkretionsscheibe auch die JULES VERNE operiert, entscheidet sich tatsächlich die Zukunft für Tare-Scharm und seine zahllosen Bewohner.
Hubert Haensels Roman hat mehrere Ebenen, auf die ich an dieser Stelle natürlich nicht im Detail eingehen will. Aber die Raumschlacht – so viel sei angedeutet – ist nicht unbedingt das entscheidende: Mich persönlich beeindruckten vor allem die kosmischen Dimensionen des Geschehens, und ich glaube, dass es vielen PERRY RHODAN-Lesern ähnlich gehen wird.
Aber vielleicht lasse ich mich einfach von den Leserbriefen, Mails und Forums-Einträgen überraschen, so wie sich die Leser von diesem packenden Doppelband überraschen lassen sollten. Er ist ein krönender Höhepunkt des ersten »Fünfziger-Packs« in diesem Zyklus ...
28 Juli 2008
Es geht nach »Evolux«
Ein Logbuch der Redaktion
Es gibt Traditionen bei PERRY RHODAN, die werden nicht ohne Not »gebrochen«. Ein schönes Beispiel dafür sind die »Doppel-Null-Bände«, die seit vielen Jahren zu Jubiläumsbänden gestaltet werden: Als ersten echten Jubiläumsband betrachte ich immer noch die Nummer 500, die damals mit umlaufendem Titelbild und beigelegtem Poster neue Maßstäbe setzte. Das ist jetzt bald vierzig Jahre her, und bei einer »Doppel-Null« erwarten die PERRY RHODAN-Leser seitdem einiges.
Vergleichbares gilt für einen »Fünfziger«. Seit K. H. Scheer mit dem Roman 250 – der Titel war »Die 6. Epoche« – zum ersten Mal einen Wendepunkt-Roman in einem hundert Bände umfassenden Zyklus verfasste, bürgerte sich der »Fünfziger« als Termin für die »Halbzeit« ein. Mit einem solchen Roman wurde seitdem zwar nicht immer, aber sehr häufig, ein Punkt in einem laufenden Zyklus gesetzt, nach dem die Handlung anders verlief. (Im eben erwähnten Band signalisiert der Roman im Prinzip, dass die Terraner im Krieg der Galaxien zum Gegenangriff ansetzen ...)
Kommen wir zur Gegenwart: Hier steht nämlich mit Band 2450 ebenfalls ein »Halbzeit-Roman« an. Ohne dass ich zuviel über die Handlung verraten möchte – einiges plaudern wir ja indirekt über unsere Werbung aus –, kann ich doch aussagen, dass Robert Feldhoff mit »Evolux« einen komplett anderen Handlungsschauplatz eröffnet. Der PERRY RHODAN-Chefautor, der bei diesem Roman eine Überlänge geliefert hat (vom Umfang her eigentlich ein schmales Taschenbuch und kein Romanheft mehr), stellt Perry Rhodan selbst und die Besatzung der JULES VERNE ins Zentrum der Handlung, gibt Mondra Diamond eine wichtige – und auch schlagende – Rolle und stellt neue Protagonisten vor.
In »Evolux« erfahren die PERRY RHODAN-Leser ein wenig mehr über das Volk der Yakonto, die mit ihren Rapid-Kreuzern eine Wächterflotte bilden. Diese wiederum sichert im Auftrag kosmischer Mächte den Riesenplaneten Evolux ab, der auch als die »Weiße Welt« bezeichnet wird. Evolux ist eine gigantische Werft, und auf dieser Welt konzentriert man sich aber vor allem um die Produktion eines ganz bestimmten Schiffes – darüber verrate ich natürlich noch nichts.
Wie das Geschehen auf Evolux mit der Entwicklung der Negasphäre in Hangay zusammenhängt (oder auch nicht ...), das ist ein wesentliches Thema des »Fünfziger«-Romans. Ebenso wichtig ist aber ein humanoides Wesen namens Dyramesch, das seine eigenen Pläne mit Perry Rhodan und der JULES VERNE hat, das zudem über große Machtmittel verfügt und mit dem sich Rhodan und seine Begleiter anlegen müssen.
Robert Feldhoff hat's in dem Roman »Evolux« geschafft, erneut eine kosmische Ebene zu schildern, die wir bisher noch nicht in PERRY RHODAN kennengelernt haben; er stellt darüber hinaus eine Organisation vor, die bislang auch nicht bekannt war, deren Ergebnisse aber wieder in der Handlung auftauchten. (Ich weiß, das klingt jetzt alles ein wenig schwammig. Aber ... hey, das ist nicht einfach darzustellen, ohne zu viel zu verraten ...)
Ich verspreche sicher nicht zu viel, wenn ich behaupte, dass der Roman tatsächlich ein Wechsel im laufenden Zyklus markiert und eine Halbzeit-Pause der besonderen Art darstellt. Wer PERRY RHODAN-Fan ist und die laufende Erstauflage verfolgt, wird an diesem Band seine Freude haben; da bin ich mir sicher. Ich hatte sie auf jeden Fall, als ich das Manuskript las und irgendwann auch in die Setzerei gab ...
Der Roman »Evolux« erscheint im Übrigen am 1. August 2008. Bis dahin sind es nur noch ganz wenige Tage ...
Es gibt Traditionen bei PERRY RHODAN, die werden nicht ohne Not »gebrochen«. Ein schönes Beispiel dafür sind die »Doppel-Null-Bände«, die seit vielen Jahren zu Jubiläumsbänden gestaltet werden: Als ersten echten Jubiläumsband betrachte ich immer noch die Nummer 500, die damals mit umlaufendem Titelbild und beigelegtem Poster neue Maßstäbe setzte. Das ist jetzt bald vierzig Jahre her, und bei einer »Doppel-Null« erwarten die PERRY RHODAN-Leser seitdem einiges.
Vergleichbares gilt für einen »Fünfziger«. Seit K. H. Scheer mit dem Roman 250 – der Titel war »Die 6. Epoche« – zum ersten Mal einen Wendepunkt-Roman in einem hundert Bände umfassenden Zyklus verfasste, bürgerte sich der »Fünfziger« als Termin für die »Halbzeit« ein. Mit einem solchen Roman wurde seitdem zwar nicht immer, aber sehr häufig, ein Punkt in einem laufenden Zyklus gesetzt, nach dem die Handlung anders verlief. (Im eben erwähnten Band signalisiert der Roman im Prinzip, dass die Terraner im Krieg der Galaxien zum Gegenangriff ansetzen ...)
Kommen wir zur Gegenwart: Hier steht nämlich mit Band 2450 ebenfalls ein »Halbzeit-Roman« an. Ohne dass ich zuviel über die Handlung verraten möchte – einiges plaudern wir ja indirekt über unsere Werbung aus –, kann ich doch aussagen, dass Robert Feldhoff mit »Evolux« einen komplett anderen Handlungsschauplatz eröffnet. Der PERRY RHODAN-Chefautor, der bei diesem Roman eine Überlänge geliefert hat (vom Umfang her eigentlich ein schmales Taschenbuch und kein Romanheft mehr), stellt Perry Rhodan selbst und die Besatzung der JULES VERNE ins Zentrum der Handlung, gibt Mondra Diamond eine wichtige – und auch schlagende – Rolle und stellt neue Protagonisten vor.
In »Evolux« erfahren die PERRY RHODAN-Leser ein wenig mehr über das Volk der Yakonto, die mit ihren Rapid-Kreuzern eine Wächterflotte bilden. Diese wiederum sichert im Auftrag kosmischer Mächte den Riesenplaneten Evolux ab, der auch als die »Weiße Welt« bezeichnet wird. Evolux ist eine gigantische Werft, und auf dieser Welt konzentriert man sich aber vor allem um die Produktion eines ganz bestimmten Schiffes – darüber verrate ich natürlich noch nichts.
Wie das Geschehen auf Evolux mit der Entwicklung der Negasphäre in Hangay zusammenhängt (oder auch nicht ...), das ist ein wesentliches Thema des »Fünfziger«-Romans. Ebenso wichtig ist aber ein humanoides Wesen namens Dyramesch, das seine eigenen Pläne mit Perry Rhodan und der JULES VERNE hat, das zudem über große Machtmittel verfügt und mit dem sich Rhodan und seine Begleiter anlegen müssen.
Robert Feldhoff hat's in dem Roman »Evolux« geschafft, erneut eine kosmische Ebene zu schildern, die wir bisher noch nicht in PERRY RHODAN kennengelernt haben; er stellt darüber hinaus eine Organisation vor, die bislang auch nicht bekannt war, deren Ergebnisse aber wieder in der Handlung auftauchten. (Ich weiß, das klingt jetzt alles ein wenig schwammig. Aber ... hey, das ist nicht einfach darzustellen, ohne zu viel zu verraten ...)
Ich verspreche sicher nicht zu viel, wenn ich behaupte, dass der Roman tatsächlich ein Wechsel im laufenden Zyklus markiert und eine Halbzeit-Pause der besonderen Art darstellt. Wer PERRY RHODAN-Fan ist und die laufende Erstauflage verfolgt, wird an diesem Band seine Freude haben; da bin ich mir sicher. Ich hatte sie auf jeden Fall, als ich das Manuskript las und irgendwann auch in die Setzerei gab ...
Der Roman »Evolux« erscheint im Übrigen am 1. August 2008. Bis dahin sind es nur noch ganz wenige Tage ...
Entscheidung für Estartu
Ein Logbuch der Redaktion
Sehr häufig behandle ich in meinen Logbüchern das Geschehen in der PERRY RHODAN-Erstauflage, wo der Zyklus um die Negasphäre auf neuen Höhepunkte zutreibt. Immer wieder aber empfiehlt es sich, in die Vergangenheit der Serie zu schauen, die schließlich nicht arm an weiteren Spitzenthemen ist.
Ein echtes Highlight der Serie steht jetzt in der fünften Auflage vor der Tür: Der Zyklus um die Gänger des Netzes, der von Band 1300 bis Band 1349 reicht, wird mit einem fulminanten Doppelband von Ernst Vlcek abgeschlossen. Ernst Vlcek, zu jener Zeit definitiv der wichtigste PERRY RHODAN-Autor, brachte mit seinen zwei Romanen das Geschehen um die Mächtigkeitsballung der Superintelligenz ESTARTU – vorerst – zum Ende. Wobei sich schon damals abzeichnete, dass viele der daraus resultierenden Folgen bis in die Handlungsgegenwart reichen werden ...
Doch der Reihe nach: Die Gänger des Netzes sind in der Historie des Perryversums in erster Linie eine Organisation, die ein eindeutiges Ziel – der Kampf gegen die Tyrannei der Ewigen Krieger – mit einem »überhöhten Ziel« – gemeint ist der Schutz des Moralischen Kodes – verbindet. Die Organisation existiert seit rund 50.000 Jahren; zur Handlungszeit der Bände 1300 bis 1349 gehören auch Perry Rhodan, Atlan, Gucky sowie weitere Galaktiker zu ihnen.
Um zu reisen, benutzen die Gänger des Netzes die Stränge des Psionischen Netzes; dieses ist mit dem Moralischen Kode verbunden, der unter anderem die Grundlagen für das gesamte Universum legt. Ich verzichte an dieser Stelle darauf, die gesamten Hintergründe zu erläutern, für die innerhalb der PERRY RHODAN-Serie mehrere Romane nötig sind ... Wichtig ist aber, dass die damals sehr komplexe Handlung immer wieder aus der Sicht einzelnzer Menschen erzählt wird; vor allem Perry Rhodan selbst kommt in Kontakt zu dem Kosmonukleotid DORIFER und erfährt mehr über dessen Hintergründe.
Der Höhepunkt dieses PERRY RHODAN-Zyklus steht jetzt bevor: »Die ESTARTU-Saga« ist der erste Teil des Vlcek-Doppelbandes. In einem kosmischen Überblick erfahren Perry Rhodan und Atlan mehr über die Geschichte der Querionen, die 50.000 Jahre vor Beginn der christlichen Zeitrechnung beobachten, wie sich das Kosmunukleotid DORIFER verändert. Darüber hinaus erkennen die beiden Aktivatorträger aus der Milchstraße, wie eng verbunden die Geschichte der Superintelligenz ESTARTU mit der Geschichte von ES ist. (Erst im PERRY RHODAN-Roman 2000 werden dazu die entscheidenden Hintergründe enthüllt ...)
Das Geschehen steuert in »Chronik der Kartanin« auf eine kosmische Katastrophe zu: Auch hierzu will ich nicht zu viel verraten ... Hinterher hat sich auf jeden Fall das »Perryversum« grundsätzlich verändert.
Immerhin erfahren unsere Helden auch in diesem Band mehr über die Vergangenheit, in diesem Fall über die katzenhaften Kartanin, die aus dem Universum Tarkan stammen. Wie ihre Geschichte mit der Frühgeschichte der Menschheit, der Superintelligenz ESTARTU und anderen Geschehnissen zusammenhängt, wird hier erstmals beleuchtet. Ein fantastisches Geschehen, das buchstäblich Äonen umspannt.
Der Doppelband, den ich hier vorstelle, ist keine ganz so einfache Lektüre: Vieles wird zusammengeführt, was vorher auf verschiedenen Schauplätzen entwickelt wurde; wer keine Vorkenntnisse hat, wird manches Mal nicht gleich verstehen, was gemeint ist. Gleichzeitig aber zeigt der Doppelband, wie fantasievoll der erst kürzlich verstorbene Ernst Vlcek zu erzählen wusste und wie gut er es verstand, das »Perryversum« komplex und farbenprächtig zugleich darzustellen.
Ein absoluter Grund, mal wieder in die laufende Fünftauflage hineinzuschauen, wie ich finde.
Sehr häufig behandle ich in meinen Logbüchern das Geschehen in der PERRY RHODAN-Erstauflage, wo der Zyklus um die Negasphäre auf neuen Höhepunkte zutreibt. Immer wieder aber empfiehlt es sich, in die Vergangenheit der Serie zu schauen, die schließlich nicht arm an weiteren Spitzenthemen ist.
Ein echtes Highlight der Serie steht jetzt in der fünften Auflage vor der Tür: Der Zyklus um die Gänger des Netzes, der von Band 1300 bis Band 1349 reicht, wird mit einem fulminanten Doppelband von Ernst Vlcek abgeschlossen. Ernst Vlcek, zu jener Zeit definitiv der wichtigste PERRY RHODAN-Autor, brachte mit seinen zwei Romanen das Geschehen um die Mächtigkeitsballung der Superintelligenz ESTARTU – vorerst – zum Ende. Wobei sich schon damals abzeichnete, dass viele der daraus resultierenden Folgen bis in die Handlungsgegenwart reichen werden ...
Doch der Reihe nach: Die Gänger des Netzes sind in der Historie des Perryversums in erster Linie eine Organisation, die ein eindeutiges Ziel – der Kampf gegen die Tyrannei der Ewigen Krieger – mit einem »überhöhten Ziel« – gemeint ist der Schutz des Moralischen Kodes – verbindet. Die Organisation existiert seit rund 50.000 Jahren; zur Handlungszeit der Bände 1300 bis 1349 gehören auch Perry Rhodan, Atlan, Gucky sowie weitere Galaktiker zu ihnen.
Um zu reisen, benutzen die Gänger des Netzes die Stränge des Psionischen Netzes; dieses ist mit dem Moralischen Kode verbunden, der unter anderem die Grundlagen für das gesamte Universum legt. Ich verzichte an dieser Stelle darauf, die gesamten Hintergründe zu erläutern, für die innerhalb der PERRY RHODAN-Serie mehrere Romane nötig sind ... Wichtig ist aber, dass die damals sehr komplexe Handlung immer wieder aus der Sicht einzelnzer Menschen erzählt wird; vor allem Perry Rhodan selbst kommt in Kontakt zu dem Kosmonukleotid DORIFER und erfährt mehr über dessen Hintergründe.
Der Höhepunkt dieses PERRY RHODAN-Zyklus steht jetzt bevor: »Die ESTARTU-Saga« ist der erste Teil des Vlcek-Doppelbandes. In einem kosmischen Überblick erfahren Perry Rhodan und Atlan mehr über die Geschichte der Querionen, die 50.000 Jahre vor Beginn der christlichen Zeitrechnung beobachten, wie sich das Kosmunukleotid DORIFER verändert. Darüber hinaus erkennen die beiden Aktivatorträger aus der Milchstraße, wie eng verbunden die Geschichte der Superintelligenz ESTARTU mit der Geschichte von ES ist. (Erst im PERRY RHODAN-Roman 2000 werden dazu die entscheidenden Hintergründe enthüllt ...)
Das Geschehen steuert in »Chronik der Kartanin« auf eine kosmische Katastrophe zu: Auch hierzu will ich nicht zu viel verraten ... Hinterher hat sich auf jeden Fall das »Perryversum« grundsätzlich verändert.
Immerhin erfahren unsere Helden auch in diesem Band mehr über die Vergangenheit, in diesem Fall über die katzenhaften Kartanin, die aus dem Universum Tarkan stammen. Wie ihre Geschichte mit der Frühgeschichte der Menschheit, der Superintelligenz ESTARTU und anderen Geschehnissen zusammenhängt, wird hier erstmals beleuchtet. Ein fantastisches Geschehen, das buchstäblich Äonen umspannt.
Der Doppelband, den ich hier vorstelle, ist keine ganz so einfache Lektüre: Vieles wird zusammengeführt, was vorher auf verschiedenen Schauplätzen entwickelt wurde; wer keine Vorkenntnisse hat, wird manches Mal nicht gleich verstehen, was gemeint ist. Gleichzeitig aber zeigt der Doppelband, wie fantasievoll der erst kürzlich verstorbene Ernst Vlcek zu erzählen wusste und wie gut er es verstand, das »Perryversum« komplex und farbenprächtig zugleich darzustellen.
Ein absoluter Grund, mal wieder in die laufende Fünftauflage hineinzuschauen, wie ich finde.
16 Juli 2008
Entscheidungen auf Falkan
Ein Logbuch der Redaktion
Als Redakteur der PERRY RHODAN-Serie fühle ich mich manchmal in seltsam »zeitverschobenen Umständen«, und anhand von PERRY RHODAN-Action lassen sich diese gerade sehr schön nachvollziehen: Derzeit schreibt Christian Montillon bereits die Exposés der zweiten Staffel, und wir sind innerhalb der Redaktion dabei, die einzelnen Termine mit den Autoren zu besprechen und das Marketing vorzubereiten.
Gleichzeitig aber läuft noch die erste Staffel von PERRY RHODAN-Action auf Hochtouren – innerhalb des Demetria-Zyklus' sind gerade einmal zwei Drittel der insgesamt zwölf Heftromane erschienen.
In der laufenden Handlung steht jetzt auf jeden Fall ein Wechsel des Handlungsschauplatzes bevor: Es geht nach Falkan, einer von Kolonialarkoniden besiedelten Welt. Diese siedeln schon lange auf dem Planeten und haben größtenteils keine Kenntnisse darüber, dass Falkan schon vor über zehntausend Jahren eine blühende Kultur kannte – und natürlich wissen es auch Perry Rhodan und seine Begleiter nicht unbedingt, als sie den Planeten besuchen.
Die Falkanen sind ziemlich stolz auf sich und ihre kulturellen Errungenschaften; sie stehen in einem durchaus gespaltenen Verhältnis zum Arkon-Imperium, das sie einerseits lieben und vergöttern und andererseits sehr kritisch beäugen. Wenn dann ein Terraner wie Perry Rhodan bei ihnen als Großadministrator des Vereinten Imperiums auftritt, ist ein Konflikt gleich im Ansatz angelegt ...
Kein Wunder, dass Athurn del Falkan, der Herrscher des Planeten, bei den ersten Kontakten mit den Terranern ein wenig abweisend ist. Das bekommt auch Perry Rhodan selbst zu spüren, als er in Band 9 von PERRY RHODAN-Action auf dem Planeten ankommt. Marc A. Herren, unser Schweizer Autor, stellt diese Geschichte in seinem zweiten Roman für die Serie dar: Der Titel »Der Zündermutant« macht gleich klar, dass Iwan Iwanowitsch Goratschin eine wichtige Rolle in diesem Roman spielt.
Dabei thematisiert Marc A. Herren die Tatsache, dass Goratschin als »menschliches Monster« eine in sich gespaltene Persönlichkeit ist: Wenn zwei menschliche Köpfe gemeinsam einen einzigen Körper besitzen, muss das zu allerlei Konflikten führen ... und diese Konflikte beleuchtet der Roman sehr menschlich und sehr spannend.
Auch der zehnte Roman unserer neuen Serie spielt auf Falkan. Timothy Stahl steuert mit »Falkans Verderben« seinen zweiten Roman bei; die Hinterlassenschaften der Magadonen erwachen zu einem neuen, sehr gefährlichen Leben ... Und die Terraner und Falkanen sind auf einmal gezwungen, gegen einen Gegner zu kämpfen, mit dem niemand rechnen konnte.
Dass die beiden Bände jeweils der zweite Beitrag der Schriftsteller zum PERRY RHODAN-Kosmos sind, finde ich persönlich sehr interessant. Als Leser könnt Ihr sicher gespannt darauf sein, wie sehr sich mittlerweile der Blick der Autoren auf das Perryversum verändert hat ...
Als Redakteur der PERRY RHODAN-Serie fühle ich mich manchmal in seltsam »zeitverschobenen Umständen«, und anhand von PERRY RHODAN-Action lassen sich diese gerade sehr schön nachvollziehen: Derzeit schreibt Christian Montillon bereits die Exposés der zweiten Staffel, und wir sind innerhalb der Redaktion dabei, die einzelnen Termine mit den Autoren zu besprechen und das Marketing vorzubereiten.
Gleichzeitig aber läuft noch die erste Staffel von PERRY RHODAN-Action auf Hochtouren – innerhalb des Demetria-Zyklus' sind gerade einmal zwei Drittel der insgesamt zwölf Heftromane erschienen.
In der laufenden Handlung steht jetzt auf jeden Fall ein Wechsel des Handlungsschauplatzes bevor: Es geht nach Falkan, einer von Kolonialarkoniden besiedelten Welt. Diese siedeln schon lange auf dem Planeten und haben größtenteils keine Kenntnisse darüber, dass Falkan schon vor über zehntausend Jahren eine blühende Kultur kannte – und natürlich wissen es auch Perry Rhodan und seine Begleiter nicht unbedingt, als sie den Planeten besuchen.
Die Falkanen sind ziemlich stolz auf sich und ihre kulturellen Errungenschaften; sie stehen in einem durchaus gespaltenen Verhältnis zum Arkon-Imperium, das sie einerseits lieben und vergöttern und andererseits sehr kritisch beäugen. Wenn dann ein Terraner wie Perry Rhodan bei ihnen als Großadministrator des Vereinten Imperiums auftritt, ist ein Konflikt gleich im Ansatz angelegt ...
Kein Wunder, dass Athurn del Falkan, der Herrscher des Planeten, bei den ersten Kontakten mit den Terranern ein wenig abweisend ist. Das bekommt auch Perry Rhodan selbst zu spüren, als er in Band 9 von PERRY RHODAN-Action auf dem Planeten ankommt. Marc A. Herren, unser Schweizer Autor, stellt diese Geschichte in seinem zweiten Roman für die Serie dar: Der Titel »Der Zündermutant« macht gleich klar, dass Iwan Iwanowitsch Goratschin eine wichtige Rolle in diesem Roman spielt.
Dabei thematisiert Marc A. Herren die Tatsache, dass Goratschin als »menschliches Monster« eine in sich gespaltene Persönlichkeit ist: Wenn zwei menschliche Köpfe gemeinsam einen einzigen Körper besitzen, muss das zu allerlei Konflikten führen ... und diese Konflikte beleuchtet der Roman sehr menschlich und sehr spannend.
Auch der zehnte Roman unserer neuen Serie spielt auf Falkan. Timothy Stahl steuert mit »Falkans Verderben« seinen zweiten Roman bei; die Hinterlassenschaften der Magadonen erwachen zu einem neuen, sehr gefährlichen Leben ... Und die Terraner und Falkanen sind auf einmal gezwungen, gegen einen Gegner zu kämpfen, mit dem niemand rechnen konnte.
Dass die beiden Bände jeweils der zweite Beitrag der Schriftsteller zum PERRY RHODAN-Kosmos sind, finde ich persönlich sehr interessant. Als Leser könnt Ihr sicher gespannt darauf sein, wie sehr sich mittlerweile der Blick der Autoren auf das Perryversum verändert hat ...
15 Juli 2008
Halbjahresbilanz
Ein Logbuch der Redaktion
Wann immer ich darüber nachdenke, was wir mit PERRY RHODAN und den zahlreichen »Randprodukten« alles machen und tun, bin ich schwerst beeindruckt und wundere mich selbst, dass wir das alles hinbekommen und doch relativ wenig Fehler geschehen. Soviel zum Selbstlob – als »Insider« weiß ich selbstverständlich um viele unserer Schwächen und Stärken Bescheid. Grund genug, dass wir uns in diesem Jahr erstmals nicht nur zu einer Jahrestagung zusammensetzten, sondern auch gleich zu einer Halbjahresbilanz einen Tag »Auszeit« nahmen.
Aus diesem Grund saßen die Angehörigen der PERRY RHDOAN-Redaktion am Donnerstag, 10. Juli 2008, schon morgens in einem Seminarraum eines nahe gelegenen Hotels, um das letzte Halbjahr zu bilanzieren und die nächsten Aktivitäten in Ruhe zu planen. Nicht zuletzt durch die personellen Änderungen in unserer Redaktion – Miriam Hofheinz hat uns verlassen, stattdessen haben wir Björn Berenz als neuen Kollegen gewonnen – war eine solche Tagung dringend nötig geworden.
In unserem Rückblick auf das letzte Halbjahr gab es genügend positive Ergebnisse: Der erfolgreiche Start von PERRY RHODAN-Action und die Fortsetzung der ursprünglich auf zwölf Hefte angelegten Mini-Serie war ebenso zu feiern wie die Tatsache, dass das PERRY RHODAN-Computerspiel nicht nur in Deutschland zu einem echten »Renner« wurde, sondern auch in Frankreich und England, Italien und Amerika positive Besprechungen am laufenden Band erhält.
Ebenso erfreulich ist die positive Entwicklung der gedruckten PERRY RHODAN-Erstauflage, die parallel zu unseren wöchentlichen Hörbüchern und eBooks verläuft – alle drei Ausgaben der PERRY RHODAN-Heftromane stehen sehr gut da. Schön hat sich darüber hinaus das Buchgeschäft entwickelt, bei Heyne lief zuletzt der »Ara-Toxin«-Zyklus, und die ATLAN-Taschenbücher bei Fantasy Productions haben sich einen interessierten Fan-Kreis erarbeitet.
Das ist selbstverständlich nicht alles, aber das waren die Themen, die mir als erste einfielen und über deren Ergebnisse wir uns freuen können.
Nach dem Rück- der Vorausblick: Das zweite Halbjahr wird uns in zahlreiche neue Aktivitäten stürzen, die uns viel Arbeit und den Fans viele neue Dinge bringen werden. Ganz wichtig dabei ist der »Relaunch« der Homepage, wie das auf neudeutsch heißt, also die Neugestaltung von www.perry-rhodan.net und die stärkere Einbindung zusätzlicher attraktiver Punkte. Eigentlich hatten wir das für den Sommer diesen Jahres geplant, jetzt schiebt sich das ganze auf den Herbst.
Im Herbst 2008 wird's für die PERRY RHODAN-Bücherfreunde viel geben: Bei Moewig erscheint die Neuauflage des »Eastside«-Zyklus, bei Heyne beginnt die Trilogie »Das Rote Imperium«, und in der Reihe der ATLAN-Hardcover wird der Akonen-Zyklus eingeläutet; ganz zu schweigen vom »Monolith«-Zyklus bei den ATLAN-Taschenbüchern und der Kristallmond-Staffel bei PERRY RHODAN-Action. An Lesestoff soll's also nicht mangeln.
Bei alledem ist die laufende Handlung der PERRY RHODAN-Erstauflage selbstverständlich immer das, dem unsere hauptsächliche Aufmerksamkeit gilt: Für die zweite Hälfte des Negasphäre-Zyklus laufen bereits die ersten Anzeigen; Robert Feldhoffs Roman »Evolux«, der als Band 2450 erscheint, setzt neue Maßstäbe und wird vielen Lesern einen neuen Blick auf das Perryversum eröffnen. Wenn alles klappt, werden wir wieder mit dem Roman eines Gastautors verwöhnt – und natürlich gibt es das PERRY RHODAN-Extra 7, das im Oktober herauskommt und inhaltlich mit bisherigen Geschehnissen des laufenden Zyklus zusammenhängt.
Spannende Themen – in der Tat. Alle hängen miteinander zusammen, alle müssen korrekt nach außen kommuniziert werden, alle Themen müssen von Autoren und Zeichnern, Druckern und Repro-Technikern, Korrektoren und Hörbuch-Technikern vorangetrieben werden – wie umfangreich die PERRY RHODAN-Serie wirklich ist, wird mir bei solchen Besprechungen immer noch deutlicher ... dann nämlich, wenn mir vor Augen geführt wird, wieviel Arbeit außerhalb meines Büros geleistet wird.
Sei's drum. Es war eine interessante Besprechung, die keine Sekunde langweilig wurde und die wir mit einem leckeren Abendessen abrundeten. Es macht Spaß, mit einer solchen Redaktion an der größten Science-Fiction-Serie der Welt zu arbeiten – und darauf bin ich sehr stolz!
Wann immer ich darüber nachdenke, was wir mit PERRY RHODAN und den zahlreichen »Randprodukten« alles machen und tun, bin ich schwerst beeindruckt und wundere mich selbst, dass wir das alles hinbekommen und doch relativ wenig Fehler geschehen. Soviel zum Selbstlob – als »Insider« weiß ich selbstverständlich um viele unserer Schwächen und Stärken Bescheid. Grund genug, dass wir uns in diesem Jahr erstmals nicht nur zu einer Jahrestagung zusammensetzten, sondern auch gleich zu einer Halbjahresbilanz einen Tag »Auszeit« nahmen.
Aus diesem Grund saßen die Angehörigen der PERRY RHDOAN-Redaktion am Donnerstag, 10. Juli 2008, schon morgens in einem Seminarraum eines nahe gelegenen Hotels, um das letzte Halbjahr zu bilanzieren und die nächsten Aktivitäten in Ruhe zu planen. Nicht zuletzt durch die personellen Änderungen in unserer Redaktion – Miriam Hofheinz hat uns verlassen, stattdessen haben wir Björn Berenz als neuen Kollegen gewonnen – war eine solche Tagung dringend nötig geworden.
In unserem Rückblick auf das letzte Halbjahr gab es genügend positive Ergebnisse: Der erfolgreiche Start von PERRY RHODAN-Action und die Fortsetzung der ursprünglich auf zwölf Hefte angelegten Mini-Serie war ebenso zu feiern wie die Tatsache, dass das PERRY RHODAN-Computerspiel nicht nur in Deutschland zu einem echten »Renner« wurde, sondern auch in Frankreich und England, Italien und Amerika positive Besprechungen am laufenden Band erhält.
Ebenso erfreulich ist die positive Entwicklung der gedruckten PERRY RHODAN-Erstauflage, die parallel zu unseren wöchentlichen Hörbüchern und eBooks verläuft – alle drei Ausgaben der PERRY RHODAN-Heftromane stehen sehr gut da. Schön hat sich darüber hinaus das Buchgeschäft entwickelt, bei Heyne lief zuletzt der »Ara-Toxin«-Zyklus, und die ATLAN-Taschenbücher bei Fantasy Productions haben sich einen interessierten Fan-Kreis erarbeitet.
Das ist selbstverständlich nicht alles, aber das waren die Themen, die mir als erste einfielen und über deren Ergebnisse wir uns freuen können.
Nach dem Rück- der Vorausblick: Das zweite Halbjahr wird uns in zahlreiche neue Aktivitäten stürzen, die uns viel Arbeit und den Fans viele neue Dinge bringen werden. Ganz wichtig dabei ist der »Relaunch« der Homepage, wie das auf neudeutsch heißt, also die Neugestaltung von www.perry-rhodan.net und die stärkere Einbindung zusätzlicher attraktiver Punkte. Eigentlich hatten wir das für den Sommer diesen Jahres geplant, jetzt schiebt sich das ganze auf den Herbst.
Im Herbst 2008 wird's für die PERRY RHODAN-Bücherfreunde viel geben: Bei Moewig erscheint die Neuauflage des »Eastside«-Zyklus, bei Heyne beginnt die Trilogie »Das Rote Imperium«, und in der Reihe der ATLAN-Hardcover wird der Akonen-Zyklus eingeläutet; ganz zu schweigen vom »Monolith«-Zyklus bei den ATLAN-Taschenbüchern und der Kristallmond-Staffel bei PERRY RHODAN-Action. An Lesestoff soll's also nicht mangeln.
Bei alledem ist die laufende Handlung der PERRY RHODAN-Erstauflage selbstverständlich immer das, dem unsere hauptsächliche Aufmerksamkeit gilt: Für die zweite Hälfte des Negasphäre-Zyklus laufen bereits die ersten Anzeigen; Robert Feldhoffs Roman »Evolux«, der als Band 2450 erscheint, setzt neue Maßstäbe und wird vielen Lesern einen neuen Blick auf das Perryversum eröffnen. Wenn alles klappt, werden wir wieder mit dem Roman eines Gastautors verwöhnt – und natürlich gibt es das PERRY RHODAN-Extra 7, das im Oktober herauskommt und inhaltlich mit bisherigen Geschehnissen des laufenden Zyklus zusammenhängt.
Spannende Themen – in der Tat. Alle hängen miteinander zusammen, alle müssen korrekt nach außen kommuniziert werden, alle Themen müssen von Autoren und Zeichnern, Druckern und Repro-Technikern, Korrektoren und Hörbuch-Technikern vorangetrieben werden – wie umfangreich die PERRY RHODAN-Serie wirklich ist, wird mir bei solchen Besprechungen immer noch deutlicher ... dann nämlich, wenn mir vor Augen geführt wird, wieviel Arbeit außerhalb meines Büros geleistet wird.
Sei's drum. Es war eine interessante Besprechung, die keine Sekunde langweilig wurde und die wir mit einem leckeren Abendessen abrundeten. Es macht Spaß, mit einer solchen Redaktion an der größten Science-Fiction-Serie der Welt zu arbeiten – und darauf bin ich sehr stolz!
04 Juli 2008
Fanzine-Vorahnungen
Aus der Reihe »Der Redakteur erinnert sich«
Erste Gehversuche mit eigenen Zeitschriften hatte ich bereits als Kind gesammelt. Im Alter von vielleicht zehn Jahren hatte ich ein Heft publiziert, das eine Auflage von genau einem Exemplar hatte und aus selbstgemalten Comics und handschriftlichen Texten bestand; als Heftung diente ein Bindfaden in der Mitte. Ich lieh das Heft einigen Nachbarskindern aus, und dann war es natürlich recht schnell verschwunden.
In der siebten Klasse entstand im Rahmen einer Projektarbeit eine Schülerzeitung ... Aber das waren alles Anfänge. Die Initialzündung war tatsächlich das Fanzine »solis orbita«, in dem 1979 meine ersten Texte veröffentlicht wurden. Ich war sicher, dass ich auch ein solches Fanzine publizieren könnte, wenn ich nur intensiv daran arbeitete. Mit dem Gedanken ging ich mehrere Wochen schwanger, und ich sprach in der Zeit mit den wenigen Bekannten, die meine Interessen teilten.
Einer war jener junge Mann aus der Nachbargemeinde, der zwar nicht dem PERRY RHODAN-Club »Gys Voolbeerah« beitreten wollte, aber auch eigene Fanzine-Ideen gesammelt hatte. Bei einem ersten Gespräch übergab er mir unter anderem eine Liste mit den Fanzine-Namen, die er sich ausgedacht hatte. Einer der Namen war SAGITTARIUS ... ich selbst bevorzugte zu der Zeit noch den Namen »Cygnus«, der mir – aus völlig unbekannten Gründen – viel besser gefiel.
Die zwei Kumpels aus dem Dorf, mit denen ich mich um diese Zeit wieder stärker anfreundete, zog ich ebenfalls ins Vertrauen; nach eigenen Gesprächen betrachtete ich sie als Redaktionsmitglieder. (Ich bin heute sicher, dass sie das anders sahen, aber ...) Zu ungefähr dieser Zeit verkehrten wir regelmäßig im Jugendzentrum »Murgtäler Hof« in Freudenstadt, wo wir am wöchentlichen »JuZ-Info« mitwirkten, einem doppelseitig kopierten Informationsblatt, in dem wir als »Redaxion« fungierten – nur echt mit falscher Rechtschreibung.
Stefan war der Sohn eines Industriellen, und Gunter war der Sohn eines Lehrers. Gelegentlich saßen wir auch bei mir zu Hause herum, entweder in der Sitzecke meiner Eltern oder in meinem Zimmer unterm Dach, wenn wir nicht gerade bei Stefan herumlungerten. Bei ihm sahen wir den »Rockpalast« und andere progressive Fernsehsendungen, bei mir zu Hause hörten wir selbst aufgenommene Kassetten, meist mit krachigem Sound von The Clash bis Nina Hagen, und nach einiger Zeit sogar Abba und andere Pop-Musik.
Irgendwann stellte ich den beiden meine Fanzine-Idee vor. Die Diskussion war schnell vorüber: Der Name »Cygnus« wurde sofort abgelehnt. Das klinge nach »Schwyzerdütsch«, argumentierte Gunter, und Stefan fand den Namen allgemein blöd. Dafür begeisterten sich beide für den Namen SAGITTARIUS, obwohl wir nicht wussten, ob sich das Wort jetzt mit zwei »T« oder zwei »G« schreiben würde – und so bekam das Fanzine seinen Namen. (Erst zwei Jahre später erfuhr ich, dass mein Sternbild Schütze ist und meinem Fanzine so der Name »meines« Sternbilds gegeben wurde.)
Bei den ersten Besprechungen waren meine Kumpels immer eifrig dabei. Als es dann darum ging, die potentiellen Mitarbeiter anzuschreiben, saß ich auf einmal allein da. Aber ich verließ mich auf die ersten Kontakte, die ich bereits in der Fan-Szene geschlossen hatte, und schrieb Adressen aus anderen Fanzines heraus.
Es gab Fans, die unter anderem im »solis orbita« anboten, für neue Fanzines als Mitarbeiter zur Verfügung zu stehen; der erste, den ich anschrieb, hieß Armin Möhle und kam aus Norddeutschland – und so fügte sich ein Steinchen ins andere. Von ihm bekam ich auch recht schnell eine Antwort. Andere Leute, die ich anschrieb, reagierten gar nicht; wieder andere schickten mir umfangreiches Material. Darüber hinaus sprach ich Klassenkameraden an, ob diese vielleicht eine Zeichnung beisteuern könnten.
Jede Woche brachte der Postbote nun dicke Briefe ins Haus. Meine Eltern wunderten sich ebenso wie er selbst darüber, und um den Jahreswechsel 1979/80 kam eine Manuskript- oder Grafik-Einsendung nach der anderen; zwischendrin Tonbriefe und Fanzines. Mein kleines Jugendzimmer unter dem Giebeldach entwickelte sich zu einem wahren Büro, und meine kleine rote Kofferschreibmaschine (die ich 1988 in Burkina Faso verkaufte – aber das ist eine ganz andere Geschichte) ratterte jeden Abend.
Denn natürlich, so dachte ich, musste in dem neuen Fanzine auch eine Fortsetzungsgeschichte enthalten sein. Diese sollte von mir selbst stammen, immerhin wollte ich mich als Autor selbst stark in den Vordergrund schieben. Also konzipierte ich ein umfangreiches Fantasy-Epos, in dem es um eine Horde junger Barbaren ging, die zu einer gefährlichen Mission aufbrechen. Ich hielt das Manuskript für unglaublich originell und hatte riesigen Spaß dabei, beispielsweise einen Kampf zwischen Menschen und monströsen Spinnen zu schildern ...
Wichtig war jetzt aber vor allem eine Formalität: Den PERRY RHODAN-Club »Gys Voolbeerah« löste ich eigenständig auf, eine Abmeldung schickte ich an das »Zentralsekretariat« nach Rastatt. Meinen Kumpel Michael, der mit mir den Club gegründet hatte, interessierte sich nicht einmal fünf Sekunden für das Ende unseres gemeinsamen Projektes. Das war’s: Ich hatte einen Club gegründet und aufgelöst – was wollte ich mehr?
Was ich jetzt nur noch brauchte, war eine Druckerei. Dann konnte ich damit beginnen, mein eigenes Fanzine soweit zu bringen, dass es zu einem großen Erfolg werden würde. Also eigentlich gar kein Problem, dachte ich ...
Erste Gehversuche mit eigenen Zeitschriften hatte ich bereits als Kind gesammelt. Im Alter von vielleicht zehn Jahren hatte ich ein Heft publiziert, das eine Auflage von genau einem Exemplar hatte und aus selbstgemalten Comics und handschriftlichen Texten bestand; als Heftung diente ein Bindfaden in der Mitte. Ich lieh das Heft einigen Nachbarskindern aus, und dann war es natürlich recht schnell verschwunden.
In der siebten Klasse entstand im Rahmen einer Projektarbeit eine Schülerzeitung ... Aber das waren alles Anfänge. Die Initialzündung war tatsächlich das Fanzine »solis orbita«, in dem 1979 meine ersten Texte veröffentlicht wurden. Ich war sicher, dass ich auch ein solches Fanzine publizieren könnte, wenn ich nur intensiv daran arbeitete. Mit dem Gedanken ging ich mehrere Wochen schwanger, und ich sprach in der Zeit mit den wenigen Bekannten, die meine Interessen teilten.
Einer war jener junge Mann aus der Nachbargemeinde, der zwar nicht dem PERRY RHODAN-Club »Gys Voolbeerah« beitreten wollte, aber auch eigene Fanzine-Ideen gesammelt hatte. Bei einem ersten Gespräch übergab er mir unter anderem eine Liste mit den Fanzine-Namen, die er sich ausgedacht hatte. Einer der Namen war SAGITTARIUS ... ich selbst bevorzugte zu der Zeit noch den Namen »Cygnus«, der mir – aus völlig unbekannten Gründen – viel besser gefiel.
Die zwei Kumpels aus dem Dorf, mit denen ich mich um diese Zeit wieder stärker anfreundete, zog ich ebenfalls ins Vertrauen; nach eigenen Gesprächen betrachtete ich sie als Redaktionsmitglieder. (Ich bin heute sicher, dass sie das anders sahen, aber ...) Zu ungefähr dieser Zeit verkehrten wir regelmäßig im Jugendzentrum »Murgtäler Hof« in Freudenstadt, wo wir am wöchentlichen »JuZ-Info« mitwirkten, einem doppelseitig kopierten Informationsblatt, in dem wir als »Redaxion« fungierten – nur echt mit falscher Rechtschreibung.
Stefan war der Sohn eines Industriellen, und Gunter war der Sohn eines Lehrers. Gelegentlich saßen wir auch bei mir zu Hause herum, entweder in der Sitzecke meiner Eltern oder in meinem Zimmer unterm Dach, wenn wir nicht gerade bei Stefan herumlungerten. Bei ihm sahen wir den »Rockpalast« und andere progressive Fernsehsendungen, bei mir zu Hause hörten wir selbst aufgenommene Kassetten, meist mit krachigem Sound von The Clash bis Nina Hagen, und nach einiger Zeit sogar Abba und andere Pop-Musik.
Irgendwann stellte ich den beiden meine Fanzine-Idee vor. Die Diskussion war schnell vorüber: Der Name »Cygnus« wurde sofort abgelehnt. Das klinge nach »Schwyzerdütsch«, argumentierte Gunter, und Stefan fand den Namen allgemein blöd. Dafür begeisterten sich beide für den Namen SAGITTARIUS, obwohl wir nicht wussten, ob sich das Wort jetzt mit zwei »T« oder zwei »G« schreiben würde – und so bekam das Fanzine seinen Namen. (Erst zwei Jahre später erfuhr ich, dass mein Sternbild Schütze ist und meinem Fanzine so der Name »meines« Sternbilds gegeben wurde.)
Bei den ersten Besprechungen waren meine Kumpels immer eifrig dabei. Als es dann darum ging, die potentiellen Mitarbeiter anzuschreiben, saß ich auf einmal allein da. Aber ich verließ mich auf die ersten Kontakte, die ich bereits in der Fan-Szene geschlossen hatte, und schrieb Adressen aus anderen Fanzines heraus.
Es gab Fans, die unter anderem im »solis orbita« anboten, für neue Fanzines als Mitarbeiter zur Verfügung zu stehen; der erste, den ich anschrieb, hieß Armin Möhle und kam aus Norddeutschland – und so fügte sich ein Steinchen ins andere. Von ihm bekam ich auch recht schnell eine Antwort. Andere Leute, die ich anschrieb, reagierten gar nicht; wieder andere schickten mir umfangreiches Material. Darüber hinaus sprach ich Klassenkameraden an, ob diese vielleicht eine Zeichnung beisteuern könnten.
Jede Woche brachte der Postbote nun dicke Briefe ins Haus. Meine Eltern wunderten sich ebenso wie er selbst darüber, und um den Jahreswechsel 1979/80 kam eine Manuskript- oder Grafik-Einsendung nach der anderen; zwischendrin Tonbriefe und Fanzines. Mein kleines Jugendzimmer unter dem Giebeldach entwickelte sich zu einem wahren Büro, und meine kleine rote Kofferschreibmaschine (die ich 1988 in Burkina Faso verkaufte – aber das ist eine ganz andere Geschichte) ratterte jeden Abend.
Denn natürlich, so dachte ich, musste in dem neuen Fanzine auch eine Fortsetzungsgeschichte enthalten sein. Diese sollte von mir selbst stammen, immerhin wollte ich mich als Autor selbst stark in den Vordergrund schieben. Also konzipierte ich ein umfangreiches Fantasy-Epos, in dem es um eine Horde junger Barbaren ging, die zu einer gefährlichen Mission aufbrechen. Ich hielt das Manuskript für unglaublich originell und hatte riesigen Spaß dabei, beispielsweise einen Kampf zwischen Menschen und monströsen Spinnen zu schildern ...
Wichtig war jetzt aber vor allem eine Formalität: Den PERRY RHODAN-Club »Gys Voolbeerah« löste ich eigenständig auf, eine Abmeldung schickte ich an das »Zentralsekretariat« nach Rastatt. Meinen Kumpel Michael, der mit mir den Club gegründet hatte, interessierte sich nicht einmal fünf Sekunden für das Ende unseres gemeinsamen Projektes. Das war’s: Ich hatte einen Club gegründet und aufgelöst – was wollte ich mehr?
Was ich jetzt nur noch brauchte, war eine Druckerei. Dann konnte ich damit beginnen, mein eigenes Fanzine soweit zu bringen, dass es zu einem großen Erfolg werden würde. Also eigentlich gar kein Problem, dachte ich ...
03 Juli 2008
Man wartet auf Xrayn ...
Ein Logbuch der Redaktion
Nur noch wenige Tage sind es, bis ein PERRY RHODAN-Doppelband von Uwe Anton erscheint; bisher hielt ich mich sehr zurück, was den Inhalt dieser Romane angeht, um nicht mehr zu verraten als wirklich nötig ist. Denn eins ist klar: Schon die Begrifflichkeiten, die in den zwei Uwe-Anton-Romanen benutzt werden, dürften manche Leser zu Spekulationen anregen ... wer sich also gar nicht die Spannung nehmen lassen möchte, sollte dieses Logbuch ignorieren.
Wobei es Formulierungen in diesem Roman gibt, die zwar wichtig sind, im ersten Moment aber eher verwirren dürften: Was ist beispielsweise unter »Ge-ta-fe, drei-drei« zu verstehen, was ist mit »Drei Einzelschritte. Doppelte Schrittfolge« gemeint?
Tatsache ist, dass Perry Rhodan wieder einmal in einen ganz besonderen Einsatz gehen muss; in seiner Begleitung sind unter anderem Ekatus Atimoss, der Dual, der lange Jahre für die Terminale Kolonne TRAITOR aktiv war, jetzt aber auf Seiten der Terraner steht. Dieser Einsatz Rhodans führt in einen Bereich der Galaxis Tare-Scharm, in dem es die Terraner sehr schwer haben – sie müssen ins Innere der Proto-Negasphäre, wo mittlerweile Bedingungen herrschen, die gewöhnliches Leben beeinträchtigen.
Ein seltsames Gebilde schwebt dort im Leerraum, das von den TRAITOR-Angehörigen als die »Negane Stadt« bezeichnet wird. Diese Stadt wird seit langer Zeit von einem Beamtenkorps verwaltet, das seinesgleichen sucht und das seine gesamte Existenz nur auf einen einzigen Augenblick ausgerichtet hat: auf das Erscheinen des Chaotarchen Xrayn, der von der Neganen Stadt aus die Verwandlung der Galaxis Tare-Scharm in eine Negasphäre einleiten soll.
Mit seinem Roman »Die Negane Stadt«, der als PERRY RHODAN-Band 2446 erscheint, führt Uwe Anton in das Geschehen ein. Er schildert den Vorstoß von Rhodan und seinen Begleitern, und er zeigt zugleich, wie die Bewohner des kosmischen Gebildes leben und wie sie sich auf den größten Tag ihres Lebens vorbereiten.
Dass der Vorstoß der Gruppe um Rhodan sehr dringend ist, zeigt sich im Folgeroman, der ebenfalls von Uwe Anton stammt: »Warten auf Xrayn« beschreibt eine Kommandoaktion der besonderen Art, eine von jener Sorte, für die Perry Rhodan mittlerweile bekannt ist. Der charismatische Terraner ist in der Lage, Verbündete aus verschiedenen kosmischen Völkern zu rekrutieren und diese auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören.
Das alles wird von Uwe Anton ebenso fesselnd wie faszinierend dargestellt. Wer kosmische Verwicklungen mag, wird mit diesem Doppelband auf seine Kosten kommen. Und wer gerne liest, wie Perry Rhodan in Risikoeinsätze geht, wird ebenfalls sein Vergnügen haben. Davon bin ich auf jeden Fall fest überzeugt.
Nur noch wenige Tage sind es, bis ein PERRY RHODAN-Doppelband von Uwe Anton erscheint; bisher hielt ich mich sehr zurück, was den Inhalt dieser Romane angeht, um nicht mehr zu verraten als wirklich nötig ist. Denn eins ist klar: Schon die Begrifflichkeiten, die in den zwei Uwe-Anton-Romanen benutzt werden, dürften manche Leser zu Spekulationen anregen ... wer sich also gar nicht die Spannung nehmen lassen möchte, sollte dieses Logbuch ignorieren.
Wobei es Formulierungen in diesem Roman gibt, die zwar wichtig sind, im ersten Moment aber eher verwirren dürften: Was ist beispielsweise unter »Ge-ta-fe, drei-drei« zu verstehen, was ist mit »Drei Einzelschritte. Doppelte Schrittfolge« gemeint?
Tatsache ist, dass Perry Rhodan wieder einmal in einen ganz besonderen Einsatz gehen muss; in seiner Begleitung sind unter anderem Ekatus Atimoss, der Dual, der lange Jahre für die Terminale Kolonne TRAITOR aktiv war, jetzt aber auf Seiten der Terraner steht. Dieser Einsatz Rhodans führt in einen Bereich der Galaxis Tare-Scharm, in dem es die Terraner sehr schwer haben – sie müssen ins Innere der Proto-Negasphäre, wo mittlerweile Bedingungen herrschen, die gewöhnliches Leben beeinträchtigen.
Ein seltsames Gebilde schwebt dort im Leerraum, das von den TRAITOR-Angehörigen als die »Negane Stadt« bezeichnet wird. Diese Stadt wird seit langer Zeit von einem Beamtenkorps verwaltet, das seinesgleichen sucht und das seine gesamte Existenz nur auf einen einzigen Augenblick ausgerichtet hat: auf das Erscheinen des Chaotarchen Xrayn, der von der Neganen Stadt aus die Verwandlung der Galaxis Tare-Scharm in eine Negasphäre einleiten soll.
Mit seinem Roman »Die Negane Stadt«, der als PERRY RHODAN-Band 2446 erscheint, führt Uwe Anton in das Geschehen ein. Er schildert den Vorstoß von Rhodan und seinen Begleitern, und er zeigt zugleich, wie die Bewohner des kosmischen Gebildes leben und wie sie sich auf den größten Tag ihres Lebens vorbereiten.
Dass der Vorstoß der Gruppe um Rhodan sehr dringend ist, zeigt sich im Folgeroman, der ebenfalls von Uwe Anton stammt: »Warten auf Xrayn« beschreibt eine Kommandoaktion der besonderen Art, eine von jener Sorte, für die Perry Rhodan mittlerweile bekannt ist. Der charismatische Terraner ist in der Lage, Verbündete aus verschiedenen kosmischen Völkern zu rekrutieren und diese auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören.
Das alles wird von Uwe Anton ebenso fesselnd wie faszinierend dargestellt. Wer kosmische Verwicklungen mag, wird mit diesem Doppelband auf seine Kosten kommen. Und wer gerne liest, wie Perry Rhodan in Risikoeinsätze geht, wird ebenfalls sein Vergnügen haben. Davon bin ich auf jeden Fall fest überzeugt.
26 Juni 2008
Zu Besuch auf dem ColoniaCon 18
Ein Logbuch der Redaktion
Der Besuch des ColoniaCons in der Domstadt Köln gehört für mich schon seit vielen Jahren zum »Jahresrhythmus«. Kein Wunder, dass ich auch am Samstag, 21. Juni, nach Köln fuhr – in diesem Jahr allerdings nur für einen »Tagesausflug« und nicht für das ganze Wochenende.
Rund 250 Besucher hatten sich im Jugendpark in Köln-Deutz eingefunden; in diesem schon traditionsreichen Gebäude fanden seit anfang der 80er Jahre praktisch alle ColoniaCons statt, und für mich war es zeitweise fast eine zweite Heimat. Vielen Besuchern schien es in diesem Jahr ähnlich zu gehen: Die meisten waren nicht zum ersten Mal hier und nutzten die Gelegenheit, sich mit alten Freunden und Bekannten zu treffen.
Für mich war ein wichtiger Punkt bei diesem Conbesuch, mit anwesenden Autoren zu sprechen, aber auch die neuesten Fan-Publikationen unter die Lupe zu nehmen. Sowohl der wunderschöne K.-H.-Scheer-Band des Terranischen Clubs Eden als auch das Con-Buch zum ColoniaCon zeigten, wie weit sich die Fan-Szene in den letzten Jahren entwickelt hat: Solche Publikationen können es mit professionellen Büchern aufnehmen und machen einen ausgesprochen guten Eindruck – sehr schön!
Ich unterhielt mich mit der französischen Delegation über die Situation von PERRY RHODAN in Frankreich, und ich diskutierte lang mit Uschi Zietsch über die weiteren Arbeiten an der »Elfenzeit«-Serie, an der wir derzeit gemeinsam arbeiten. Kollegen aus anderen Verlagen waren da, mit denen ich Informationen austauschte, und zwischendurch stand ich immerhin mal für zehn Minuten an der Theke, um eine Cola zu trinken und fachzusimpeln.
Der erste Programmpunkt, an dem ich teilnahm, sollte sich mit den »Randwelten« von PERRY RHODAN beschäftigen; ich war der Moderator. Mit Rainer Castor plauderte ich auf der Bühne über die weiteren Fortschritte bei der ATLAN-Buchreihe, in der jetzt der »Akonen-Zyklus« angebrochen ist. Achim Mehnert und der aus der Schweiz stammende Marc A. Herren sprachen über PERRY RHODAN-Action und den Spaß sowie die Schwierigkeit, mit der Figur Perry Rhodan selbst umzugehen. Und Werner Fuchs von Fantasy Productions berichtete über die aktuelle Entwicklung bei den ATLAN-Taschenbüchern.
Ein Programmpunkt, den ich als sehr intensiv empfand, war eine Ehrung für Ernst Vlcek. Der Wiener Autor, der eigentlich als Gast auf dem ColoniaCon sein wollte, war unlängst verstorben; der Programmpunkt, der ihn als Zentrum hatte, fand unter der Leitung von Uschi Zietsch trotzdem statt. Dabei wurde auch der abschließende Band seiner »Sternensaga« präsentiert, der im Fabylon-Verlag erscheint und das letzte Werk ist, das Ernst vor seinem Tod noch verfassen konnte.
Danach musste ich erneut auf die Bühne. Unter der Moderation von Rüdiger Schäfer sprachen Rainer Castor, Uwe Anton, Wim Vandemaan und ich über die aktuelle Situation bei der PERRY RHODAN-Serie. Wie es sich gehört, verrieten wir nur wenig über die künftige Handlung, auch wenn eine Reihe von Fans sehr gründlich daran arbeitete, uns mit ihren Fragen weitere Informationen zu entlocken. Mir gefiel das Frage-und-Antwort-Spiel, und ich hatte das Gefühl, dass die Fans ebenfalls ihren Spaß hatten.
Den Programmpunkt über die PERRY-Comics ließ ich sausen, weil ich mit Wim Vandemaan über den nächsten Taschenbuch-Zyklus »Das rote Imperium« sprach. Erst danach kamen wir wieder zum Congelände zurück, wo mittlerweile der gemütliche Teil begonnen hatte. Hinter dem Jugendpark war die Grillstelle eröffnet worden: Die Besucher saßen da, tranken Bier, aßen Würste und Steaks und unterhielten sich sehr angeregt.
Ein gelungener Ausgang für einen Con-Tag, wie ich fand, und so saß ich auch noch eine Weile herum und sprach unter anderem mit Kai Hirdt von der Alligator-Farm, der mir die aktuelle Situation bei den PERRY-Comics schilderte. Gegen 22 Uhr verließ ich den Con und machte mich auf den Heimweg – mir hat es mal wieder richtig gut gefallen.
Der Besuch des ColoniaCons in der Domstadt Köln gehört für mich schon seit vielen Jahren zum »Jahresrhythmus«. Kein Wunder, dass ich auch am Samstag, 21. Juni, nach Köln fuhr – in diesem Jahr allerdings nur für einen »Tagesausflug« und nicht für das ganze Wochenende.
Rund 250 Besucher hatten sich im Jugendpark in Köln-Deutz eingefunden; in diesem schon traditionsreichen Gebäude fanden seit anfang der 80er Jahre praktisch alle ColoniaCons statt, und für mich war es zeitweise fast eine zweite Heimat. Vielen Besuchern schien es in diesem Jahr ähnlich zu gehen: Die meisten waren nicht zum ersten Mal hier und nutzten die Gelegenheit, sich mit alten Freunden und Bekannten zu treffen.
Für mich war ein wichtiger Punkt bei diesem Conbesuch, mit anwesenden Autoren zu sprechen, aber auch die neuesten Fan-Publikationen unter die Lupe zu nehmen. Sowohl der wunderschöne K.-H.-Scheer-Band des Terranischen Clubs Eden als auch das Con-Buch zum ColoniaCon zeigten, wie weit sich die Fan-Szene in den letzten Jahren entwickelt hat: Solche Publikationen können es mit professionellen Büchern aufnehmen und machen einen ausgesprochen guten Eindruck – sehr schön!
Ich unterhielt mich mit der französischen Delegation über die Situation von PERRY RHODAN in Frankreich, und ich diskutierte lang mit Uschi Zietsch über die weiteren Arbeiten an der »Elfenzeit«-Serie, an der wir derzeit gemeinsam arbeiten. Kollegen aus anderen Verlagen waren da, mit denen ich Informationen austauschte, und zwischendurch stand ich immerhin mal für zehn Minuten an der Theke, um eine Cola zu trinken und fachzusimpeln.
Der erste Programmpunkt, an dem ich teilnahm, sollte sich mit den »Randwelten« von PERRY RHODAN beschäftigen; ich war der Moderator. Mit Rainer Castor plauderte ich auf der Bühne über die weiteren Fortschritte bei der ATLAN-Buchreihe, in der jetzt der »Akonen-Zyklus« angebrochen ist. Achim Mehnert und der aus der Schweiz stammende Marc A. Herren sprachen über PERRY RHODAN-Action und den Spaß sowie die Schwierigkeit, mit der Figur Perry Rhodan selbst umzugehen. Und Werner Fuchs von Fantasy Productions berichtete über die aktuelle Entwicklung bei den ATLAN-Taschenbüchern.
Ein Programmpunkt, den ich als sehr intensiv empfand, war eine Ehrung für Ernst Vlcek. Der Wiener Autor, der eigentlich als Gast auf dem ColoniaCon sein wollte, war unlängst verstorben; der Programmpunkt, der ihn als Zentrum hatte, fand unter der Leitung von Uschi Zietsch trotzdem statt. Dabei wurde auch der abschließende Band seiner »Sternensaga« präsentiert, der im Fabylon-Verlag erscheint und das letzte Werk ist, das Ernst vor seinem Tod noch verfassen konnte.
Danach musste ich erneut auf die Bühne. Unter der Moderation von Rüdiger Schäfer sprachen Rainer Castor, Uwe Anton, Wim Vandemaan und ich über die aktuelle Situation bei der PERRY RHODAN-Serie. Wie es sich gehört, verrieten wir nur wenig über die künftige Handlung, auch wenn eine Reihe von Fans sehr gründlich daran arbeitete, uns mit ihren Fragen weitere Informationen zu entlocken. Mir gefiel das Frage-und-Antwort-Spiel, und ich hatte das Gefühl, dass die Fans ebenfalls ihren Spaß hatten.
Den Programmpunkt über die PERRY-Comics ließ ich sausen, weil ich mit Wim Vandemaan über den nächsten Taschenbuch-Zyklus »Das rote Imperium« sprach. Erst danach kamen wir wieder zum Congelände zurück, wo mittlerweile der gemütliche Teil begonnen hatte. Hinter dem Jugendpark war die Grillstelle eröffnet worden: Die Besucher saßen da, tranken Bier, aßen Würste und Steaks und unterhielten sich sehr angeregt.
Ein gelungener Ausgang für einen Con-Tag, wie ich fand, und so saß ich auch noch eine Weile herum und sprach unter anderem mit Kai Hirdt von der Alligator-Farm, der mir die aktuelle Situation bei den PERRY-Comics schilderte. Gegen 22 Uhr verließ ich den Con und machte mich auf den Heimweg – mir hat es mal wieder richtig gut gefallen.
24 Juni 2008
»Myth Of The Illochim« ist erschienen

Die englischsprachige Version des PERRY RHODAN-Computerspiels ist auf dem Markt
Bereits am 16. Mai 2008 kam die englischsprachige Version des Adventure-Games zur PERRY RHODAN-Serie auf den Markt. Unter dem Untertitel »Myth Of The Illochim« und dem übergreifenden Titel RHODAN (tatsächlich ohne Vorname ...) wird das Spiel somit auch Interessierten angeboten, die noch keinerlei PERRY RHODAN-Vorkenntnisse besitzen.
Über die englischsprachige Deep-Silver-Seite gibt es auch die Möglichkeit, das Spiel zu bestellen. Falls jemand mal ein Geschenk der besonderen Art sucht ...
Auf der Homepage, die von Braingame speziell für das Spiel eingerichtet wurde, gibt es seit längerem einen schicken englischsprachigen Bereich. Unter anderem ist hier eine sehr gelungene Zusammenfassung des Spiels in englischer Sprache zu finden.
Ein Blick auf Atlans Vergangenheit

Der zweite Sonderband der »Jahrmillionen-Chronik« ist erschienen
Die »Jahrmillionen-Chronik« ist eines der Projekte des SF-Clubs Universum, die schon seit Jahren verfolgt werden: In der »JMC«, so die Abkürzung, wird die Geschichte des PERRY RHODAN-Universums dargestellt – allerdings nicht in der Reihenfolge, in der die Romane erschienen sind, sondern in der Reihenfolge der Chronologie.
Verantwortlich für das ambitionierte Werk ist der PERRY RHODAN- und ATLAN-Experte Heiko Langhans, der seit Jahren an diesem Projekt arbeitet. Die »JMC« liefert so eine zyklenzusammehängende Übersicht über Ereignisse und Episoden aus dem Perryversum, wie man sie sonst nirgends finden kann. Heiko Langhans bezieht sich dabei auf die veröffentlichten Daten des Perryversums, wobei er sowohl Hefte und Taschenbücher berücksichtigt als auch teilweise Kurzgeschichten einarbeitet.
Mit dem Sonderband 2 liegt jetzt ein umfangreiches Werk vor, das sich mit der Vergangenheit des Kristallprinzen Atlan beschäftigt. Der Untertitel des Sonderbandes lautet »Larsaf III und Traversan«, und er umfasst den Zeitraum von 8020 v. Chr. bis zum 19. Juni 1971, also vom Tod des Tyrannen Orbanaschols III. bis zum Start der STARDUST.
Zitat aus der Club-Information:
»Behandelt wird in wesentlichen Abschnitten Atlans Leben und Wirken in sämtlichen Rückblenden und Nacherzählungen aus mittlerweile mehr als 3800 Texten. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf zwei Handlungsorten, nämlich dem Großen Imperium von Arkon einschließlich des eher unbedeutenden Rebellenplaneten Traversan sowie auf der verwüsteten Kolonie Larsaf III, auch als Erde oder Terra bekannt.
Es geht also um Atlans Abenteuer als Raumadmiral in Arkons Flotte, als Einsamer der Zeit auf der Erde und seine Erlebnisse auf Traversan im Jahr 5772 v. Chr. und danach.«
Hinzu kommen diverse Daten, etwa zu den arkonidischen Imperatoren oder zu historischen Persönlichkeiten der Erde. Alles in allem lesbar, informativ und unverzichtbar für den Fan, der sich intensiv mit der Serie auseinandersetzen mag.
Der Sonderband ist als Paperback mit 358 Seiten erschienen; die Klebebindung und das saubere Layout verleihen dem Werk einen professionellen Charakter. Der Sonderband kostet elf Euro und kann nur direkt beim SFC Universum erstanden werden.
13 Juni 2008
Am Vorabend der Finalen Schlacht
Ein Logbuch der Redaktion
Zeitreisen gab es in der PERRY RHODAN-Serie schon häufig, gleich bei den Romanen um das Galaktische Rätsel der Superintelligenz ES spielt die Zeit eine große Rolle. Eine so »weite« Reise durch die Zeit, wie sie Perry Rhodan und die Besatzung der JULES VERNE seit Band 2400 unternehmen, wurde von den Autoren aber noch nie geschildert: Rund zwanzig Millionen Jahre in der Vergangenheit werden die Menschen an Bord des Hantelraumschiffes zu Zeugen großer kosmischer Ereignisse, galaxienweiter Umwälzungen und zahlloser »kleiner« Tragödien.
Dies alles steuert auf einen Höhepunkt zu, bei dem zwei Schriftsteller zeigen, wie sich manche Wesen in einer angespannten Situation verhalten. Sowohl bei Michael Marcus Thurner als auch bei Horst Hoffmann steht Perry Rhodan selbst im Zentrum des Geschehens, in beiden Romanen geht es um die Vorbereitung einer riesigen Auseinandersetzung, vor deren Hintergrund sich persönliche Dramen abspielen.
Band 2444 mit dem Titel »Vor der Finalen Schlacht« weist schon auf das Thema hin: In der Galaxis Tare-Scharm und in ihrem Umfeld rüsten sich die Völker zu einer Raumschlacht, wie sie der betreffende Sektor des Universums schon lange nicht mehr gesehen hat. Michael Marcus Thurner schildert in seinem Roman, wie eine Welt untergeht und sich eine »Flotte der Feiglinge« formiert.
In diesem Roman stellt der Autor darüber hinaus einen Gesandten der Superintelligenz ARCHETIM vor, und er zeigt die internen Konflikte eines kleinen Volkes. Die Menschen an Bord der JULES VERNE erhalten »ganz nebenbei« wichtige Hinweise auf ein kosmisches Geheimnis, das in der Vergangenheit vor zwanzig Millionen Jahren seinen Anfang nimmt und bis in die Handlungsgegenwart wirkt ...
Auch in Horst Hoffmanns PR-Roman »Geschöpf des Chaos« wird die bevorstehende Schlacht thematisiert; Schwerpunkt des Romans mit der Band-Nummer 2445 ist aber ein besonderes Lebewesen und sein persönlicher Werdegang. Mit einer Lebensgeschichte ist hier nicht unbedingt zu rechnen, eher mit einer Entwicklung innerhalb eines Romans. Auch Mondra Diamond erhält eine wichtige Rolle – die Lebensgefährtin Perry Rhodans greift zur Eigeninitiative ...
Soweit dieser kurze Ausblick. Mit den nächsten Bänden – so viel kann ich versprechen – spitzt sich die Lage in Tare-Scharm immer weiter zu, für Spannung ist meiner Ansicht nach reichlich gesorgt.
Zeitreisen gab es in der PERRY RHODAN-Serie schon häufig, gleich bei den Romanen um das Galaktische Rätsel der Superintelligenz ES spielt die Zeit eine große Rolle. Eine so »weite« Reise durch die Zeit, wie sie Perry Rhodan und die Besatzung der JULES VERNE seit Band 2400 unternehmen, wurde von den Autoren aber noch nie geschildert: Rund zwanzig Millionen Jahre in der Vergangenheit werden die Menschen an Bord des Hantelraumschiffes zu Zeugen großer kosmischer Ereignisse, galaxienweiter Umwälzungen und zahlloser »kleiner« Tragödien.
Dies alles steuert auf einen Höhepunkt zu, bei dem zwei Schriftsteller zeigen, wie sich manche Wesen in einer angespannten Situation verhalten. Sowohl bei Michael Marcus Thurner als auch bei Horst Hoffmann steht Perry Rhodan selbst im Zentrum des Geschehens, in beiden Romanen geht es um die Vorbereitung einer riesigen Auseinandersetzung, vor deren Hintergrund sich persönliche Dramen abspielen.
Band 2444 mit dem Titel »Vor der Finalen Schlacht« weist schon auf das Thema hin: In der Galaxis Tare-Scharm und in ihrem Umfeld rüsten sich die Völker zu einer Raumschlacht, wie sie der betreffende Sektor des Universums schon lange nicht mehr gesehen hat. Michael Marcus Thurner schildert in seinem Roman, wie eine Welt untergeht und sich eine »Flotte der Feiglinge« formiert.
In diesem Roman stellt der Autor darüber hinaus einen Gesandten der Superintelligenz ARCHETIM vor, und er zeigt die internen Konflikte eines kleinen Volkes. Die Menschen an Bord der JULES VERNE erhalten »ganz nebenbei« wichtige Hinweise auf ein kosmisches Geheimnis, das in der Vergangenheit vor zwanzig Millionen Jahren seinen Anfang nimmt und bis in die Handlungsgegenwart wirkt ...
Auch in Horst Hoffmanns PR-Roman »Geschöpf des Chaos« wird die bevorstehende Schlacht thematisiert; Schwerpunkt des Romans mit der Band-Nummer 2445 ist aber ein besonderes Lebewesen und sein persönlicher Werdegang. Mit einer Lebensgeschichte ist hier nicht unbedingt zu rechnen, eher mit einer Entwicklung innerhalb eines Romans. Auch Mondra Diamond erhält eine wichtige Rolle – die Lebensgefährtin Perry Rhodans greift zur Eigeninitiative ...
Soweit dieser kurze Ausblick. Mit den nächsten Bänden – so viel kann ich versprechen – spitzt sich die Lage in Tare-Scharm immer weiter zu, für Spannung ist meiner Ansicht nach reichlich gesorgt.
12 Juni 2008
Ein Blick auf die »alte« ATLAN-Serie
Ein Logbuch der Redaktion
Ich weiß noch, wie bestürzt ich im Januar 1988 war, als die klassische ATLAN-Heftromanserie eingestellt wurde. Rund zehn Jahre lang hatte ich die Abenteuer des Arkoniden verfolgt, war ich mit Atlan zusammen durch die Vergangenheit des Arkon-Imperiums, über den Dimensionsfahrstuhl Pthor und durch ferne Galaxien gezogen – und auf einmal war die Luft raus, stellte der Verlag die Serie ein. Erst Jahre später, als ich als Redakteur mitbekam, wie man in einem Zeitschriftenverlag kalkuliert und arbeitet, war mir klar, dass die Einstellung unumgänglich war: Die Verkaufszahlen hatten sich permanent nach unten bewegt, und in einer Phase, in der zahlreiche Heftromanserien eingestellt wurden, ließ sich auch ATLAN nicht mehr am Markt halten.
Das ist jetzt zwanzig Jahre her, und dem SFC Universum ist es zu verdanken, dass ich mich erneut mit der klassischen ATLAN-Serie beschäftigte. Der aktive Club hat nämlich zwei neue Bände in der »Zeitraffer«-Reihe aufgelegt, die sich mit den letzten Jahren der Serie auseinandersetzen: Sachkundig fasst Michael Thiesen die Romane zusammen und liefert ausgefeilte Inhaltsangaben, hinzu kommen Listen, Zeichnungen und detaillierte Übersichten. Da wird für mich tatsächlich noch einmal die Seriengeschichte lebendig.
Schaue ich mir beispielsweise den siebten »Zeitraffer« an, der die Romane 675 bis 750 präsentiert, kommt mir wieder die alte Begeisterung in den Sinn: Atlan ist in diesen Romanen allein im »Hexenkessel Alkordoom«, der Arkonide also wieder in einer fremden Welt, in der er ums Überleben kämpfen und vor allem nach einem Weg suchen muss, sich Informationen zu beschaffen. Er ist im Auftrag der Kosmokraten unterwegs, ohne diesen Auftrag so richtig zu kennen, und stellt fest, dass er einen mysteriösen Gegner namens EVOLO hat. Und dieser EVOLO soll ein Produkt der Chaosmächte sein, das sogar die Existenz der Kosmokraten bedrohen könnte ...
Für den Arkoniden der Romanserie mochte das vielleicht eine Nummer zu groß sein, mir gefiel es – vor allem deshalb, weil man davon im eigentlichen Roman nicht sehr viel merkte. Atlan schlägt sich mit Ganoven herum, wird gejagt und versteckt sich – und trifft irgendwann auf die sogenannten Celester. Diese entpuppen sich als Terraner-Abkömmlinge der besonderen Art, und Atlans neues Abenteuer kann beginnen.
Der siebte »ATLAN-Zeitraffer« ruft diese Geschehnisse noch einmal in Erinnerung – ein schöner Rückblick, der auch als Nachschlagewerk überzeugt. Es handelt sich übrigens um ein Paperback in sauberer Gestaltung; die 140 Seiten kosten 6,50 Euro.
Ähnliches gilt für den achten Band der »ATLAN-Zeitraffer«, der die ATLAN-Romane 751 bis 850 abdeckt. Nach wie vor spielt das unheimliche Wesen EVOLO eine wichtige Rolle in der Handlung, nach wie vor ist Atlan auf wenige Helfer in fremden Galaxien angewiesen. Mit den Hyptons tauchen zudem »alte Bekannte« aus der PERRY RHODAN-Serie auf, die zum Konzil der Sieben gehört haben.
Es gab in dieser ATLAN-Phase fantasievolle und spannende Romane, das Konzept war allerdings nicht für jeden Leser nachvollziehbar – auch ich warf vor Ende des Zyklus das Handtuch. Mit Band 850 wurde die »alte« ATLAN-Serie eingestellt, und es sollte ein Jahrzehnt dauern, bis neue ATLAN-Romane erschienen.
Ich finde es richtig klasse, dass ich jetzt mit Hilfe der »ATLAN-Zeitraffer« dieser Heftroman-Zeit gewissermaßen nachspüren kann, und kann das Engagement des SFC Universum nicht genug loben. Wer sich für den Arkoniden und seine Abenteuer interessiert, findet in den Bänden auf jeden Fall unglaublich viel Material.
Band 8 der »ATLAN-Zeitraffer« fasst mehr Romane zusammen und ist mit 244 Seiten deutlich dicker. Der Preis ist mit 7,50 Euro auch höher angesetzt. Beide Bände können auf der Homepage des SFC Universum bestellt werden – dort gibt es im übrigen weitere interessante Dinge für engagierte und interessierte PERRY RHODAN- und natürlich ATLAN-Leser ...
Ich weiß noch, wie bestürzt ich im Januar 1988 war, als die klassische ATLAN-Heftromanserie eingestellt wurde. Rund zehn Jahre lang hatte ich die Abenteuer des Arkoniden verfolgt, war ich mit Atlan zusammen durch die Vergangenheit des Arkon-Imperiums, über den Dimensionsfahrstuhl Pthor und durch ferne Galaxien gezogen – und auf einmal war die Luft raus, stellte der Verlag die Serie ein. Erst Jahre später, als ich als Redakteur mitbekam, wie man in einem Zeitschriftenverlag kalkuliert und arbeitet, war mir klar, dass die Einstellung unumgänglich war: Die Verkaufszahlen hatten sich permanent nach unten bewegt, und in einer Phase, in der zahlreiche Heftromanserien eingestellt wurden, ließ sich auch ATLAN nicht mehr am Markt halten.
Das ist jetzt zwanzig Jahre her, und dem SFC Universum ist es zu verdanken, dass ich mich erneut mit der klassischen ATLAN-Serie beschäftigte. Der aktive Club hat nämlich zwei neue Bände in der »Zeitraffer«-Reihe aufgelegt, die sich mit den letzten Jahren der Serie auseinandersetzen: Sachkundig fasst Michael Thiesen die Romane zusammen und liefert ausgefeilte Inhaltsangaben, hinzu kommen Listen, Zeichnungen und detaillierte Übersichten. Da wird für mich tatsächlich noch einmal die Seriengeschichte lebendig.
Schaue ich mir beispielsweise den siebten »Zeitraffer« an, der die Romane 675 bis 750 präsentiert, kommt mir wieder die alte Begeisterung in den Sinn: Atlan ist in diesen Romanen allein im »Hexenkessel Alkordoom«, der Arkonide also wieder in einer fremden Welt, in der er ums Überleben kämpfen und vor allem nach einem Weg suchen muss, sich Informationen zu beschaffen. Er ist im Auftrag der Kosmokraten unterwegs, ohne diesen Auftrag so richtig zu kennen, und stellt fest, dass er einen mysteriösen Gegner namens EVOLO hat. Und dieser EVOLO soll ein Produkt der Chaosmächte sein, das sogar die Existenz der Kosmokraten bedrohen könnte ...
Für den Arkoniden der Romanserie mochte das vielleicht eine Nummer zu groß sein, mir gefiel es – vor allem deshalb, weil man davon im eigentlichen Roman nicht sehr viel merkte. Atlan schlägt sich mit Ganoven herum, wird gejagt und versteckt sich – und trifft irgendwann auf die sogenannten Celester. Diese entpuppen sich als Terraner-Abkömmlinge der besonderen Art, und Atlans neues Abenteuer kann beginnen.
Der siebte »ATLAN-Zeitraffer« ruft diese Geschehnisse noch einmal in Erinnerung – ein schöner Rückblick, der auch als Nachschlagewerk überzeugt. Es handelt sich übrigens um ein Paperback in sauberer Gestaltung; die 140 Seiten kosten 6,50 Euro.
Ähnliches gilt für den achten Band der »ATLAN-Zeitraffer«, der die ATLAN-Romane 751 bis 850 abdeckt. Nach wie vor spielt das unheimliche Wesen EVOLO eine wichtige Rolle in der Handlung, nach wie vor ist Atlan auf wenige Helfer in fremden Galaxien angewiesen. Mit den Hyptons tauchen zudem »alte Bekannte« aus der PERRY RHODAN-Serie auf, die zum Konzil der Sieben gehört haben.
Es gab in dieser ATLAN-Phase fantasievolle und spannende Romane, das Konzept war allerdings nicht für jeden Leser nachvollziehbar – auch ich warf vor Ende des Zyklus das Handtuch. Mit Band 850 wurde die »alte« ATLAN-Serie eingestellt, und es sollte ein Jahrzehnt dauern, bis neue ATLAN-Romane erschienen.
Ich finde es richtig klasse, dass ich jetzt mit Hilfe der »ATLAN-Zeitraffer« dieser Heftroman-Zeit gewissermaßen nachspüren kann, und kann das Engagement des SFC Universum nicht genug loben. Wer sich für den Arkoniden und seine Abenteuer interessiert, findet in den Bänden auf jeden Fall unglaublich viel Material.
Band 8 der »ATLAN-Zeitraffer« fasst mehr Romane zusammen und ist mit 244 Seiten deutlich dicker. Der Preis ist mit 7,50 Euro auch höher angesetzt. Beide Bände können auf der Homepage des SFC Universum bestellt werden – dort gibt es im übrigen weitere interessante Dinge für engagierte und interessierte PERRY RHODAN- und natürlich ATLAN-Leser ...
Mit Ernst Vlcek in Hamburg
Aus der Serie «Der Redakteur erinnert sich«
Exposé-Besprechungen in den neunziger Jahren brachten manchmal größere organisatorische Anstrengungen mit sich, weil viel zu reisen war: Ernst Vlcek wohnte in Brunn, einer Kleinstadt in der Nähe von Wien, und Robert Feldhoff wohnte in Oldenburg im nördlichen Niedersachsen. Die zwei Exposé-Autoren, die den Inhalt der PERRY RHODAN-Serie bestimmten, und die Redaktion trafen sich deshalb meist in Rastatt oder in Wien, um dort den weiteren Fortgang der Handlung zu bestimmen. Im Januar 1997 wollten wir eine Ausnahme von der Regel machen – und wir bestimmten Norddeutschland als die Region, in der wir uns treffen wollten.
Im Verlauf des 17. Januar 1997 fuhr ich mit der Bahn nach Hamburg, wo ich am frühen Abend eintraf. Am Bahnhof Altona holte mich Peter Altenburg alias Karl Nagel ab. Damals hatte er noch nicht den Plan, einen PERRY RHODAN-Comic zu publizieren; seine kleine Firma Alligator-Farm war damals auch eher ein sogenanntes Ego-Projekt.
Immerhin kannten wir uns zu der Zeit schon 17 Jahre, seit wir uns auf dem legendären PERRY RHODAN-WeltCon in Mannheim im November 1980 erstmals getroffen hatten. Peter gab ab 1980 das Fanzine »Fantastrips« heraus und vermittelte Zeichner wie Dirk Geiling und Udo Linke, die ja unter anderem für ATLAN tätig waren; ich publizierte ein Heft namens »Sagittarius«, und unsere Verkaufsstände während dieses Cons lagen nebeneinander. (Aber das ist eine ganz andere Geschichte ...)
Wie es zu jener Zeit schon Tradition war, gingen wir in die »Hollywood Canteen« auf der Ottenseer Hauptstraße (oder so – in der Fußgängerzone), wo wir bei Gerichten wie einem »Eddy Cochrane Burger« oder einem »Buddy Holly Sandwich«, 50er-Jahre-Musik, Foster’s Bier und Cola sowie seltsam gekleideten Bedienungen über alles mögliche diskutierten. Es ging lang, es war abwechslungsreich, und ich war noch sehr froh, dass ich mir nachts bei Peter die PERRY RHODAN-Homepage im Internet anschauen konnte: 1997 gab es praktisch keine Hotels mit Internet-Anschluss, und an Internet-Cafés war erst gar nicht zu denken.
Am nächsten Morgen traf ich mich dann mit Ernst Vlcek. Der Exposé-Autor aus Österreich war auch am Vortag eingetroffen und hatte lange mit H.G. Francis zusammengesessen. Gemeinsam bummelten wir durch die unterirdischen Gänge, die wie ein Labyrinth den Hauptbahnhof von Hamburg mit den Nebenstraßen verbinden.
In einem dieser Gänge kam es zu einer folgenschweren Begegnung, die Ernst Vlcek noch Jahre danach in Erstaunen versetzte: Ein nicht mehr ganz junger, vor allem nicht mehr sehr fit aussehender Mann hatte eine Spritze in der Hand und rammte sie einer Frau in die Arm-Vene. Mitten im Gang, zwischen all den Leuten stehend und ohne jegliche Irritation.
Ernst Vlcek blieb stehen und wollte seinen Augen nicht trauen. (Zu jener Zeit hatte Hamburg ein wesentlich heftigeres Drogenproblem als heutzutage – das nur mal als vorsichtiger Einwand.) »Das ist ja härter als auf dem Karlsplatz«, sagte er mehrmals fassungslos.
In der Folge schauten wir uns einige Straßen des Viertels St. Georg an, Ernst sah gleich noch mal einige Junkies, die in Hauseingängen saßen, und dann fuhren wir zur Reeperbahn. Mittags um ein Uhr beeindruckte die Vergnügungsmeile kaum, und die betrunkenen Männer wirkten auch wenig ansprechend. Schön war's dafür im Schanzenviertel (auch heute noch mein liebstes Hamburger Viertel), wo wir unter anderem durch Schallplattenläden tingelten.
Tatsächlich vertrödelten wir beide den Nachmittag – allerdings redeten wir die meiste Zeit über PERRY RHODAN, wenn wir nicht gerade Sightseeing betrieben. Als wir am späten Nachmittag zum Bahnhof zurückkamen, wurden wir Zeuge, wie sich ein Junkie mitten in der Station einen Schuss setzte; zwei Polizisten standen neben ihm und schauten zu.
Ernst Vlcek hatte danach eine feste Meinung über die Hanse-Stadt: »Ganz Hamburg ist ein Karlsplatz«, sagte er und schüttelte nur noch den Kopf.
Glücklicherweise ging es später an die ernsthafte Arbeit. Wir fuhren mit der Bahn nach Altona, wo wir in Peters Wohnung andächtig vor dem Fax-Gerät standen. Fax-Gerät?
Genau, es war die Zeit, bevor man überall Internet hatte, und Robert Feldhoff schickte uns per Fax sein Arbeitspapier für die bevorstehende Exposé-Besprechung. Die schätzungsweise zwanzig Seiten brauchten recht lange, und dann saßen Ernst und ich erst einmal auf Peters Sesseln und studierten Roberts Vorschläge. Die Laune des Expokraten, nach all den Junkies einigermaßen angeknackst, verbesserte sich zusehends.
Noch besser wurde sie bei einem Abendessen in der »Hollywood Canteen«, wo es Ernst ziemlich gut gefiel, bevor wir ins Abaton-Kino fuhren. Das Kino war zu jener Zeit der Ort des Hamburger PERRY RHODAN-Stammtisches, der an diesem Abend von den Fernsehleuten des Norddeutschen Rundfunks gefilmt werden sollte. Als wir eintrafen, saß der Autor H.G. Francis bereits fröhlich im Kreis der zahlreich erschienenen Fans. Im Scheinwerferlicht der Fernsehleute gab es eine Begrüßungsrunde und einige geschauspielerte Gespräche, dann verschwanden die Journalisten.
Der Abend gehörte dem PERRY RHODAN-Stammtisch. Ernst, Hans und ich diskutierten mit den Fans über alle möglichen Themen, über den aktuellen Zyklus ebenso wie die Leserkontaktseite, die Rolle der Frau in der PERRY RHODAN-Serie oder die geplante Alster-Rundfahrt der Hamburger Fans.
Es wurde ein langer Abend, obwohl wir am nächsten Tag ja eigentlich zur Exposé-Besprechung nach Oldenburg weiterfahren mussten, und Ernst hielt es am längsten aus: Während Peter und ich mit der Straßenbahn nach Altona unterwegs waren, blieb er bis halb drei Uhr. Einer der Stammtisch-Besucher fuhr ihn abschließend ins Hotel. Peter und ich gingen mit seiner Freundin noch ein Bier trinken.
In die »Hollywood Canteen« natürlich.
Exposé-Besprechungen in den neunziger Jahren brachten manchmal größere organisatorische Anstrengungen mit sich, weil viel zu reisen war: Ernst Vlcek wohnte in Brunn, einer Kleinstadt in der Nähe von Wien, und Robert Feldhoff wohnte in Oldenburg im nördlichen Niedersachsen. Die zwei Exposé-Autoren, die den Inhalt der PERRY RHODAN-Serie bestimmten, und die Redaktion trafen sich deshalb meist in Rastatt oder in Wien, um dort den weiteren Fortgang der Handlung zu bestimmen. Im Januar 1997 wollten wir eine Ausnahme von der Regel machen – und wir bestimmten Norddeutschland als die Region, in der wir uns treffen wollten.
Im Verlauf des 17. Januar 1997 fuhr ich mit der Bahn nach Hamburg, wo ich am frühen Abend eintraf. Am Bahnhof Altona holte mich Peter Altenburg alias Karl Nagel ab. Damals hatte er noch nicht den Plan, einen PERRY RHODAN-Comic zu publizieren; seine kleine Firma Alligator-Farm war damals auch eher ein sogenanntes Ego-Projekt.
Immerhin kannten wir uns zu der Zeit schon 17 Jahre, seit wir uns auf dem legendären PERRY RHODAN-WeltCon in Mannheim im November 1980 erstmals getroffen hatten. Peter gab ab 1980 das Fanzine »Fantastrips« heraus und vermittelte Zeichner wie Dirk Geiling und Udo Linke, die ja unter anderem für ATLAN tätig waren; ich publizierte ein Heft namens »Sagittarius«, und unsere Verkaufsstände während dieses Cons lagen nebeneinander. (Aber das ist eine ganz andere Geschichte ...)
Wie es zu jener Zeit schon Tradition war, gingen wir in die »Hollywood Canteen« auf der Ottenseer Hauptstraße (oder so – in der Fußgängerzone), wo wir bei Gerichten wie einem »Eddy Cochrane Burger« oder einem »Buddy Holly Sandwich«, 50er-Jahre-Musik, Foster’s Bier und Cola sowie seltsam gekleideten Bedienungen über alles mögliche diskutierten. Es ging lang, es war abwechslungsreich, und ich war noch sehr froh, dass ich mir nachts bei Peter die PERRY RHODAN-Homepage im Internet anschauen konnte: 1997 gab es praktisch keine Hotels mit Internet-Anschluss, und an Internet-Cafés war erst gar nicht zu denken.
Am nächsten Morgen traf ich mich dann mit Ernst Vlcek. Der Exposé-Autor aus Österreich war auch am Vortag eingetroffen und hatte lange mit H.G. Francis zusammengesessen. Gemeinsam bummelten wir durch die unterirdischen Gänge, die wie ein Labyrinth den Hauptbahnhof von Hamburg mit den Nebenstraßen verbinden.
In einem dieser Gänge kam es zu einer folgenschweren Begegnung, die Ernst Vlcek noch Jahre danach in Erstaunen versetzte: Ein nicht mehr ganz junger, vor allem nicht mehr sehr fit aussehender Mann hatte eine Spritze in der Hand und rammte sie einer Frau in die Arm-Vene. Mitten im Gang, zwischen all den Leuten stehend und ohne jegliche Irritation.
Ernst Vlcek blieb stehen und wollte seinen Augen nicht trauen. (Zu jener Zeit hatte Hamburg ein wesentlich heftigeres Drogenproblem als heutzutage – das nur mal als vorsichtiger Einwand.) »Das ist ja härter als auf dem Karlsplatz«, sagte er mehrmals fassungslos.
In der Folge schauten wir uns einige Straßen des Viertels St. Georg an, Ernst sah gleich noch mal einige Junkies, die in Hauseingängen saßen, und dann fuhren wir zur Reeperbahn. Mittags um ein Uhr beeindruckte die Vergnügungsmeile kaum, und die betrunkenen Männer wirkten auch wenig ansprechend. Schön war's dafür im Schanzenviertel (auch heute noch mein liebstes Hamburger Viertel), wo wir unter anderem durch Schallplattenläden tingelten.
Tatsächlich vertrödelten wir beide den Nachmittag – allerdings redeten wir die meiste Zeit über PERRY RHODAN, wenn wir nicht gerade Sightseeing betrieben. Als wir am späten Nachmittag zum Bahnhof zurückkamen, wurden wir Zeuge, wie sich ein Junkie mitten in der Station einen Schuss setzte; zwei Polizisten standen neben ihm und schauten zu.
Ernst Vlcek hatte danach eine feste Meinung über die Hanse-Stadt: »Ganz Hamburg ist ein Karlsplatz«, sagte er und schüttelte nur noch den Kopf.
Glücklicherweise ging es später an die ernsthafte Arbeit. Wir fuhren mit der Bahn nach Altona, wo wir in Peters Wohnung andächtig vor dem Fax-Gerät standen. Fax-Gerät?
Genau, es war die Zeit, bevor man überall Internet hatte, und Robert Feldhoff schickte uns per Fax sein Arbeitspapier für die bevorstehende Exposé-Besprechung. Die schätzungsweise zwanzig Seiten brauchten recht lange, und dann saßen Ernst und ich erst einmal auf Peters Sesseln und studierten Roberts Vorschläge. Die Laune des Expokraten, nach all den Junkies einigermaßen angeknackst, verbesserte sich zusehends.
Noch besser wurde sie bei einem Abendessen in der »Hollywood Canteen«, wo es Ernst ziemlich gut gefiel, bevor wir ins Abaton-Kino fuhren. Das Kino war zu jener Zeit der Ort des Hamburger PERRY RHODAN-Stammtisches, der an diesem Abend von den Fernsehleuten des Norddeutschen Rundfunks gefilmt werden sollte. Als wir eintrafen, saß der Autor H.G. Francis bereits fröhlich im Kreis der zahlreich erschienenen Fans. Im Scheinwerferlicht der Fernsehleute gab es eine Begrüßungsrunde und einige geschauspielerte Gespräche, dann verschwanden die Journalisten.
Der Abend gehörte dem PERRY RHODAN-Stammtisch. Ernst, Hans und ich diskutierten mit den Fans über alle möglichen Themen, über den aktuellen Zyklus ebenso wie die Leserkontaktseite, die Rolle der Frau in der PERRY RHODAN-Serie oder die geplante Alster-Rundfahrt der Hamburger Fans.
Es wurde ein langer Abend, obwohl wir am nächsten Tag ja eigentlich zur Exposé-Besprechung nach Oldenburg weiterfahren mussten, und Ernst hielt es am längsten aus: Während Peter und ich mit der Straßenbahn nach Altona unterwegs waren, blieb er bis halb drei Uhr. Einer der Stammtisch-Besucher fuhr ihn abschließend ins Hotel. Peter und ich gingen mit seiner Freundin noch ein Bier trinken.
In die »Hollywood Canteen« natürlich.
Start in die zweite Zwölfer-Staffel
Ein Logbuch der Redaktion
Es war eine recht kurzfristig anberaumte Besprechung, zu der sich Christian Montillon und ich am Montag abend, 2. Juni 2008, in Karlsruhe trafen: Die Vorbereitungszeit betrug nur wenige Tage. Aber die Zeit drängte tatsächlich – denn es ging uns darum, die Weichen für eine Fortsetzung von PERRY RHODAN-Action zu stellen.
Fortsetzung? Richtig gehört. Die zweite Staffel unserer neuen Heftromanserie PERRY RHODAN-Action kommt. Grund dafür sind die vielen positiven Mails und Leserbriefe sowie die hohe Zahl der Abonnements, die von einer großen Zuversicht sprechen. Dieses Vertrauen, das viele Leser in uns setzen, wollen wir dann natürlich erfüllen. Zwar können wir um die Zeit, in der unsere Besprechung stattfand, noch gar keine hundertprozentig exakten Zahlen betrachten, aber die Hochrechnung zeigen, dass der DEMETRIA-Zyklus gut genug ankam, um einen zweiten Zyklus zu planen und an die Verkaufsstellen zu bringen.
Christian und ich trafen uns im »Kaisergarten« in Karlsruhe. Dieser Biergarten hat schon eine gewisse Tradition: Hier wurden Taschenbuch-Zyklen besprochen, die bei Heyne publiziert wurden; hier gab es Gespräche zur ELFENZEIT, zu ATLAN und zu PERRY RHODAN. In der Tat sitzt man unter den wunderschönen Bäumen sehr schön – und anfangs ließen sich Christian und ich auch nicht vom drohenden Regen beeindrucken.
Wir hatten Packen von Papier dabei, wie es sich für eine solche Besprechung gehört. Zuerst ging's darum, die bisherigen Romane Revue passieren zu lassen. Zwar sind noch nicht alle gedruckt, die Manuskripte liegen aber praktisch alle vor. Wir sprachen darüber, was gut und was weniger gut gelaufen war.
Selbstverständlich nahmen wir auch die vorliegenden Mails und Leserbriefe, die Diskussionsbeiträge im »Galaktischen Forum« auf der PERRY RHODAN-Homepage und die Beiträge auf anderen Homepages als Grundlage für unser Gespräch. Leider liegen die Ergebnisse unserer Leserumfrage noch nicht vor, die in Band 7 veröffentlicht wird; diese Ergebnisse werden wir zu beachten versuchen. Wir wollten die Umfrage erst machen, nachdem die Hälfte des Zyklus vorbei ist und die Leser einen guten Eindruck gewonnen haben – aber um rechtzeitig die Romane für die zweite Staffel zu haben, mussten wir jetzt schnell handeln.
Christian hatte erste Überlegungen dabei, die er zusammen mit Alexander Huiskes – bei PERRY RHODAN-Action verantwortlich für die Datenrecherche – erarbeitet hatte. Diese nahmen wir ebenfalls als Grundlage für unsere Arbeit. Dass ich über die Ergebnisse an dieser Stelle noch nicht so viel erzählen kann, versteht sich wohl von selbst.
Tatsache ist, dass wir einen neuen Zyklus starten werden, in dem selbstverständlich Perry Rhodan wieder eine wesentliche Rolle spielen wird. Christian wollte unbedingt eine weibliche Mutantin in der Handlung haben – ich denke, das wird auch so sein. Und ich wollte als Ausgangspunkt für die Geschichte eine ganz bestimmte Welt haben, die zwar schon seit den frühen Romanen der PERRY RHODAN-Geschichte bekannt ist, über die man als Leser aber nicht so viel weiß – zumindest für einige Romane wird sie wohl eine Rolle spielen.
Um was es in der Handlung geht, wer den ersten Roman schreibt und wer die Titelbilder macht, werde ich beizeiten verkünden. Im Moment dürfte aber eines wichtig sein: Es geht weiter, und die Exposés für PERRY RHODAN-Action stammen auch künftig von Christian Montillon.
Es war eine recht kurzfristig anberaumte Besprechung, zu der sich Christian Montillon und ich am Montag abend, 2. Juni 2008, in Karlsruhe trafen: Die Vorbereitungszeit betrug nur wenige Tage. Aber die Zeit drängte tatsächlich – denn es ging uns darum, die Weichen für eine Fortsetzung von PERRY RHODAN-Action zu stellen.
Fortsetzung? Richtig gehört. Die zweite Staffel unserer neuen Heftromanserie PERRY RHODAN-Action kommt. Grund dafür sind die vielen positiven Mails und Leserbriefe sowie die hohe Zahl der Abonnements, die von einer großen Zuversicht sprechen. Dieses Vertrauen, das viele Leser in uns setzen, wollen wir dann natürlich erfüllen. Zwar können wir um die Zeit, in der unsere Besprechung stattfand, noch gar keine hundertprozentig exakten Zahlen betrachten, aber die Hochrechnung zeigen, dass der DEMETRIA-Zyklus gut genug ankam, um einen zweiten Zyklus zu planen und an die Verkaufsstellen zu bringen.
Christian und ich trafen uns im »Kaisergarten« in Karlsruhe. Dieser Biergarten hat schon eine gewisse Tradition: Hier wurden Taschenbuch-Zyklen besprochen, die bei Heyne publiziert wurden; hier gab es Gespräche zur ELFENZEIT, zu ATLAN und zu PERRY RHODAN. In der Tat sitzt man unter den wunderschönen Bäumen sehr schön – und anfangs ließen sich Christian und ich auch nicht vom drohenden Regen beeindrucken.
Wir hatten Packen von Papier dabei, wie es sich für eine solche Besprechung gehört. Zuerst ging's darum, die bisherigen Romane Revue passieren zu lassen. Zwar sind noch nicht alle gedruckt, die Manuskripte liegen aber praktisch alle vor. Wir sprachen darüber, was gut und was weniger gut gelaufen war.
Selbstverständlich nahmen wir auch die vorliegenden Mails und Leserbriefe, die Diskussionsbeiträge im »Galaktischen Forum« auf der PERRY RHODAN-Homepage und die Beiträge auf anderen Homepages als Grundlage für unser Gespräch. Leider liegen die Ergebnisse unserer Leserumfrage noch nicht vor, die in Band 7 veröffentlicht wird; diese Ergebnisse werden wir zu beachten versuchen. Wir wollten die Umfrage erst machen, nachdem die Hälfte des Zyklus vorbei ist und die Leser einen guten Eindruck gewonnen haben – aber um rechtzeitig die Romane für die zweite Staffel zu haben, mussten wir jetzt schnell handeln.
Christian hatte erste Überlegungen dabei, die er zusammen mit Alexander Huiskes – bei PERRY RHODAN-Action verantwortlich für die Datenrecherche – erarbeitet hatte. Diese nahmen wir ebenfalls als Grundlage für unsere Arbeit. Dass ich über die Ergebnisse an dieser Stelle noch nicht so viel erzählen kann, versteht sich wohl von selbst.
Tatsache ist, dass wir einen neuen Zyklus starten werden, in dem selbstverständlich Perry Rhodan wieder eine wesentliche Rolle spielen wird. Christian wollte unbedingt eine weibliche Mutantin in der Handlung haben – ich denke, das wird auch so sein. Und ich wollte als Ausgangspunkt für die Geschichte eine ganz bestimmte Welt haben, die zwar schon seit den frühen Romanen der PERRY RHODAN-Geschichte bekannt ist, über die man als Leser aber nicht so viel weiß – zumindest für einige Romane wird sie wohl eine Rolle spielen.
Um was es in der Handlung geht, wer den ersten Roman schreibt und wer die Titelbilder macht, werde ich beizeiten verkünden. Im Moment dürfte aber eines wichtig sein: Es geht weiter, und die Exposés für PERRY RHODAN-Action stammen auch künftig von Christian Montillon.
02 Juni 2008
Veränderungen in Hangay
Ein Logbuch der Redaktion
An gleich drei Schauplätzen wird derzeit die aktuelle PERRY RHODAN-Handlung vorangetrieben: Während Perry Rhodan in der Vergangenheit der Galaxis Tare-Scharm herauszufinden versucht, wie denn vor zwanzig Millionen Jahren eine sogenannte Retroversion stattfand, sind Atlan mit der RICHARD BURTON sowie die Besatzung der SOL in der Galaxis Hangay unterwegs – und Reginald Bull sorgt durch gezielte Störmanöver in der heimatlichen Milchstraße dafür, dass die Terminale Kolonne TRAITOR mit ständigen Nadelstichen in Atem gehalten wird.
In zwei Romanen beleuchten Arndt Ellmer und Christian Montillon in den nächsten Wochen das Geschehen in Hangay: Die Galaxis, von den Chaosmächten als Hort einer Negasphäre auserkoren, steht seit langem unter Kontrolle der Terminalen Kolonne. Nun gibt es seltsame Veränderungen des Kosmos, die sich immer stärker abzeichnen und allesamt dazu beitragen, die Sterneninsel irgendwann zu einem Raum zu machen, in dem »normales Leben« nicht mehr möglich ist.
Arndt Ellmers Roman »Stützpunkt im Chaos« greift auf diese Manipulationen der Raum-Zeit-Struktur zurück. In der gesamten Galaxis scheint sich der Hyperraum zu verändern, und die Menschen an Bord der RICHARD BURTON stehen den Phänomenen hilflos gegenüber. Proto-Chaotische Zellen, seltsame Traitank-Ansammlungen und Kolonnen-MASCHINEN bewegen die Gedanken der Besatzungsmitglieder.
Mit einer kleinen Mannschaft fliegt der Hyperphysiker Dr. Stunn Browne, einer der »Helden« des Romans los, um mehr über die neuen Gegebenheiten herauszufinden. Ein Offizier wird damit beauftragt, ihn zu begleiten: Leutnant Boba Chomper entpuppt sich als ungewöhnlicher Mann mit Fähigkeiten, die auch einen Physiker zum Staunen bringen können.
Der PERRY RHODAN-Roman 2442 zeigt eine Gruppe von Terranern in einem ganz besonderen Einsatz: Selten zuvor haben Terraner mehr über die Terminale Kolonne herausgefunden. Dass der Auftrag nicht ohne Probleme abläuft, ist fast schon zu erwarten.
Mit Christian Montillons PERRY RHODAN-Band 2443 wird das Geschehen in Hangay fortgesetzt: Der Titel »ESCHERS Plan« macht klar, dass die geheimnisvolle Parapositronik eine wichtige Rolle spielt. Und Dr. Laurence Savoire, der sogenannte Zyklop, wird mit einem Leiden konfrontiert, das ihn fürchterlich schockiert, ihm aber gleichzeitig einen anderen »Blick« auf die Realität ermöglicht.
Letztlich lebt der Roman auch davon, dass die RICHARD BURTON und die SOL gleichermaßen in Aktion gezeigt werden: Zwei Fernraumschiffe der Terraner operieren nämlich in der fernen Galaxis Hangay, eine unglaublich kleine Truppe angesichts der Übermacht der TRAITOR-Raumflotten. Mit ESCHER allerdings verfügen die Terraner, Mom'Serimer und sonstigen Verbündeten allerdings über ein Werkzeug, mit dem sicher niemand von der Gegenseite rechnen kann ...
An gleich drei Schauplätzen wird derzeit die aktuelle PERRY RHODAN-Handlung vorangetrieben: Während Perry Rhodan in der Vergangenheit der Galaxis Tare-Scharm herauszufinden versucht, wie denn vor zwanzig Millionen Jahren eine sogenannte Retroversion stattfand, sind Atlan mit der RICHARD BURTON sowie die Besatzung der SOL in der Galaxis Hangay unterwegs – und Reginald Bull sorgt durch gezielte Störmanöver in der heimatlichen Milchstraße dafür, dass die Terminale Kolonne TRAITOR mit ständigen Nadelstichen in Atem gehalten wird.
In zwei Romanen beleuchten Arndt Ellmer und Christian Montillon in den nächsten Wochen das Geschehen in Hangay: Die Galaxis, von den Chaosmächten als Hort einer Negasphäre auserkoren, steht seit langem unter Kontrolle der Terminalen Kolonne. Nun gibt es seltsame Veränderungen des Kosmos, die sich immer stärker abzeichnen und allesamt dazu beitragen, die Sterneninsel irgendwann zu einem Raum zu machen, in dem »normales Leben« nicht mehr möglich ist.
Arndt Ellmers Roman »Stützpunkt im Chaos« greift auf diese Manipulationen der Raum-Zeit-Struktur zurück. In der gesamten Galaxis scheint sich der Hyperraum zu verändern, und die Menschen an Bord der RICHARD BURTON stehen den Phänomenen hilflos gegenüber. Proto-Chaotische Zellen, seltsame Traitank-Ansammlungen und Kolonnen-MASCHINEN bewegen die Gedanken der Besatzungsmitglieder.
Mit einer kleinen Mannschaft fliegt der Hyperphysiker Dr. Stunn Browne, einer der »Helden« des Romans los, um mehr über die neuen Gegebenheiten herauszufinden. Ein Offizier wird damit beauftragt, ihn zu begleiten: Leutnant Boba Chomper entpuppt sich als ungewöhnlicher Mann mit Fähigkeiten, die auch einen Physiker zum Staunen bringen können.
Der PERRY RHODAN-Roman 2442 zeigt eine Gruppe von Terranern in einem ganz besonderen Einsatz: Selten zuvor haben Terraner mehr über die Terminale Kolonne herausgefunden. Dass der Auftrag nicht ohne Probleme abläuft, ist fast schon zu erwarten.
Mit Christian Montillons PERRY RHODAN-Band 2443 wird das Geschehen in Hangay fortgesetzt: Der Titel »ESCHERS Plan« macht klar, dass die geheimnisvolle Parapositronik eine wichtige Rolle spielt. Und Dr. Laurence Savoire, der sogenannte Zyklop, wird mit einem Leiden konfrontiert, das ihn fürchterlich schockiert, ihm aber gleichzeitig einen anderen »Blick« auf die Realität ermöglicht.
Letztlich lebt der Roman auch davon, dass die RICHARD BURTON und die SOL gleichermaßen in Aktion gezeigt werden: Zwei Fernraumschiffe der Terraner operieren nämlich in der fernen Galaxis Hangay, eine unglaublich kleine Truppe angesichts der Übermacht der TRAITOR-Raumflotten. Mit ESCHER allerdings verfügen die Terraner, Mom'Serimer und sonstigen Verbündeten allerdings über ein Werkzeug, mit dem sicher niemand von der Gegenseite rechnen kann ...
20 Mai 2008
Gelungene Gucky-Comics
Ein Logbuch der Redaktion
Es hat lange gedauert, aber jetzt habe ich es endlich geschafft, das aktuelle PERRY-Comic-Heft der Alligator Farm zu lesen. Die Nummer 134 – oder auch Nummer 4 der neuen Reihe – hat mir von den bisher erschienenen Heften tatsächlich am besten gefallen. Und ich glaube, das liegt daran, dass die stilistische und inhaltliche Bandbreite bei den Geschichten meinem Comic-Geschmack am nächsten kam.
Mit den PERRY-Comics verbindet mich eine alte »Liebe«. Ich erinnere mich nur schemenhaft daran, aber es muss in den frühen 70er Jahren gewesen sein, dass in unserer Nachbarschaft ein Junge zu Besuch war, der Berge von Comics dabei hatte. Darunter waren unter anderem Hefte, in denen ich erstmals den legendären »Silver Surfer« zu Gesicht bekam, aber eben auch PERRY, »Unser Mann im All«. Ich habe viel vergessen, aber ich erinnere mich noch daran, dass ich die grellen Farben irgendwie sehr exotisch fand. Das war anders als andere Bildgeschichten, die im Freundeskreis konsumiert wurden ...
Aus diesem Grund freute ich mich schon vor Jahren, als Karl Nagel und die Alligator Farm auf die Idee kamen, PERRY neu zu machen: einen Comic ganz im Geist der alten Zeit, also konsequent auf die frühen 70er Jahre ausgerichtet. Folgerichtig übernahm man auch die alte Nummerierung, um die Anbindung an diese Zeit klarzustellen.
Das vierte Heft der neuen Reihe liegt nun vor, mit 68 Seiten ist es sehr umfangreich geworden. Auf den durchgehend farbigen Seiten gibt es eine Hauptgeschichte mit Perry Rhodan selbst in der Hauptrolle, die Fortsetzungsgeschichte also, dazu kommen kleinere Geschichten mit dem Doppelkopfmutanten Iwan Iwanowitsch Goratschin sowie dem Mausbiber Gucky. Unterschiedliche Zeichner und Texter sind für die Inhalte verantwortlich, so dass der Eindruck einer kunterbunten Comic-Anthologie entsteht.
In der Hauptgeschichte, die unter dem Titel »Waschtag« steht, geht es um eine fiese Drangwäsche des Haluters Icho Tolot: Der Haluter zerlegt einen halben Planeten ... Viel zu Bruch geht in der Geschichte »Goratschins Garten«, die den »Zünder« ins Zentrum der Geschichte stellt; bei diesen Comics zeigt sich der satirische Zug, den die Alligator Farm allen Comics ihres Heftes verleiht, besonders deutlich.
Die Gucky-Comics sind thematisch gemischt: Der Untergang des Planeten Tramp ist eine eigentlich tragische Geschichte, die Gucky aber als ernsthaften Helden zeigt; während »Gefangen im Pseudoraum« im Farbenrausch der 70er Jahre schwelgt oder »Gucky, Held des Tages« so aussieht wie viele andere Comics des bekannten Zeichners Stephan Hagenow: Hagenow ist begabt, seine Zeichnungen finden sich in zahlreichen Heften und Büchern, und ich freue mich, dass er auch etwas zu PERRY beisteuert, aber sein Gucky gefällt mir persönlich nicht so gut.
Wer damit nichts anfangen kann, wird mit klassischen Funny-Comics mit Gucky als Helden bedient; das war dann eher was für mich. Insgesamt eben eine bunte Mischung, die gar nicht jedem Leser gefallen will – eine richtige Entscheidung der Comic-Mannschaft aus Hamburg.
Neben den Comics sind auch eine sogenannte Star-Galerie, eine Risszeichnung sowie weitere redaktionelle Informationen enthalten. Alles unterhaltsam und schön präsentiert; damit entsteht ein Magazin-Charakter, den ich so schon lange nicht mehr gesehen habe. Die neue Mannschaft um Kai Hirdt, die jetzt das Ruder bei der Alligator Farm übernommen und mit dem NEMO-Award gleich auch einen Comic-Preis gewonnen hat, startet damit richtig gut durch – sehr schön!
Ich kann mein Lob nur wiederholen: Der PERRY-Comic macht Laune, er zeigt Facetten des Perryversums, die wir so bislang nicht kannten, und das Heft ist eine tolle Wundertüten-Packung voller Überraschungen. Mein Tipp für alle PR-Fans! Gibt's für 4,95 Euro in jedem Comic-Fachgeschäft oder eben im Versand.
Es hat lange gedauert, aber jetzt habe ich es endlich geschafft, das aktuelle PERRY-Comic-Heft der Alligator Farm zu lesen. Die Nummer 134 – oder auch Nummer 4 der neuen Reihe – hat mir von den bisher erschienenen Heften tatsächlich am besten gefallen. Und ich glaube, das liegt daran, dass die stilistische und inhaltliche Bandbreite bei den Geschichten meinem Comic-Geschmack am nächsten kam.
Mit den PERRY-Comics verbindet mich eine alte »Liebe«. Ich erinnere mich nur schemenhaft daran, aber es muss in den frühen 70er Jahren gewesen sein, dass in unserer Nachbarschaft ein Junge zu Besuch war, der Berge von Comics dabei hatte. Darunter waren unter anderem Hefte, in denen ich erstmals den legendären »Silver Surfer« zu Gesicht bekam, aber eben auch PERRY, »Unser Mann im All«. Ich habe viel vergessen, aber ich erinnere mich noch daran, dass ich die grellen Farben irgendwie sehr exotisch fand. Das war anders als andere Bildgeschichten, die im Freundeskreis konsumiert wurden ...
Aus diesem Grund freute ich mich schon vor Jahren, als Karl Nagel und die Alligator Farm auf die Idee kamen, PERRY neu zu machen: einen Comic ganz im Geist der alten Zeit, also konsequent auf die frühen 70er Jahre ausgerichtet. Folgerichtig übernahm man auch die alte Nummerierung, um die Anbindung an diese Zeit klarzustellen.
Das vierte Heft der neuen Reihe liegt nun vor, mit 68 Seiten ist es sehr umfangreich geworden. Auf den durchgehend farbigen Seiten gibt es eine Hauptgeschichte mit Perry Rhodan selbst in der Hauptrolle, die Fortsetzungsgeschichte also, dazu kommen kleinere Geschichten mit dem Doppelkopfmutanten Iwan Iwanowitsch Goratschin sowie dem Mausbiber Gucky. Unterschiedliche Zeichner und Texter sind für die Inhalte verantwortlich, so dass der Eindruck einer kunterbunten Comic-Anthologie entsteht.
In der Hauptgeschichte, die unter dem Titel »Waschtag« steht, geht es um eine fiese Drangwäsche des Haluters Icho Tolot: Der Haluter zerlegt einen halben Planeten ... Viel zu Bruch geht in der Geschichte »Goratschins Garten«, die den »Zünder« ins Zentrum der Geschichte stellt; bei diesen Comics zeigt sich der satirische Zug, den die Alligator Farm allen Comics ihres Heftes verleiht, besonders deutlich.
Die Gucky-Comics sind thematisch gemischt: Der Untergang des Planeten Tramp ist eine eigentlich tragische Geschichte, die Gucky aber als ernsthaften Helden zeigt; während »Gefangen im Pseudoraum« im Farbenrausch der 70er Jahre schwelgt oder »Gucky, Held des Tages« so aussieht wie viele andere Comics des bekannten Zeichners Stephan Hagenow: Hagenow ist begabt, seine Zeichnungen finden sich in zahlreichen Heften und Büchern, und ich freue mich, dass er auch etwas zu PERRY beisteuert, aber sein Gucky gefällt mir persönlich nicht so gut.
Wer damit nichts anfangen kann, wird mit klassischen Funny-Comics mit Gucky als Helden bedient; das war dann eher was für mich. Insgesamt eben eine bunte Mischung, die gar nicht jedem Leser gefallen will – eine richtige Entscheidung der Comic-Mannschaft aus Hamburg.
Neben den Comics sind auch eine sogenannte Star-Galerie, eine Risszeichnung sowie weitere redaktionelle Informationen enthalten. Alles unterhaltsam und schön präsentiert; damit entsteht ein Magazin-Charakter, den ich so schon lange nicht mehr gesehen habe. Die neue Mannschaft um Kai Hirdt, die jetzt das Ruder bei der Alligator Farm übernommen und mit dem NEMO-Award gleich auch einen Comic-Preis gewonnen hat, startet damit richtig gut durch – sehr schön!
Ich kann mein Lob nur wiederholen: Der PERRY-Comic macht Laune, er zeigt Facetten des Perryversums, die wir so bislang nicht kannten, und das Heft ist eine tolle Wundertüten-Packung voller Überraschungen. Mein Tipp für alle PR-Fans! Gibt's für 4,95 Euro in jedem Comic-Fachgeschäft oder eben im Versand.
16 Mai 2008
Mit Blick auf Band 2500
Ein Logbuch der Redaktion
Die diesjährige Autorenkonferenz des PERRY RHODAN-Teams stand unter dem Eindruck des derzeit noch laufenden Negasphäre-Zyklus: Am Montag, 12. Mai, und Dienstag, 13. Mai 2008, saßen die Team-Autoren in Rastatt zusammen, um die wesentlichen Pflöcke für den Zyklus einzuschlagen und grundlegende Weichen für den bevorstehenden neuen Zyklus ab Band 2500 zu stellen.
Am Montagabend trafen sich die Autoren zu einem lockeren Abendessen, das noch nicht zur offiziellen Konferenz gehörte, an dem aber alle teilnahmen. Außer den Autoren war auch ich – wie eigentlich immer in den letzten Jahren – an diesem Treffen dabei. Ebenfalls anwesend: Miriam Hofheinz, die diese Gelegenheit nutzen wollte, sich persönlich von den Autoren zu verabschieden. (Richtig: Unsere Mitstreiterin für Öffentlichkeitsarbeit und die Homepage, für die elektronischen Medien und die Hörbücher und Hörspiele verlässt uns demnächst, weil sie neue Herausforderungen antreten wird. Ausführliches Logbuch zu diesem Thema folgt.)
Bei leckerem badischen Spargel wurden bereits grundsätzliche Dinge angesprochen: In kunterbunter Reihenfolge diskutierten wir über den laufenden Zyklus, über Leserkritiken und Lob, über aktuelle Filme und Romane, über wissenschaftliche Neuerungen und die Entwicklungen im Internet. Spannend und unterhaltsam wie immer – man wird sehen, was von den Diskussionen in welcher Form in die aktuellen Romane einfließen wird.
Offiziell ging es am Dienstag, 13. Mai, vormittags los. In einem Konferenzraum des nahe gelegenen Hotels saßen Autoren und Verlagsmitarbeiter zusammen. Erstmals an der Konferenz dabei war der Autor Wim Vandemaan; die Kollegen Horst Hoffmann und Arndt Ellmer hatten aus gesundheitlichen und familiären Gründen absagen müssen.
Der Morgen gehörte in erster Linie dem Rückblick: Redaktion und Marketing stellten die Aktivitäten der letzten Monate vor; die Reaktionen der Leserschaft wurden ebenso diskutiert wie die Qualität von Titelbildern oder Romanen. Insgesamt war der Eindruck aber einheitlich: Den laufenden Negasphäre-Zyklus findet das Autorenteam richtig gut, und diese positive Stimmung überträgt sich auf die Mehrheit der Leser.
Nach dem Mittagessen machten wir mit der inhaltlichen Arbeit weiter: In zwei Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Autoren mit einzelnen Aspekten der künftigen Handlung. Aus verständlichen Gründen möchte ich hier nicht ins Detail gehen. Nur so viel: Es gab eine Arbeitsgruppe, die sich eher mit einem kosmischen Thema auseinandersetzte, und eine Gruppe, die sich eher mit einem terranischen Thema beschäftigte.
Mit vielen allgemeinen Diskussionen endete der Konferenz-Tag, den ich als harmonisch und arbeitsintensiv einschätze. Beim gemeinsamen Abendessen und hinterher in der Hotelbar wurde zwar auch gefeiert, aber ebenso über Ideen und Romane gesprochen. Für Autoren ist der Tag nicht mit dem offiziellen Feierabend beendet, und das ließ sich hier wieder einmal sehr gut feststellen.
Ein Autor leistete sogar noch eine zusätzliche »Überstunde«: Hubert Haensel saß im Verlagsbüro, unterstützt von Miriam Hofheinz, und beantwortete zahlreiche Fragen, die ihm im »Galaktischen Forum« auf der PERRY RHODAN-Homepage gestellt wurden.
Die diesjährige Autorenkonferenz des PERRY RHODAN-Teams stand unter dem Eindruck des derzeit noch laufenden Negasphäre-Zyklus: Am Montag, 12. Mai, und Dienstag, 13. Mai 2008, saßen die Team-Autoren in Rastatt zusammen, um die wesentlichen Pflöcke für den Zyklus einzuschlagen und grundlegende Weichen für den bevorstehenden neuen Zyklus ab Band 2500 zu stellen.
Am Montagabend trafen sich die Autoren zu einem lockeren Abendessen, das noch nicht zur offiziellen Konferenz gehörte, an dem aber alle teilnahmen. Außer den Autoren war auch ich – wie eigentlich immer in den letzten Jahren – an diesem Treffen dabei. Ebenfalls anwesend: Miriam Hofheinz, die diese Gelegenheit nutzen wollte, sich persönlich von den Autoren zu verabschieden. (Richtig: Unsere Mitstreiterin für Öffentlichkeitsarbeit und die Homepage, für die elektronischen Medien und die Hörbücher und Hörspiele verlässt uns demnächst, weil sie neue Herausforderungen antreten wird. Ausführliches Logbuch zu diesem Thema folgt.)
Bei leckerem badischen Spargel wurden bereits grundsätzliche Dinge angesprochen: In kunterbunter Reihenfolge diskutierten wir über den laufenden Zyklus, über Leserkritiken und Lob, über aktuelle Filme und Romane, über wissenschaftliche Neuerungen und die Entwicklungen im Internet. Spannend und unterhaltsam wie immer – man wird sehen, was von den Diskussionen in welcher Form in die aktuellen Romane einfließen wird.
Offiziell ging es am Dienstag, 13. Mai, vormittags los. In einem Konferenzraum des nahe gelegenen Hotels saßen Autoren und Verlagsmitarbeiter zusammen. Erstmals an der Konferenz dabei war der Autor Wim Vandemaan; die Kollegen Horst Hoffmann und Arndt Ellmer hatten aus gesundheitlichen und familiären Gründen absagen müssen.
Der Morgen gehörte in erster Linie dem Rückblick: Redaktion und Marketing stellten die Aktivitäten der letzten Monate vor; die Reaktionen der Leserschaft wurden ebenso diskutiert wie die Qualität von Titelbildern oder Romanen. Insgesamt war der Eindruck aber einheitlich: Den laufenden Negasphäre-Zyklus findet das Autorenteam richtig gut, und diese positive Stimmung überträgt sich auf die Mehrheit der Leser.
Nach dem Mittagessen machten wir mit der inhaltlichen Arbeit weiter: In zwei Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Autoren mit einzelnen Aspekten der künftigen Handlung. Aus verständlichen Gründen möchte ich hier nicht ins Detail gehen. Nur so viel: Es gab eine Arbeitsgruppe, die sich eher mit einem kosmischen Thema auseinandersetzte, und eine Gruppe, die sich eher mit einem terranischen Thema beschäftigte.
Mit vielen allgemeinen Diskussionen endete der Konferenz-Tag, den ich als harmonisch und arbeitsintensiv einschätze. Beim gemeinsamen Abendessen und hinterher in der Hotelbar wurde zwar auch gefeiert, aber ebenso über Ideen und Romane gesprochen. Für Autoren ist der Tag nicht mit dem offiziellen Feierabend beendet, und das ließ sich hier wieder einmal sehr gut feststellen.
Ein Autor leistete sogar noch eine zusätzliche »Überstunde«: Hubert Haensel saß im Verlagsbüro, unterstützt von Miriam Hofheinz, und beantwortete zahlreiche Fragen, die ihm im »Galaktischen Forum« auf der PERRY RHODAN-Homepage gestellt wurden.
Ein Sonnentag zum Abschiednehmen
Ein Logbuch der Redaktion
Es gibt Dienstreisen, die mag ich, und es gibt Dienstreisen, die würde ich am liebsten nicht unternehmen. Eine solche stand am Freitag, 9. Mai 2008, an: Es ging zur Trauerfeier für Ernst Vlcek nach Brunn in Österreich. Mit mir reiste Sabine Kropp, die als Redakteurin ebenfalls jahrelang mit dem unlängst Verstorbenen zusammengearbeitet hatte.
Per Bahn, per Flugzeug und per Taxi kamen wir in die Marktgemeinde Brunn südlich von Wien, wo ich Ernst Vlcek und seine Familie in den neunziger Jahren zweimal besucht hatte. In der Wohnung sprachen wir der Witwe des Verstorbenen persönlich unser Beileid aus. Dort trafen wir auf die Autorin Susan Schwartz und ihren Ehemann; die beiden Familien hatte in den letzten zehn Jahren eine enge persönliche Freunschaft verbunden.
Über einen verschlungenen Fußpfad kamen wir vom Trauerhaus zum Friedhof, wo wir auf weitere Bekannte trafen. Nicht nur Freunde des Verstorbenen aus Brunn und Wien, sondern auch viele Fans waren anwesend: alte Freunde aus den sechziger Jahren der Wiener Science-Fiction-Gruppe, Mitglieder der PERRY RHODAN-Stammtische München, Wien und Graz und viele mehr.
Mit Michael Marcus Thurner und Leo Lukas gaben die zwei Wiener PERRY RHODAN-Autoren ihrem verstorbenen Kollegen die Ehre; bei den Trauernden war auch Reinhard Habeck, der Schöpfer der »Rüsselmops«-Comics. Wie viele Menschen letztlich an der Trauerfeier teilnahmen, kann ich nicht sagen – es waren bestimmt mehr als hundert.
Umrahmt wurde die Feier durch Musik vom Band, die Ernst sicher gefallen hätte: eine Passage aus der Wagner-Oper »Tristan und Isolde« und ein Stück des Sängers Tom Waits. Michael Vlcek, der Sohn des Verstorbenen, würdigte Ernst Vlcek in einer sehr persönlichen Ansprache; unter anderem sagte er, dass sein Vater der einzige Mensch gewesen sei, der ihn »niemals enttäuscht« hätte. Danach sprach ich im Namen des Verlags einige Sätze, in denen ich die schriftstellerische Laufbahn Ernsts über vierzig Jahre hinweg würdigte.
Die Beisetzung der Urne fand nicht in der Halle, sondern im Freien statt. Ein guter alter Freund aus Brunn hielt eine kurze Rede, gefolgt von Wolfgang Zenker, der für den PERRY RHODAN-Stammtisch Wien sprach. Es war ein sonniger, warmer Tag, und als am Ende Dutzende von schneeweißen Ballons in den Himmel stiegen, gab das ein beeindruckendes Bild für den traurigen Anlass.
In einem »Heurigen« saßen wir anschließend zusammen. Wie so oft bei solchen Gelegenheiten, wurde des Toten gedacht; wir blickten zurück und erzählten uns Geschichten über Ernst.
Am Abend blickte ich zu Hause auf einen langen Tag voller Emotionen und Erinnerungen zurück. Ich hatte einen langjährigen Kollegen verabschiedet, der mir immer in guter Erinnerung bleiben wird. Und mit seinen Geschichten und Romanen wird er in den Gedanken der Fans weiterleben.
Es gibt Dienstreisen, die mag ich, und es gibt Dienstreisen, die würde ich am liebsten nicht unternehmen. Eine solche stand am Freitag, 9. Mai 2008, an: Es ging zur Trauerfeier für Ernst Vlcek nach Brunn in Österreich. Mit mir reiste Sabine Kropp, die als Redakteurin ebenfalls jahrelang mit dem unlängst Verstorbenen zusammengearbeitet hatte.
Per Bahn, per Flugzeug und per Taxi kamen wir in die Marktgemeinde Brunn südlich von Wien, wo ich Ernst Vlcek und seine Familie in den neunziger Jahren zweimal besucht hatte. In der Wohnung sprachen wir der Witwe des Verstorbenen persönlich unser Beileid aus. Dort trafen wir auf die Autorin Susan Schwartz und ihren Ehemann; die beiden Familien hatte in den letzten zehn Jahren eine enge persönliche Freunschaft verbunden.
Über einen verschlungenen Fußpfad kamen wir vom Trauerhaus zum Friedhof, wo wir auf weitere Bekannte trafen. Nicht nur Freunde des Verstorbenen aus Brunn und Wien, sondern auch viele Fans waren anwesend: alte Freunde aus den sechziger Jahren der Wiener Science-Fiction-Gruppe, Mitglieder der PERRY RHODAN-Stammtische München, Wien und Graz und viele mehr.
Mit Michael Marcus Thurner und Leo Lukas gaben die zwei Wiener PERRY RHODAN-Autoren ihrem verstorbenen Kollegen die Ehre; bei den Trauernden war auch Reinhard Habeck, der Schöpfer der »Rüsselmops«-Comics. Wie viele Menschen letztlich an der Trauerfeier teilnahmen, kann ich nicht sagen – es waren bestimmt mehr als hundert.
Umrahmt wurde die Feier durch Musik vom Band, die Ernst sicher gefallen hätte: eine Passage aus der Wagner-Oper »Tristan und Isolde« und ein Stück des Sängers Tom Waits. Michael Vlcek, der Sohn des Verstorbenen, würdigte Ernst Vlcek in einer sehr persönlichen Ansprache; unter anderem sagte er, dass sein Vater der einzige Mensch gewesen sei, der ihn »niemals enttäuscht« hätte. Danach sprach ich im Namen des Verlags einige Sätze, in denen ich die schriftstellerische Laufbahn Ernsts über vierzig Jahre hinweg würdigte.
Die Beisetzung der Urne fand nicht in der Halle, sondern im Freien statt. Ein guter alter Freund aus Brunn hielt eine kurze Rede, gefolgt von Wolfgang Zenker, der für den PERRY RHODAN-Stammtisch Wien sprach. Es war ein sonniger, warmer Tag, und als am Ende Dutzende von schneeweißen Ballons in den Himmel stiegen, gab das ein beeindruckendes Bild für den traurigen Anlass.
In einem »Heurigen« saßen wir anschließend zusammen. Wie so oft bei solchen Gelegenheiten, wurde des Toten gedacht; wir blickten zurück und erzählten uns Geschichten über Ernst.
Am Abend blickte ich zu Hause auf einen langen Tag voller Emotionen und Erinnerungen zurück. Ich hatte einen langjährigen Kollegen verabschiedet, der mir immer in guter Erinnerung bleiben wird. Und mit seinen Geschichten und Romanen wird er in den Gedanken der Fans weiterleben.
14 Mai 2008
WeltCon-Planungen fürs Jahr 1996
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Eigentlich war alles ganz logisch: 1980 gab es für die Fans einen PERRY RHODAN-WeltCon, um den Band 1000 entsprechend zu zelebrieren, 1986 wurde das 25-jährige Jubiläum mit einem WeltCon feierlich begangen, und 1991 stieß man auf dreißig Jahre PERRY RHODAN an.
Was also lag näher, als auch 1996 eine große Veranstaltung auszurichten, um 35 Jahre PERRY RHODAN entsprechend an die Öffentlichkeit zu bringen? Ein WeltCon wäre für die Fans eine tolle Geschichte, über die sich alle freuen würden; zudem hatten die WeltCons immer eine schöne Presseresonanz zur Folge, und diese beflügelte stets die Serie.
Zumindest innerhalb der Redaktion und des Autorenteams war die Sachlage klar: Wir wollten einen WeltCon haben. In unseren Augen würde dieses Jubiläum bei den Fans und bei der Öffentlichkeit für großes Aufsehen sorgen. Doch wie sollten wir eine solche Veranstaltung, die immerhin Zigtausende von Mark kosten sollte, der damaligen Geschäftsleitung vermitteln?
Im Frühjahr und Sommer 1995 änderte sich viel; die neuen Verlagsleiter beäugten PERRY RHODAN sehr kritisch und wollten häufig nicht verstehen, warum wir manche Dinge »anders« machten als in den anderen Zeitschriften des Hauses. Die Leserinnen und Leser von Frauenzeitschriften, Kinderheften oder Rätselzeitschriften bekamen schließlich auch keinen »teuren« Con – warum also die PERRY RHODAN-Leser? Eine Frage, die mit »unsere Leser sind eben sehr treu und auch sehr aktiv« nur unzureichend zu beantworten war ...
Dr. Florian F. Marzin, unser Chefredakteur, begab sich in Klausur und erarbeitete ein erstes grundsätzliches Konzept, das er im Sommer 1995 der VPM-Geschäftsführung präsentierte. In diesem Konzept umriss er die Geschichte der WeltCons, informierte über das amerikanische Vorbild und die bisherigen PERRY RHODAN-Großveranstaltungen und stellte klar, dass man von mindestens 2500 Teilnehmern ausgehen müsse.
Er plädierte für einen Termin im Juni oder im September 1996, wobei er sich an den Terminen für die Sommerferien orientierte. Als Veranstaltungsorte fasste er Frankfurt und das Ruhrgebiet ins Auge, sogar Kassel und Hannover standen in einer weiterreichenden Konzeption zur Auswahl.
Als »abschreckendes« Argument stellte Marzin unter der Überschrift »Geld, Geld, Geld« einen Finanzplan auf. Dabei verwies er auf den WorldCon im Jahr 1991, bei dem er es geschafft hatte, den zur Verfügung stehenden Etat nicht völlig auszuschöpfen. Immerhin kalkulierte er für 1996 mit einem Eintrittspreis von höchstens vierzig Mark pro Besucher, was er als moderat empfand.
»Verteilt auf fünf Jahre«, so Marzin, war die geforderte End-Summe schließlich nicht so hoch, wie man sie vielleicht betrachten könnte. Dafür bekomme man schließlich »kaum eine Anzeige in einer größeren Zeitschrift, ganz zu schweigen von Plakat- oder Fernsehwerbung«. Das war zu jener Zeit ein häufig gehörtes Argument der Geschäftsleitung: Man müsse groß denken, »think big« hieß das Gebot der Stunde, das allerdings außerhalb der Besprechungsrunden kaum umgesetzt wurde. Man müsse Anzeigen in großen Zeitschriften schalten, um PERRY RHODAN außerhalb der Fan-Szene bekannt zu machen; dass diese Anzeigen Zigtausende von Mark kosteten, verhinderte dann allerdings eine Schaltung. Florian Marzins Argumentation konnte in diesem Zusammenhang nur als Kritik an der Verlagsleitung verstanden werden.
Sein erstes grundlegendes Konzept verfasste Dr. Marzin am 20. April 1995. Es enthielt unter anderem detaillierte Aufstellungen über die zu erwartenden Kosten, beispielsweise die Miete für das Kongresszentrum oder schlicht die Honorare für die anwesenden Autoren. Der Fernseh- und Radio-Moderator Frank Laufenberg, der 1991 als Ehrengast durch den Con geleitet hatte, wurde ebenso aufgelistet wie die Spedition oder die geplanten Anzeigen in der Zeitschrift »Wunderwelten«.
Intern wurde über das Konzept heftig diskutiert. Verlagsleitung, Geschäftsführung und das zu jener Zeit aufgebaute »Product Management« erwogen Pro und Contra des Marzin-Plans und forderten irgendwann Nachbesserungen und weitere Konzepte und Kalkulationen. Dieses zweite Konzept erstellte Dr. Marzin am 7. Mai 1995 – dabei plante er den Con allerdings schon fürs Jahr 1997, weil Vorbereitungen für 1996 bereits so gut wie unmöglich waren.
Nun schlug er den 13. und 14. September 1997 als Termin vor; als Örtlichkeit plante er mit dem Kongresszentrum in Düsseldorf. Warum sich Marzin ausgerechnet für Düsseldorf entschied, ist leider nicht mehr nachvollziehen. Möglicherweise war die räumliche Nähe zu Fantasy Productions in Erkrath der Grund; der Verlag arbeitete zu jener Zeit an einem großen PERRY RHODAN-Computerspiel, das demnächst erscheinen sollte.
Für das Programm nannte Marzin tatsächlich Vorträge von Erich von Däniken, Johannes von Buttlar und Ernst Meckelburg. Angesichts seiner immer wieder geäußerten Abneigung gegen derlei »Nicht-Wissenschaft« ist allerdings anzunehmen, dass er diese Namen nur deshalb in den Programmentwurf aufnahm, damit die Herren in der Marketing- und Verlagsleitung etwas bekanntes vor die Augen bekamen. Im Nachhinein ist sein Frust über die andauernden Konferenzen in der Verlagsleitung nachzuvollziehen; er lässt sich auch in diesem Konzept nachvollziehen.
Bei der Finanzkalkulation ging Marzin in dieser zweiten Konzeption einen Schritt weiter: Der Preis für den Con wurde bereits mit 50 Mark beziffert, die Tageskarte sollte 30 Mark kosten. Seine Kalkulation erwartete ein erhebliches »Minus«, weil die Kosten für die Halle, die Technik, die Übernachtung von Autoren und Ehrengästen sowie vielerlei »Kleinkram« nicht von den zu erwartenden Eintrittsgeldern aufgewogen werden konnten.
Soweit das Konzept, soweit die Vorgeschichte zum geplanten WeltCon. Wenige Wochen später verließ Dr. Marzin das Haus, und dieses Konzept ging buchstäblich verloren. (Wieder einige Wochen später bekamen Sabine Bretzinger und ich den Auftrag, uns um einen WeltCon im Jahr 1996 Gedanken zu machen ... aber das ist eine ganz andere Geschichte ...) Was von dem Konzept bleibt, sind einige sehr klare Gedanken und Aufstellungen – und der Beleg dafür, dass interne Überlegungen nicht immer von Erfolg gekrönt sind.
Eigentlich war alles ganz logisch: 1980 gab es für die Fans einen PERRY RHODAN-WeltCon, um den Band 1000 entsprechend zu zelebrieren, 1986 wurde das 25-jährige Jubiläum mit einem WeltCon feierlich begangen, und 1991 stieß man auf dreißig Jahre PERRY RHODAN an.
Was also lag näher, als auch 1996 eine große Veranstaltung auszurichten, um 35 Jahre PERRY RHODAN entsprechend an die Öffentlichkeit zu bringen? Ein WeltCon wäre für die Fans eine tolle Geschichte, über die sich alle freuen würden; zudem hatten die WeltCons immer eine schöne Presseresonanz zur Folge, und diese beflügelte stets die Serie.
Zumindest innerhalb der Redaktion und des Autorenteams war die Sachlage klar: Wir wollten einen WeltCon haben. In unseren Augen würde dieses Jubiläum bei den Fans und bei der Öffentlichkeit für großes Aufsehen sorgen. Doch wie sollten wir eine solche Veranstaltung, die immerhin Zigtausende von Mark kosten sollte, der damaligen Geschäftsleitung vermitteln?
Im Frühjahr und Sommer 1995 änderte sich viel; die neuen Verlagsleiter beäugten PERRY RHODAN sehr kritisch und wollten häufig nicht verstehen, warum wir manche Dinge »anders« machten als in den anderen Zeitschriften des Hauses. Die Leserinnen und Leser von Frauenzeitschriften, Kinderheften oder Rätselzeitschriften bekamen schließlich auch keinen »teuren« Con – warum also die PERRY RHODAN-Leser? Eine Frage, die mit »unsere Leser sind eben sehr treu und auch sehr aktiv« nur unzureichend zu beantworten war ...
Dr. Florian F. Marzin, unser Chefredakteur, begab sich in Klausur und erarbeitete ein erstes grundsätzliches Konzept, das er im Sommer 1995 der VPM-Geschäftsführung präsentierte. In diesem Konzept umriss er die Geschichte der WeltCons, informierte über das amerikanische Vorbild und die bisherigen PERRY RHODAN-Großveranstaltungen und stellte klar, dass man von mindestens 2500 Teilnehmern ausgehen müsse.
Er plädierte für einen Termin im Juni oder im September 1996, wobei er sich an den Terminen für die Sommerferien orientierte. Als Veranstaltungsorte fasste er Frankfurt und das Ruhrgebiet ins Auge, sogar Kassel und Hannover standen in einer weiterreichenden Konzeption zur Auswahl.
Als »abschreckendes« Argument stellte Marzin unter der Überschrift »Geld, Geld, Geld« einen Finanzplan auf. Dabei verwies er auf den WorldCon im Jahr 1991, bei dem er es geschafft hatte, den zur Verfügung stehenden Etat nicht völlig auszuschöpfen. Immerhin kalkulierte er für 1996 mit einem Eintrittspreis von höchstens vierzig Mark pro Besucher, was er als moderat empfand.
»Verteilt auf fünf Jahre«, so Marzin, war die geforderte End-Summe schließlich nicht so hoch, wie man sie vielleicht betrachten könnte. Dafür bekomme man schließlich »kaum eine Anzeige in einer größeren Zeitschrift, ganz zu schweigen von Plakat- oder Fernsehwerbung«. Das war zu jener Zeit ein häufig gehörtes Argument der Geschäftsleitung: Man müsse groß denken, »think big« hieß das Gebot der Stunde, das allerdings außerhalb der Besprechungsrunden kaum umgesetzt wurde. Man müsse Anzeigen in großen Zeitschriften schalten, um PERRY RHODAN außerhalb der Fan-Szene bekannt zu machen; dass diese Anzeigen Zigtausende von Mark kosteten, verhinderte dann allerdings eine Schaltung. Florian Marzins Argumentation konnte in diesem Zusammenhang nur als Kritik an der Verlagsleitung verstanden werden.
Sein erstes grundlegendes Konzept verfasste Dr. Marzin am 20. April 1995. Es enthielt unter anderem detaillierte Aufstellungen über die zu erwartenden Kosten, beispielsweise die Miete für das Kongresszentrum oder schlicht die Honorare für die anwesenden Autoren. Der Fernseh- und Radio-Moderator Frank Laufenberg, der 1991 als Ehrengast durch den Con geleitet hatte, wurde ebenso aufgelistet wie die Spedition oder die geplanten Anzeigen in der Zeitschrift »Wunderwelten«.
Intern wurde über das Konzept heftig diskutiert. Verlagsleitung, Geschäftsführung und das zu jener Zeit aufgebaute »Product Management« erwogen Pro und Contra des Marzin-Plans und forderten irgendwann Nachbesserungen und weitere Konzepte und Kalkulationen. Dieses zweite Konzept erstellte Dr. Marzin am 7. Mai 1995 – dabei plante er den Con allerdings schon fürs Jahr 1997, weil Vorbereitungen für 1996 bereits so gut wie unmöglich waren.
Nun schlug er den 13. und 14. September 1997 als Termin vor; als Örtlichkeit plante er mit dem Kongresszentrum in Düsseldorf. Warum sich Marzin ausgerechnet für Düsseldorf entschied, ist leider nicht mehr nachvollziehen. Möglicherweise war die räumliche Nähe zu Fantasy Productions in Erkrath der Grund; der Verlag arbeitete zu jener Zeit an einem großen PERRY RHODAN-Computerspiel, das demnächst erscheinen sollte.
Für das Programm nannte Marzin tatsächlich Vorträge von Erich von Däniken, Johannes von Buttlar und Ernst Meckelburg. Angesichts seiner immer wieder geäußerten Abneigung gegen derlei »Nicht-Wissenschaft« ist allerdings anzunehmen, dass er diese Namen nur deshalb in den Programmentwurf aufnahm, damit die Herren in der Marketing- und Verlagsleitung etwas bekanntes vor die Augen bekamen. Im Nachhinein ist sein Frust über die andauernden Konferenzen in der Verlagsleitung nachzuvollziehen; er lässt sich auch in diesem Konzept nachvollziehen.
Bei der Finanzkalkulation ging Marzin in dieser zweiten Konzeption einen Schritt weiter: Der Preis für den Con wurde bereits mit 50 Mark beziffert, die Tageskarte sollte 30 Mark kosten. Seine Kalkulation erwartete ein erhebliches »Minus«, weil die Kosten für die Halle, die Technik, die Übernachtung von Autoren und Ehrengästen sowie vielerlei »Kleinkram« nicht von den zu erwartenden Eintrittsgeldern aufgewogen werden konnten.
Soweit das Konzept, soweit die Vorgeschichte zum geplanten WeltCon. Wenige Wochen später verließ Dr. Marzin das Haus, und dieses Konzept ging buchstäblich verloren. (Wieder einige Wochen später bekamen Sabine Bretzinger und ich den Auftrag, uns um einen WeltCon im Jahr 1996 Gedanken zu machen ... aber das ist eine ganz andere Geschichte ...) Was von dem Konzept bleibt, sind einige sehr klare Gedanken und Aufstellungen – und der Beleg dafür, dass interne Überlegungen nicht immer von Erfolg gekrönt sind.
Der TERRANOVA-Zyklus im »Zeitraffer«
Der SFC Universum veröffentlicht die zwanzigste Zykluszusammenfassung
Der SFC Universum ist nicht nur einer der ältesten SF-Clubs der Szene, sondern auch einer der aktivsten. Das zeigt sich unter anderem an der erfolgreichen Reihe »Zeitraffer«, in der ausgewählte PERRY RHODAN-Zyklen in Inhaltsangaben zusammengefasst werden. Mit der Ausgabe 20, die sich des TERRANOVA-Zyklus annimmt, feiert die Reihe sogar ein kleines Jubiläum.
Mit Robert Feldhoffs Roman »Vorboten des Chaos«, dem Band 2300 der PERRY RHODAN-Serie, startete im September 2005 der TERRANOVA-Zyklus. Über hundert Romane hinweg schilderte er die Übernahme der Milchstraße durch die Raumschiffe der Terminalen Kolonne TRAITOR und die Verteidigung der Erdbewohner, die sich hinter den TERRANOVA-Schirm zurückgezogen haben.
Der »Zeitraffer« 20 fasst diese hundert Romane auf insgesamt 280 Seiten zusammen. Hinzu kommen Schauplatz- und Galaxienkarten sowie Listen der Risszeichnungen; ergänzt wird jede Besprechung darüber hinaus durch Fußnoten, die das Nachschlagen und Stöbern erleichtern. Das ganze erscheint in Form eines professionell gestalteten und gebundenen Paperbacks, das acht Euro kostet. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des SFC Universum.
Der SFC Universum ist nicht nur einer der ältesten SF-Clubs der Szene, sondern auch einer der aktivsten. Das zeigt sich unter anderem an der erfolgreichen Reihe »Zeitraffer«, in der ausgewählte PERRY RHODAN-Zyklen in Inhaltsangaben zusammengefasst werden. Mit der Ausgabe 20, die sich des TERRANOVA-Zyklus annimmt, feiert die Reihe sogar ein kleines Jubiläum.
Mit Robert Feldhoffs Roman »Vorboten des Chaos«, dem Band 2300 der PERRY RHODAN-Serie, startete im September 2005 der TERRANOVA-Zyklus. Über hundert Romane hinweg schilderte er die Übernahme der Milchstraße durch die Raumschiffe der Terminalen Kolonne TRAITOR und die Verteidigung der Erdbewohner, die sich hinter den TERRANOVA-Schirm zurückgezogen haben.
Der »Zeitraffer« 20 fasst diese hundert Romane auf insgesamt 280 Seiten zusammen. Hinzu kommen Schauplatz- und Galaxienkarten sowie Listen der Risszeichnungen; ergänzt wird jede Besprechung darüber hinaus durch Fußnoten, die das Nachschlagen und Stöbern erleichtern. Das ganze erscheint in Form eines professionell gestalteten und gebundenen Paperbacks, das acht Euro kostet. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des SFC Universum.
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