Der Redaktionsblog pausiert für einige Tage. Am 4. November 2024 geht's weiter.
25 Oktober 2024
Auf den Mausbiber geguckt
Mir gefielen unter anderem die Interviews. So wird der PERRY RHODAN-Autor Oliver Fröhlich zu seinen aktuellen Romanen und zur Arbeit an anderen Serien befragt. Und Michael Thiesen steht Rede und Antwort zu seiner freien Mitarbeit für die PERRY RHODAN-Redaktion, die er in diesem Jahr beenden wird.
Es finden sich aber auch kritische Inhalte. Die aktuellen Romane werden rezensiert, und dass wir das Galaktische Forum im Sommer geschlossen haben, finden nicht alle gut. Aber das passt: Die »SOL« liefert eine nachvollziehbare und klare Kritik, mit der ich als Redakteur gut leben kann und die nicht beleidigend gegenüber den Autorinnen und Autoren ist.
Das 72 Seiten starke Heft hat sich wieder einmal gelohnt; ich habe es von vorne bis hinten gelesen und möchte die Lektüre nicht missen. Sehr gelungen! (Für Mitglieder der FanZentrale ist das Heft im Mitgliedsbeitrag enthalten. Man kann es aber auch »einfach so« kaufen und abonnieren.)
24 Oktober 2024
Konflikte zwischen Sol und Wega
Ein verspätet nachgereichtes Logbuch der Redaktion
Mit den kommenden PERRY RHODAN-Romanen biegt der laufende »Fragmente«-Zyklus auf seine Zielgerade ein: Die einzelnen »Puzzlesteine« liegen bereit, sie müssen nur noch an den richtigen Platz gebracht werden.
Damit höre ich mit den Metaphern auf, bevor ich mich zu sehr in ihnen verliere ... Die Romane, die wir in den kommenden Wochen veröffentlichen, möchte ich dennoch beleuchten.
Sie stellen die Erde und die Welten des Wegasystems vor, sie zeigen die aktuellen Entwicklungen auf den Welten von Sol und Wega, und sie deuten an, wo die Fragmente der Superintelligenz ES ihre neue Heimat finden könnten.
Den Auftakt für das kommende Geschehen bildet ein Roman von Michelle Stern. Der Titel könnte in die Irre führen: »Die Geister von Gotham« hat nichts mit dem »Batman«-Universum zu tun, sondern greift einen der alten Begriffe für die Stadt New York auf.
Die Autorin zeigt New York in der Zukunft des PERRY RHODAN-Universums und die Veränderungen, die sich in dieser Metropole abspielen. Und sie verrät, was sich im Ozean vor der Stadt seit langem verbirgt … Ihr Roman mit der Bandnummer 3288 ist ab dem 23. August 2024 im Handel erhältlich.
Robert Corvus blickt in »Zeit der Diplomaten« auf die interstellare Nachbarschaft des Solsystems. Bei der blauen Wega taucht auf einmal eine große Raumflotte auf, mit Tausenden und Abertausenden von Schiffen – und anfangs ist nicht klar, welche Absichten ihre Besatzungen haben. Sie blockieren das Wegasystem, ein größerer Konflikt droht.
Der Autor erzählt von Diplomaten und ihren Bemühungen, von der Lage bei den Ferronen und den weiteren Entwicklungen rings um die Flotte. Sein Roman ist der erste Teil eines Doppelbandes, trägt die Bandnummer 3289 und wird am 30. August 2024 veröffentlicht.
Der zweite Teil des Doppelbandes steht unter dem Titel »Gravitationsdrift« und spielt zum Teil auf einem Gasplaneten, der zu den vielen Welten der blauen Sonne Wega gehört. Damit gibt es für die Leserinnen und Leser eine Reihe von neuen Details zu diesem System.
Robert Corvus schildert eine uralte Begegnungsstätte, von der bislang weder die Ferronen noch die Terraner etwas geahnt haben. Sie scheint seit langer Zeit zu ihrer direkten kosmischen Nachbarschaft zu gehören – diese Erkenntnis ist überraschend. Der Roman mit der Bandnummer 3290 kommt am 6. September 2024 in den Handel.
Kai Hirdt wiederum erzählt von der Lage auf Ferrol und anderen Welten des Wegasystems. Sein Roman trägt den Titel »Das Zeichen des Kastellans« und schildert den weiteren Verlauf einer verwirrenden Konfrontation: Eigentlich stehen sich Freunde gegenüber, die sich aber gegenseitig verdächtigen.
Das stellt der Autor in einem unterhaltsamen und turbulenten Reigen dar. Sein Roman mit der Bandnummer 3291 wird am 13. September publiziert.
Und was geschieht danach? Das verrate ich an dieser Stelle noch nicht. Nur so viel: Die Handlung konzentriert sich nun auf die Milchstraße. Nicht nur die Erde und ihre direkte Umgebung stehen im Zentrum des Interesses – aber Terra und seine Hauptstadt werden in mehrfacher Hinsicht noch wichtig.
(Dieses Logbuch wurde bereits im August auf der Internet-Seite von PERRY RHODAN veröffentlicht. Hiermit reiche ich es aus dokumentarischen gründen nach.)
23 Oktober 2024
Im Transmitterwald
Verfasst wurde der Roman von Rainer Schorm. »Im Transmitterwald« spielt im All – und in der neuen Zeit, in die es den Helden der Serie verschlagen hat. Schorm ist einer der zwei Exposéautoren, die für die Hintergründe der Serie verantwortlich sind. Ich kann mir gut vorstellen, wieviel Freude es ihm machte, die vielen Ideen, die er hatte, auch in einem eigenen Roman zu Papier zu bringen.
»Im Transmitterwald« stellt eine ungewöhnliche Ökosphäre vor, bringt ein Volk in die Serie, das bislang nur erwähnt wurde, und zeigt unserem Helden, dass die Zukunft noch mysteriöser ist, als dass er es sich bisher vorgestellt hat.
Mir hat das gefallen – als jemand, der im Schwarzwald aufgewachsen ist, habe ich wohl generell ein positives Verhältnis zu Wäldern aller Art ...
22 Oktober 2024
Der letzte Krieger
Die Heftromane, die als Grundlage für dieses Buch dienten, las ich bereits in den 80er-Jahren. Ich war ein kritischer Leser, mir gefiel nicht alles, was unter dem Serientitel PERRY RHODAN im Handel angeboten wurde. Die Ideen des »Tarkan«-Zyklus fand ich allerdings großartig. Mich überzeugten nicht alle Romane, das kann ich nach all den Jahren ja erzählen, aber ich mochte viele der Figuren.
Und thematisch war das sehr wuchtig: Im Prinzip wird in diesem Zyklus – so viel kann ich verraten – eine komplette Galaxis aus einem Universum in ein anderes verschoben. Die Veränderungen, die sich dabei ergeben, sind immens. Die Romane des »Tarkan«-Zyklus deuten einiges davon an – das war meist interessant und manchmal unglaublich spannend erzählt. Aber ich weiß noch gut, dass damals nicht alle Leser mit dem kosmischen Gehalt der Serie einverstanden waren.
Heute freue ich mich sehr, dass »Der letzte Krieger« fürs erste den Schlusspunkt unter das Geschehen um die Mächtigkeitsballung Estartu setzt. Und dass gleichzeitig neue Chancen für die Figuren daraus entstehen – das machten die Autoren damals geschickt, und das lässt sich auch heute noch sehr gut lesen.
21 Oktober 2024
Tassparen, Jülziish und Yaqana
Ein völlig verspätetes Logbuch der Redaktion
Unterschiedliche Aliens stehen im Zentrum der kommenden PERRY RHODAN-Romane, die von einer Autorin und drei Autoren verfasst worden sind. Mir gefällt, wie viele Ideen des laufenden »Fragmente«-Zyklus nun in einem anderen Licht betrachtet werden können.
Die vier Romane, von denen dieses Logbuch handelt, zeigen sehr klar, dass sich die Handlungsfäden immer stärker verdichten und sich immer mehr Geheimnisse auflösen. Alles hängt aber mit der Suche nach den Fragmenten der Superintelligenz ES zusammen.
Den Auftakt für den kommenden Vierer-Block bildet ein Roman von Kai Hirdt. In seinem »Totenfest des Tassparen« geht es noch einmal um die Situation in der WLM-Galaxis, die zur Lokalen Gruppe gehört.
Dort ist bekanntlich seit einiger Zeit eine Expedition aus der Milchstraße unterwegs, die von Gucky geleitet wird. Der Mausbiber erweist sich dabei als erfahrener Stratege, der auch bei großen Herausforderungen immer wieder seinen Humor zeigt.
»Totenfest des Tassparen« erzählt von der Konfrontation mit der Kosmokarawane, deren Angehörigen sich ebenfalls für ES engagieren möchten. Es gibt Missverständnisse zwischen Menschen und Tassparen – und ob die sich so schnell überwinden lassen, ist eine große Frage. Der Roman mit der Bandnummer 3284 ist ab dem 26. Juli 2024 im Handel.
In »Der Gott der hässlichen Dinge« wechselt der Schauplatz: Die RAS TSCHUBAI steht wieder im Zentrum. Das Fernraumschiff ist auf dem Rückweg zur Milchstraße, und es bekommt auf einmal Passagiere, mit denen nicht zu rechnen war. Seine Besatzung wird erneut in kosmische Ereignisse verwickelt.
Verantwortlich für den Roman mit der Bandnummer 3285 ist ein Exposéautor. Wim Vandemaan erzählt unter anderem von einem Kamashiten und seinem Skryll.
Wer mag, kann darin eine kleine Hommage an H. G. Ewers erkennen, einen der ideenreichsten PERRY RHODAN-Autoren überhaupt. Wie gut Wim Vandemaan die Szenen im Raumschiff schildert, erfahren die Leserinnen und Leser ab dem 2. August 2024.
Michael Marcus Thurner übernimmt im Folgeband die Aufgabe, die Situation auf der Erde zu beleuchten. Sein Roman »Stadt der Schemen« blickt auf Terrania City, wo sich ein unheimlicher Mordfall ereignet. Das mag auf den ersten Moment keinen Zusammenhang mit dem »großen Geschehen« haben, die Verbindungen werden sich aber bald zeigen.
In dem Roman selbst spielen noch einmal die Yaqana eine Rolle, die insektoiden Wesen, die erst seit kurzer Zeit in Kontakt zur Menschheit gekommen sind. Sie wurden von Michael Marcus Thurner in die PERRY RHODAN-Serie eingeführt; er kennt sie wirklich am Besten.
Sein Hauptdarsteller ist allerdings ein Detektiv, der mit besonderem Spürsinn versucht, einen Mörder zu fangen. Der Roman kommt am 9. August mit der Bandnummer 3286 in den Handel.
Den Abschluss des Vierer-Blocks bildet ein Roman von Susan Schwartz. Darin erzählt die Autorin von Jülziish, die in Terrania leben, und von einem Kulturzentrum, das ihnen sehr wichtig ist.
Sie scheinen in Verbindung zu Reisenden aus der Zukunft zu sein, die ihre ganz eigenen Ziele auf der Erde verfolgen. Oder handelt es sich nur um einen Irrtum?
Der Roman trägt den Titel »Die Steinerne Kreatur« und die Bandnummer 3287. In den Handel kommt er am 16. August 2024.
Er bildet die Überleitung zu weiteren Romanen, die auf der Erde und in direkter Nähe des Sonnensystems spielen. Aber davon werde ich in einem anderen Logbuch der Redaktion erzählen ...
(Veröffentlicht wurde dieses Logbuch bereits im Juli 2024; hier teile ich es aus dokumentarischne Gründen mit einer ordentlichen Verspätung.)
Einige Worte zu Dorian, Perry und auch mir
Ein verspätetes Logbuch der Redaktion
Als ich in den späten 70er-Jahren damit anfing – wie viele gleichaltrige Jugendliche –, allerlei Heftromane zu lesen, wurde mir schnell klar, was mir wirklich gefiel. Es war die Science Fiction, die mich am stärksten ansprach, und ich blieb dann eben bei PERRY RHODAN. Wie lange und wie intensiv ich an dieser Science-Fiction-Serie »hängenbleiben« sollte, konnte ich mir als Jugendlicher allerdings nicht vorstellen.
Meine Versuche, Gruselhefte zu lesen, wie man Horror-Romane damals nannte, schlugen fehl. Ich probierte es bei einigen Serien aus, fand sie aber meist nicht ansprechend, gab dann auf und blieb der Science Fiction treu. Aus diesem Grund las ich auch nie einen Roman der Serie »Dämonenkiller«, obwohl ich wusste, dass dort Ernst Vlcek einer der wichtigsten Autoren war – und dessen Romane mochte ich ja bei PERRY RHODAN.
Es sollte lang dauern, bis ich mich wirklich mit dem »Dämonenkiller« anfreundete. Als der Zaubermond-Verlag damit begann, die klassischen Romanhefte unter dem Serientitel »Dorian Hunter« in Form von Hardcover-Bänden neu zu veröffentlichen, wollte ich die Bücher unbedingt lesen. Ich schaffte es nicht, ständig kam etwas dazwischen, und so schob ich die Lektüre unaufhörlich vor mir her.
Das wurde anders, als bei Zaubermond Audio die Hörspiele publiziert wurden. »Dorian Hunter« als Hörspiel erwies sich für mich als Türöffner zu einer phantastischen Welt des Schreckens und der Abenteuer.
Schon das erste Hörspiel, in dem Dorian Hunter erfährt, dass er der Sohn des Teufels ist, packte und faszinierte mich. Ich war von der Art und Weise gefesselt, wie die Geschichte erzählt wurde, und ich fand die Stimmen und Geräusche beeindruckend.
Danach blieb ich dabei. Voller Interesse verfolgte ich, wie Dorian Hunter immer mehr über die Schwarze Familie herausfindet, was er über seine Vergangenheit lernt und wie er gelegentlich auch seinen moralischen Kompass aus den Augen verliert. Die Geschichten sind mitreißend, und ich kann mir nun gut vorstellen, wie sie sich im Original lesen.
Natürlich liegt es an der spannenden Umsetzung als Hörspiel, dass ich bei »Dorian Hunter« mittlerweile zum Fan geworden bin. Die Dialoge sind packend, die Geräusche und die Musik sind sorgsam eingesetzt, jedes Hörspiel für sich hat einen eigenen Spannungsbogen, der es mir schwerfallen lässt, es »einfach nur so« oder nebenbei zu hören.
Die Grundlage aber bilden die Ideen, die Ernst Vlcek mit seinem Freund und Kollegen Kurt Luif in den 70er-Jahren entwickelt hat. Diese Romane sind immer noch der Stoff, aus dem die Serie besteht.
Immer wieder nehme ich eines der Taschenbücher in die Hand, die der Zaubermond-Verlag veröffentlicht. Die Exposés stammen zumeist von Michael Marcus Thurner, einem Autor, der in Wien lebt und mit dem ich seit vielen Jahren zusammenarbeite. Seine Ideen sind häufig sehr düster, das weiß ich aus seinen bisherigen Romanen. Bei »Dorian Hunter« kann er sich offensichtlich wunderbar ausleben und seinem Vorbild Ernst Vlcek in dieser Weise folgen.
Mittlerweile erreicht die Serie in gedruckter Form – und als E-Book – den hundertsten Band. Das finde ich beeindruckend, das ist ein starkes Jubiläum. Wenn Ernst Vlcek das noch erleben könnte, wäre er auf die Autorinnen und Autoren, die sein Werk fortsetzen, sicher sehr stolz.
Ich gratuliere dem »Dämonenkiller« und damit auch der »Dorian Hunter«-Serie zu diesem Jubiläum und wünsche viele weitere Jubiläen dieser Art!
(Dieses Logbuch wurde im Juli 2024 auf der Internet-Seite von PERRY RHODAN veröffentlicht. Hier teile ich es aus dokumentarischen Gründen.)
17 Oktober 2024
Autorenbesuch mit Motorrad
Einige Zeit saßen und standen wir aber auch zu zweit zusammen. Zu diskutieren gab es einiges: die aktuellen PERRY RHODAN-Romane, sein ebenso aktuelles Manuskript, das den »PHOENIX«-Zyklus weiter voranbringt, und seine Arbeit an der kommenden Miniserie. Die wird ab März veröffentlicht, und wir stecken schon mitten in den Vorarbeiten.
Über die Inhalte, die wir besprachen, kann ich an dieser Stelle noch nichts sagen. Das wird bei Gelegenheit nachgeholt. Versprochen! (Das Bild zeigt von links: Klaus N. Frick, Michael Marcus Thurner, Perry Rhodan.)
16 Oktober 2024
Der ES-Konvoi
Christian Montillon versteht sein Handwerk, wir arbeiten seit Jahren eng zusammen. In Band 3296 unserer Serie präsentiert er eine Vielzahl von Charakteren, hebt aber eine ganz besonders hervor: Er erzählt von einem Wissenschaftler, der eine interessante Erfindung gemacht hat und mit seinem Leben nicht unbedingt immer zufrieden ist.
Solche Erzählperspektiven mag ich. Sie brechen das »Große Ganze« herunter auf ein menschliches Schicksal – das wiederum kann aber entscheidend für viele Dinge sein.
15 Oktober 2024
Ein Jubelfest für Christian Montillon
Ein verspätet nachgereichtes Logbuch der Redaktion
Als Christian Montillon zum ersten Mal in meinem Büro saß, gefiel mir, dass der junge Mann so selbstbewusst auftrat. Er hatte bereits einige Romane bei Serien anderer Verlage veröffentlicht und wollte nun bei PERRY RHODAN Fuß fassen. Das machte er unmissverständlich und gleichzeitig sehr höflich klar.
Wir gingen in das China-Restaurant, das sich damals in der Nähe des Verlags befand, und saßen dort im Freien. Dabei genossen wir den Blick über den Parkplatz sowie die umliegenden Industriegebäude und sprachen über Romane im Allgemeinen und PERRY RHODAN im Besonderen. Mir wurde schnell klar, dass es gut wäre, diesem jungen Mann eine Chance zu geben. Vielleicht konnte ich es riskieren, ihn bei ATLAN einzusetzen oder bei einem anderen Projekt.
Der Rest ist – wie man so schön sagt – gewissermaßen Geschichte. Christian Montillon schrieb nicht nur für ATLAN, sondern er wurde sehr schnell in anderen Bereichen unseres Serienkosmos aktiv. Er verfasste eine Reihe von guten Romanen, bevor er PERRY RHODAN-Action steuerte. Dann wurde er zu einem der zwei Exposéautoren der PERRY RHODAN-Serien.
Dass er darüber hinaus eigene Science-Fiction-Romane und Kinderbücher veröffentlichte und als vorlesender Autor durch Schulen und Jugendzentren reiste, möchte ich nicht verschweigen. Und so wurde aus dem »jungen Mann«, mit dem ich vor bald zwanzig Jahren in der Sonne vor dem China-Restaurant saß, ein Autor, der sich erfolgreich in literarischen Genres wie Science Fiction, Krimi, Horror oder Kinderbuch tummelt – und das mit Erfolg.
Bei alledem wurde er immer mal wieder ein bisschen älter. Und unversehens steht ein »runder Geburtstag« an, der ihn womöglich ebenso verblüfft wie mich.
Tatsächlich kann Christian Montillon am 22. Juni 2024 seinen fünfzigsten Geburtstag feiern! Damit hat er das halbe Hundert erfolgreich hinter sich gebracht und ist weiterhin in vielen Richtungen aktiv. Seine Kreativität und Lebenslust sind ungebrochen, seinen Humor hat er bei alledem nicht verloren.
Christian wohnt in einem vergleichsweise überschaubaren Ort am Rand des Pfälzerwaldes. Vom Fenster seines Arbeitszimmers blickt er ins Grüne, und wenn er will, kann er in wenigen Minuten im Wald sein. Dort tankt er Kraft, dort entwickelt er Ideen.
Was der Autor an seinem fünfzigsten Geburtstag macht, weiß ich natürlich nicht. Es ist davon auszugehen, dass er ihn im Kreis seiner Familie feiert, vielleicht ist auch der engste Freundeskreis eingeladen. Er wird ihn genießen, da bin ich mir sicher, und demnächst steht auch ein Urlaub an, der quasi das Geburtstagsgeschenk ist.
Mir bleibt in erster Linie, ihm zum Geburtstag zu gratulieren. Im Namen der Redaktion und des Autorenteams wünsche ich Christian Montillon zu diesem »runden« Geburtstag alles Liebe und Gute. Mögen die gute Laune und die Kreativität auch in den kommenden Jahren nie ausgehen!
Herzlichen Glückwunsch, Christian!
(Dieses Logbuch wurde im Juni veröffentlicht, auf der PERRY RHODAN-Seite und auch pünktlich zum Geburtstag des Kollegen. Hiermit auch an dieser Stelle hier einkopiert ...)
14 Oktober 2024
In der Zeit verloren
Dietmar Schmidt schickt seinen Helden – es ist Perry Rhodan höchstselbst – durch eine Milchstraße, in der sich unsere Hauptfigur selbst fremd vorkommt. Alles hat sich verändert, wie es aussieht, und damit kommt der Terraner nicht so einfach klar. Das Wiedersehen mit einem guten Bekannten aus »alter Zeit« ist verstörend, nicht nur für Rhodan, sondern sicher ebenso für die Leserinnen und Leser …
Zur nicht unwichtigen Information: Veröffentlicht wurde Bad 341 von PERRY RHODAN NEO bereits am vergangenen Freitag. Und das Titelbild stammt von Dirk Schulz, der seit dem ersten Roman für alle Titelbilder dieser Serie verantwortlich ist.
11 Oktober 2024
Im Turm von Mu Sargai
Die Geschichte selbst ist ungewöhnlich genug. Wim Vandemaan stellt Perry Rhodan selbst ins Zentrum, der Terraner besucht die Erde der fernen Zukunft. Es gibt Begegnungen mit ungewöhnlichen Lebewesen und einige intensive Gespräche – das ist alles andere als ein Action-Roman, aber eine durchgehend gelungene und originelle Geschichte. Solche Romane braucht eine Serie wie PERRY RHODAN, und ich freue mich immer, einen »Wim-Band« zu lesen.
10 Oktober 2024
Der Juni 2008 beim ColoniaCon
Aus der Reihe »Der Redakteur erinnert sich«
An diesem Samstag, 21. Juni 2008, verbrachte ich viel Zeit damit, mit Leuten zu sprechen. Manchmal ging es um die Arbeit unserer Redaktion, manchmal waren es ein privater Gedankenaustausch. Aber natürlich gehören zu einem solchen Con auch Vorträge und Diskussionsrunden.
Der erste Programmpunkt, an dem ich teilnahm, beschäftige sich mit den »Randwelten« von PERRY RHODAN. Mich hatten die Veranstalter als Moderator eingesetzt, also nahm ich den Platz in der Mitte ein. Im Saal saßen – wie immer bei einem ColoniaCon – mehrere Dutzend Besucher, vielleicht waren es hundert Personen. Bei diesem Con war das Programm nie zentral, viel wichtiger empfanden die meisten Fans den Aufenthalt an der Theke oder an den Verkaufsständen für Fanzines, Clubs und Kleinverlage.
Mit Rainer Castor plauderte ich auf der Bühne über die Fortschritte bei der ATLAN-Buchreihe, in der zu dieser Zeit der »Akonen-Zyklus« angebrochen war. Meiner Ansicht nach steckte der Autor unglaubliche Arbeit in die alten Heftromane, die er soweit bearbeitete, dass eine neue Version für die Buchausgabe entstand. Rainer skizierte die Schwierigkeiten bei seiner Tätigkeit, blieb dabei aber immer zurückhaltend – er wollte die Autoren der alten ATLAN-Heftromane nicht kritisieren.
Um ATLAN ging es auch bei den Fragen an Werner Fuchs. In seinem Verlag Fantasy Productions kamen die neuen ATLAN-Taschenbücher heraus. Hier wollten wir neue Autoren ausprobieren – unter anderem arbeiteten wir mit Rüdiger Schäfer zusammen – und das Perryversum um neue Facetten ergänzen.
Wie immer war die Gesprächsrunde viel zu schnell vorüber. Ich fand sie interessant; wir konnten wesentliche Informationen vermitteln und bekamen direkte Rückmeldungen der Fans zu aktuellen Themen.
Etwas trauriger war der nächste Programmpunkt. Es ging um Ernst Vlcek, der eigentlich einer der Gäste des ColoniaCons sein sollte, im April zuvor aber verstorben war. Susan Schwartz hatte in ihrem Fabylon-Verlag den abschließenden Band der »Sternensaga« herausgebracht, Science Fiction also, die der Autor außerhalb der PERRY RHODAN-Serie publiziert hatte. Susan Schwartz leitete durch den Programmpunkt; wir erinnerten gemeinsam an den beliebten Schriftsteller und die vielen Romane, die er verfasst hatte.
Zwischen all den Terminen hatte ich ein wenig Luft. Ich eilte durch die Gänge, begrüßte Menschen, die ich kannte, und flitzte dann wieder in den Veranstaltungsraum. Nun ging es um die PERRY RHODAN-Serie. Als Moderator hatten die Organisatoren Rüdiger Schäfer verpflichtet. Mit ihm saßen Rainer Castor, Uwe Anton und Wim Vandemaan sowie ich auf dem Podium.
In der PERRY RHODAN-Serie befanden wir uns zu dieser Zeit in der ersten Hälfte des »Negasphäre«-Zyklus, der ziemlich gut ankam. Die Zustimmung in der Leserschaft war groß, und der Vertrieb freute sich, dass die Auflage nach oben gegangen war. Der verzweifelte Kampf der Menschheit und ihrer Verbündeten gegen die Terminale Kolonne TRAITOR mit ihrer Übermacht kam offensichtlich gut an.
Trotzdem mangelte es nicht an kritischen Fragen und Anregungen. Die bei solchen Cons übliche Frage, wo denn das Dimesextra-Triebwerk bliebe, wurde mit Gelächter bedacht. Ernsthafte Diskussionspunkte betrafen die Figuren – was machte eigentlich die Superintelligenz ES? – oder die politische Lage in der Milchstraße, die wir in der Romanhandlung gelegentlich ignorierten. Am Ende des Frage-und-Antwort-Spiels war ich verschwitzt und nutzte die Chance, ins Freie zu kommen.
Ich setzte mich im Restaurant der nahegelegenen Therme mit Wim Vandemaan zusammen. Der Autor hatte die Grundlagen für den Taschenbuch-Zyklus »Das rote Imperium« entwickelt, der in diesem Herbst 2008 im Heyne-Verlag erscheinen sollte. Er hatte mich mit seinen Ideen überzeugt, und die Geschichte des parallelen Universums fand ich originell. Wir sprachen über den Stand der Produktion: Wo waren wir mit den Manuskripten, und was benötigten die Kollegen bei Heyne als nächstes von uns?
Wim war in Gedanken bereits beim kommenden Jahr. Ob wir für 2009 bereits Ideen entwickeln sollten? Ich sagte ihm die Wahrheit: Noch war nicht klar, ob es sechs oder drei Bände geben würde; so viel Zeit mussten wir den Kollegen bei Heyne auf jeden Fall geben. Der Autor hatte allerdings Ideen, und die würde er gern ein bisschen weiterspinnen.
Direkt nach diesem Gespräch traf ich mich mit Kai Hirdt. Die Diskussionsrunde zu den PERRY-Comics hatte ich versäumt, aber ich wollte von ihm wissen, wie es mit der Alligator-Farm und ihren Comics weiterging. Er schilderte mir die wirtschaftliche Situation des kleinen Verlags, wies aber vor allem auf das kreative Potential der Autoren und Künstler hin – darauf wollten wir aufbauen.
Ohne dass ich es bemerkt hatte, war während all dieser Gespräche der Con zu Ende gegangen. Hinter dem Jugendpark hatten die Veranstalter bereits die Grillstelle eröffnet. Ein Feuer brannte, an einigen Stellen hatte sich schon die Glut gebildet. Überall saßen Menschen, tranken Bier, aßen Würste und Steaks und unterhielten sich sehr angeregt.
Ich plauderte abschließend ein wenig mit Thomas Kass und Achim Mehnert, die für mich von Anfang an die Macher des ColoniaCons gewesen waren. Und dann war es 22 Uhr – ich fand, dass es an der Zeit war, den Heimweg anzutreten. Immerhin hatte ich nun noch rund drei Stunden Fahrt über die Autobahn vor mir …
(Dieser Text erschien im Juni auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie; hier endlich auch reinkopiert.)
Köln im Juni 2008
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
In den frühen 80er-Jahren fuhr ich zum ersten Mal nach Köln, um den ColoniaCon zu besuchen. Damals reiste ich noch per Anhalter; in den frühen 80er-Jahren war das meine bevorzugte Methode, um zu Fan-Treffen zu gelangen. Ich hatte einen Schlafsack dabei, und mit dessen Hilfe quartierte ich mich bei anderen Fans ein. Nicht nur eine Nacht verbrachte ich in der Wohngemeinschaft, in der auch der spätere Science-Fiction- und Krimi-Schriftsteller Achim Mehnert wohnte.
Seither hatte sich die Fan-Veranstaltung über all die Jahrzehnte zu einer Institution entwickelt, die sich vor allem an das »klassische Fandom« richtet: an Menschen also, die sich eher für gedruckte Literatur interessieren und über diese diskutieren wollen. Dieser Gemeinschaft fühlte ich mich nach all der Zeit nach wie vor zugehörig.
Am Samstag, 21. Juni 2008, brauchte ich weder einen Schlafsack noch eine Übernachtung in einem Hotel oder »irgendwo auf dem Fußboden«. Ich hatte im Vorfeld beschlossen, den ColoniaCon 18 nur an einem einzigen Tag zu besuchen. Von Karlsruhe, wo ich wohne, nach Köln war es nicht so weit, und die Entfernung ließ sich in einer erträglichen Zeit bewältigen. Zudem kannte ich die Strecke gut. Leider hatte ich nicht damit gerechnet, dass es viele Baustellen gab, und so brauchte ich länger als geplant.
Während ich durch Köln-Deutz rollte, am Bahnhof vorbeifuhr und die letzten Kilometer zum Con-Gebäude zurücklegte, machte ich mir klar, wie sich das Gelände am Rheinufer verändert hatte. In den frühen 80er-Jahren hatte es sich um eine Ansammlung eher schmuddeliger Lagerschuppen gehandelt, umgeben von rostigem Stacheldraht und verwilderten Sträuchern. Vom Bahnhof Köln-Deutz zum Jugendpark spazierte man durch eine Gegend, die zu jener Zeit recht verloren wirkte.
2008 war das anders. Wegen des neuen Messegeländes der Stadt Köln hatte sich viel verändert. Große Bauten reihten sich aneinander, der Verkehr war stärker, und überall wurde gebaut. Mir wurde bewusst, dass gut ein Vierteljahrhundert seit meinem ersten Besuch in diesem Viertel vergangen waren.
Dafür hatten sich der Jugendpark und seine Umgebung nicht sonderlich verändert. Ich stellte mein Auto unter der Zoobrücke ab, auf einem schlichten Parkplatz. Es sah alles so aus wie damals. Von dort aus ging ich die letzten paar hundert Meter zu Fuß. Die Grünanlagen des Jugendparks erstreckten sich entlang des Rheins, man konnte bis ans Ufer spazieren. Junge Leute fuhren mit Skateboards vorbei, an diesem Vormittag herrschte reichlich Betrieb.
Das zentrale Gebäude des Jugendparks war an diesem Tag in den Händen der Science-Fiction-Fans. Schon auf dem Weg zum Eingang traf ich auf viele bekannte Gesichter. Ich schüttelte Hände, ich begrüßte alte Freunde. Bei manchen Leuten fiel mir der Name nicht gleich wieder ein, aber ich hatte den Eindruck, fast alle Besucher zu kennen.
Bei diesem ColoniaCon kam die Fan-Szene zusammen, die zwischen den 70er- und 90er-Jahren entstanden und gewachsen war: Wir hatten Fan-Zeitschriften publiziert oder für sie geschrieben und gezeichnet. Wir hatten Cons in der ganzen Republik besucht, und wir hatten uns im Verlauf von Jahren und Jahrzehnten verändert. Beim ColoniaCon schienen diese Jahre auf einmal wie weggewischt zu sein.
Weil ich nicht gleich einen Programmpunkt zu absolvieren hatte, schlenderte ich herum. Ich holte mir ein Getränk an der Theke und sah mir die Verkaufsflächen an. Clubs stellten ihre neuen Publikationen vor, einige Autoren hatten eigene Stände errichtet. Beim Terranischen Club Eden zeigte ich mich vom aktuellen Band mit Materialien zu K. H. Scheer begeistert. Wie immer hatte ich am Ende des Cons eine Tasche, die mit bedrucktem Papier prall gefüllt war.
Eines meiner ersten Gespräche führte ich mit Claude Lamy und anderen Mitgliedern des französischen Fan-Clubs »BASIS«, die wohl mit am weitesten angereist waren. Mein Französisch ist schlecht, und die Fans aus dem Nachbarland sprachen nicht besonders gut deutsch, also unterhielten wir uns in einem Kauderwelsch aus beiden Sprachen und englischen Lehnwörtern, wenn wir nicht weiterkamen.
Es ging um die kritische Situation der PERRY RHODAN-Serie in Frankreich, nachdem der dortige Verlag wieder einmal verkauft worden war. Die neuen Besitzer schienen nicht so recht zu wissen, wie sie mit einer Science-Fiction-Serie umgehen sollten, die in Fortsetzungen veröffentlicht wurde und die man aus dem Deutschen übersetzen musste.
Recht früh hatte ich Gelegenheit, mit Susan Schwartz zu sprechen. Dabei ging es gar nicht um PERRY RHODAN, sondern um die weiteren Arbeiten an der »Elfenzeit«-Serie. An dieser arbeiteten wir damals intensiv: Susan koordinierte die Autorinnen und Autoren, sie entwarf die gesamte Welt sowie die vielen Details der Handlung, während ich die Koordination mit dem Bertelsmann-Club übernommen hatte und Sabine Kropp die Produktion steuerte.
Wir waren damit in einer entscheidenden Phase; das Interesse der Leserinnen und Leser war groß. Bei Bertelsmann war man von den ersten Verkaufszahlen positiv überrascht worden und wollte schnellstmöglich Nachschub in Form weiterer Bücher. Also mussten wir dringend weitermachen ...
(Dieser Text wurde im Juni 2024 auf der Internet-Seite von PERRY RHODAN veröffentlicht. Hier teile ich ihn sehr gern auch ...)
09 Oktober 2024
Warum wir die Preise anheben müssen
Ein verspätet nachgeliefertes Logbuch der Redaktion
In den frühen 90er-Jahren wohnte ich in einer beschaulichen Kleinstadt im Schwarzwald, die vor allem durch ihren großen Marktplatz bekannt geworden ist. Wenn meine damalige Freundin und ich uns etwas gönnen wollten – wir hatten zu der Zeit beide nur wenig Geld –, gingen wir ein paar Schritte zu einem gutbürgerlichen Gasthaus direkt am Marktplatz. Es war eines der Gasthäuser, in denen die »alten Männer« an ihrem Stammtisch am Eingang saßen und alles kommentierten, was ihnen so einfiel – also auch junge Paare, die zum Abendessen kamen …
Wir ignorierten die Sprüche gekonnt und aßen jeder eine Salatplatte mit Schinkenstreifen und Brot – das sättigte und schmeckte sehr gut –, die fünf Mark kostete. Dazu tranken wir insgesamt drei Bier, jedes davon kostet 2,50 Mark. Wenn wir noch Hunger hatten, bestellten wir einfach ein »Brotkörble« und bekamen einen Korb mit Brot, der nicht extra berechnet wurde. Alles in allem gaben wir also für ein Abendessen inklusive Trinkgeld keine zwanzig Mark aus.
Das ist mehr als dreißig Jahre her. Wenn ich heute in Karlsruhe in ein gutbürgerliches Gasthaus gehe, um dort eine Kleinigkeit zu essen und etwas zu trinken, komme ich bei zwei Personen locker auf vierzig Euro. Was ich damit sagen will: Die Dinge sind teurer geworden, und sie werden stets teurer.
Es wäre eine Illusion, würden wir davon ausgehen, dass die Preise bei gedruckten Büchern und Heftromanen stabil bleiben könnten – das gleiche gilt ebenso für E-Books und andere Dinge, die es nur in digitaler Form gibt. Um den Bogen zu unserer Serie zu schließen: Mir ist völlig klar, dass es nicht für Begeisterung sorgt, wenn die Preise für PERRY RHODAN-Heftromane und -Büchern steigen. Aber es lässt sich leider nicht vermeiden.
Deshalb möchte ich an dieser Stelle etwas zu den Hintergründen sagen. Die genauen Zahlen und Daten stehen in der offiziellen Meldung mit ihren nüchternen Aussagen. Sie werden ab Juli bei unseren Heftromanen und Büchern gelten.
Die Kosten steigen an allen Ecken und Enden, Buch- und Zeitschriftenverlage sind davon nicht ausgenommen. Teilweise kommen bei uns jetzt Preissteigerungen an, die eigentlich aus dem Jahr 2022 stammen. Wir bemerken beispielsweise, wie die Kosten – ganz banal – für den Transport erhöht worden sind und auf unsere Romane »umgelegt« werden. Unsere Romane werden schließlich mit LKWs von der Druckerei an die Auslieferung geschickt und von dort aus verteilt.
Das sind keine redaktionellen Kosten, aber sie landen auf kleinen Umwegen auf unserer Kostenstelle.
Wir müssen übrigens einer Tatsache ins Auge sehen: Es ist wenig sinnvoll, die digitalen und die gedruckten Produkte getrennt zu betrachten. Klar fallen beim E-Book keine Druckkosten an, für sie wird auch kein Fahrer bezahlt, der die Ware zu den Grossisten bringt. Aber es gibt bei E-Books andere Kosten und Gebühren …
Und letztlich muss ich beides zusammendenken. Ich kann nicht alle Kosten auf die gedruckten Romane buchen und so tun, als ob die E-Books davon freibleiben – beides gehört zusammen.
Ich bin kein Buchhalter, sondern Redakteur. Meine wirtschaftlichen Kenntnisse beschränken sich auf das, was ich vor vielen Jahren in der Schule gelernt und seither durch die Lektüre von Büchern und Zeitschriften im Gedächtnis gehalten habe. Mein Ziel ist, die PERRY RHODAN-Serie erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das wiederum geht nur, wenn sie wirtschaftlich erfolgreich ist.
Redaktion, Vertrieb und Verlagsleitung haben sich die Kostenentwicklung der vergangenen Jahre angesehen, und sie ist eindeutig: Wir müssen die Preise anpassen. Das geschieht in den nächsten Wochen an verschiedenen Stellen – bei gedruckten wie digitalen Produkten –, und es ist unumgänglich.
Ich weiß nicht, ob es das eingangs erwähnte Gasthaus überhaupt noch gibt. Falls ja, wird eine »Halbe« Bier sicher keine 2,50 Mark kosten – heute bekommt üblicherweise 0,4 und nicht mehr 0,5 Liter Bier … –, sicher auch keine 2,50 Euro, von der Salatplatte mit Schinken ganz zu schweigen. Und kostenloses Brot gibt es garantiert keines mehr.
(Das Logbuch wurde im Juni 2024 auf unserer Website veröffentlicht. Hier teile ich es mit deutlicher Verspätung und aus dokumentarischen Gründen.)
Drei Schauplätze, vier Romane
Ein viel zu spät nachgereichtes Logbuch der Redaktion
Auch in den folgenden vier PERRY RHODAN-Bänden steht die Suche nach den Fragmenten der Superintelligenz ES im Zentrum der Handlung. Raumfahrer von der Erde sowie ihre Verbündeten sind in verschiedenen Bereichen des Kosmos unterwegs, um dort Spuren zu folgen. Die zwei Autorinnen und die zwei Autoren, die für die Romane verantwortlich sind, gehen dabei unterschiedliche Wege, wenn sie Action-Szenen oder Dialoge schreiben – diese Vielseitigkeit zeichnet unsere Serie seit ihren Anfängen aus.
Ich finde: Der aktuelle »Fragmente«-Zyklus ist, was die Ideen und die kosmischen Visionen angeht, durchaus mit den Klassikern aus der Ära von William Voltz vergleichbar. Suchte man in den 900er-Romanen beispielsweise nach den Hinterlassenschaften der Sieben Mächtigen, stehen nun die Fragmente eines Geisteswesens im Zentrum. In beiden Abschnitten unserer Serie spielt die Handlung an unterschiedlichsten Schauplätzen und erweitert so die Kenntnisse über das Serienuniversum.
Die kommenden vier Bände bieten meiner Ansicht nach eine große Bandbreite an Themen an. Die vier Romane spielen auf drei Schauplätzen, die weit voneinander entfernt liegen, inhaltlich aber aufeinander Bezug nehmen – auch das ist eine Parallele zu den klassischen Zyklen der sogenannten Voltz-Ära.
Michelle Stern eröffnet den Reigen mit »Das Testament des Terraners«. Die Autorin zeigt darin die aktuelle Situation in der fernen Kondor-Galaxis, in der sich Perry Rhodan vor nicht allzulanger Zeit zum Anführer der Hyperflusspiraten aufgeschwungen hat.
Doch der Terraner ist verschwunden; er hält sich in einem anderen Universum auf. Was aber bedeutet das für die Galaxis und ihre Bewohner – und welche Auswirkungen hat das vor allem auf eine terranische Mutantin, die in der fernen Sterneninsel zurückgeblieben ist?
In ihrem Werk, das die Bandnummer 3276 trägt und am 31. Mai 2024 in den Handel kommt, blickt die Autorin tief ins Innere ihrer Hauptfigur. Zugleich enthüllt sie einen perfiden Machtplan …
Einen ganz anderen Schauplatz präsentiert Michael Marcus Thurner in »Saedelaeres Entscheidung«. Wie der Titel schon nahelegt, ist Alaska Saedelaere eine der Hauptpersonen des Romans. Als zweite wichtige Figur tritt in diesem Roman Gry O’Shannon auf, die über einen speziellen Blick in das Universum verfügt.
Der Mann mit der Maske und seine Begleiterin sind auf einer ungewöhnlichen Mission unterwegs, und sie haben eine Begegnung, mit der sie nicht rechnen konnten – trotz aller Erfahrung in kosmischen Angelegenheiten. Der Roman mit der Bandnummer 3277 erscheint am 7. Juni 2024.
Zurück in die Lokale Gruppe führt Susan Schwartz. Sie erzählt in »Die Berufene« von Gucky, dem Mausbiber, und seiner Suche nach einem der ES-Fragmente. Er hält sich mit Terranern und Halutern in der WLM-Galaxis auf, wo er es unter anderem mit der Schattengarde zu tun hat.
Die Autorin zeigt einige neue Details zu der Sterneninsel, von der man in unserer Serie schon lange nichts mehr gehört hat. Ihr Roman trägt die Bandnummer 3278 und liegt ab dem 14. Juni 2024 im Handel vor.
Auch der Abschluss des Vierer-Blocks spielt in der WLM-Galaxis: Kai Hirdt schildert in »Unter blauen Sonnen«, wie Gucky sich in immer neue Situationen voller Gefahr begibt und wie der Ilt für seine Gefährten einsteht. Seine Gegner von der sogenannten Schattengarde machen es ihm auch nicht einfach – es ist klar, dass sie völlig andere Ziele haben.
Der Roman – er kommt als Band 3279 heraus – steckt voller Action und Überraschungen. Veröffentlicht wird er am 21. Juni 2024.
(Das Logbuch wurde bereits im Mai 2024 auf der Internet-Seite von PERRY RHODAN veröffentlicht und hier nur zur Dokumentation noch einmal geteilt.)
08 Oktober 2024
Alfred Kelsner feiert ein Jubiläum
Ein verspätet nachgereichtes Logbuch der Redaktion
Ich übertreibe sicher nicht, wenn ich sage, dass Alfred Kelsner seit Jahrzehnten eine der wichtigsten Personen hinter dem Erfolg der PERRY RHODAN-Serie ist. Als Illustrator hat er zahlreiche Taschenbücher und Heftromane gestaltet, dazu kommen unzählige Innenillustrationen und weitere Zeichnungen – alles in seinem speziellen Stil gehalten, den sonst kein Künstler so hinbekommt. Ich freue mich immer, wenn wir ein Kelsner-Bild veröffentlichen könndn.
Und heute feiert der Künstler ein spezielles Jubiläum: Er wird 75 Jahre alt.
Alfred wurde am 24. Mai 1949 in Bünde geboren. Er ist gelernter Reklamemaler, ein Beruf, den es schon lange nicht mehr gibt, und brachte sich seine Fertigkeiten beim Gestalten von Science-Fiction-Bildern selbst bei. Als junger Mann bewunderte er die »Großen« der Kunst, seit vielen Jahren hat er seinen speziellen Stil gefunden.
Kelsner-Bilder sind eigenständig, man erkennt sie sofort. Der Künstler arbeitet immer noch mit dem klassischen Werkzeug. Er benutzt Pinsel und eine kleine Spraydüse – um es einmal amateurhaft auszudrücken –, womit er seine Welten zaubert. Und Welten sind es wirklich!
Alfred Kelsner versteht es wie kein anderer Science-Fiction-Maler im deutschsprachigen Raum, den Weltraum und seine unendlichen Weiten vor den Augen des Betrachters entstehen zu lassen. Seine Bilder zeigen Sterne und kosmische Nebel, Monde und Planetoiden – dazwischen sind Raumschiffe unterwegs, bewegen sich Raumstationen auf einer Umlaufbahn um eine Sonne, verrichten Roboter ihre Arbeit.
Selbstverständlich erweckt Alfred auch die Oberfläche von Planeten zu einem künstlerischen Leben, und immer wieder zeigt er Außerirdische, die der Wirklichkeit näher zu sein scheinen als jeglicher Phantasie. Doch am liebsten sind ihm die kosmischen Weiten – der klassische Sense of Wonder, der für viele Leserinnen und Leser bis heute den Kern der Science Fiction ausmacht.
Und heute wird dieser Mann schon 75 Jahre alt!
Ich weiß noch, wie ich als Leser seine ersten Bilder wahrnahm, damals für die PERRY RHODAN-Planetenromane. Ab 1992 arbeiteten wir zusammen, vor allem für die Taschenbücher, die wir bei Heyne veröffentlichten. Und nachdem Johnny Bruck so plötzlich gestorben war, erwies sich Alfred Kelsner als ein Mann, der schnell zur Stelle war und uns half. Das ist schon bald dreißig Jahre her …
Mit diesem Logbuch der Redaktion möchte ich einem ungewöhnlichen Künstler gratulieren, einem Mann, mit dem wir schon seit Jahrzehnten zusammenarbeiten. Ich hoffe, dass Alfred Kelsner seine Kreativität noch lange zeigen kann, dass er uns noch viele Jahre mit seinen Bildern den Kosmos öffnet und uns die Wunder des Universums zeigt.
Alles Gute zum Geburtstag, lieber Alfred!
(Das Logbuch wurde bereits im Mai auf der PERRY RHODAN-Seite veröffentlicht. Hier wird es nun endlich aus dokumentarischen Gründen nachgeliefert.)
07 Oktober 2024
Mercants Entscheidung
Den Roman schrieb Michael Marcus Thurner. Mir gefiel sein schriftstellerischer Ausflug in eine Zeit, die weit von der unseren entfernt ist, von der aktuellen Handlungszeit unserer Serie aus aber in die Vergangenheit geht. Seine Hauptfiguren fand ich durchgehend überzeugend, sie handeln klar und ihrer Zeit entsprechend. Mich fesselte das bereits, als ich das Manuskript las; das sollte – so hoffe ich – auch anderen Menschen so gegangen sein, die den Roman durchgeschmökert haben.
04 Oktober 2024
Kleine Redaktionsstube
Wenn ich zwischen den Einheiten des Seminars die Zeit dafür finde, lese ich in den Manuskripten oder kümmere mich um die Mails. Langweilig wird mir so nicht. Nicht, dass es mir jemals bei einem solchen Seminar langweilig geworden wäre, aber ...
In meinem Zimmer steht mir nur ein kleiner Tisch zur Verfügung. Er reicht mir aber aus, um meinen alten Laptop und das eine oder andere Manuskript oder Exposé darauf zu deponieren – so kann ich also einigermaßen fröhlich arbeiten.
02 Oktober 2024
Kosmische Genesis
Mir hat vor allem gut gefallen, wie Perry Rhodan in diese neue Zeit verschlagen wird. Der Terraner muss sich mit Gegebenheiten auseinandersetzen, die weit von seiner bekannten Zeit und Welt entfernt sind. Vieles von dem, was er kannte, scheint zerstört oder schlicht vergessen zu sein. Aber Rhodan ist ein Sofortumschalter und kommt rasch zurecht.
Der Autor stellt das Universum, in das es Rhodan verschlagen hat, sehr anschaulich dar. Behilflich dabei ist ihm ein Raumkapitän, der durchaus »knorrig« ist, sich auch mal übertölpeln lässt, aber über einen moralischen Kompass verfügt. Das Zusammenspiel der einzelnen Figuren macht diesen Roman besonders unterhaltsam – gefiel mir sehr gut!
Exposérunde mit dem neuen Chefautor
Ein verspätet nachgereichtes Logbuch der Redaktion
Es gehört zu den Traditionen der PERRY RHODAN-Serie, dass sich die jeweiligen Exposéautoren eng mit der Redaktion abstimmen. Das bedeutet, dass man sich immer mal wieder trifft. So war das vor meiner Zeit, und so halte ich es ebenfalls: Bei diesen Gesprächen erfahre ich stets mehr über die Pläne für die kommende Handlung. Gleichzeitig kann ich dem Kollegen oder der Kollegin erzählen, was sich im Verlag alles tut. Wir tauschen Gedanken aus, wir diskutieren über Inhalte.
So war es in den 90er-Jahren, als Ernst Vlcek und Robert Feldhoff die Exposés verantworteten, und so blieb es in den Nuller-Jahren, als Robert Feldhoff die Exposés allein verfasste. In der Zeit von Uwe Anton und Rainer Castor war es ebenfalls so, und seit Wim Vandemaan und Christian Montillon die Handlung steuern, trafen wir uns oft.
Ich glaube, dass ein persönliches Beisammensein – inklusive eines Spaziergangs beispielsweise – besser ist als Telefonate, E-Mails oder Videogespräche. Das mag altmodisch klingen, aber gerade im »persönlichen Umfeld« kommt man auf andere Gedanken.
Und so fuhr ich Ende April 2024 mit großer Vorfreude nach Wattenheim. Dort wohnt Christian Montillon, und mit ihm und Ben Calvin Hary sprach ich über den kommenden Zyklus unserer Serie. Ben ist ab Band 3300 für die Exposés der Serie zuständig; er wird von Christian Montillon unterstützt.
Seit Ben Calvin Hary als Chefautor die Steuerung der Serie übernommen hat, haben wir viel miteinander gesprochen und gemailt. Es entstanden zahlreiche Ideenpapiere, Datenblätter und bereits Exposés. Ich wusste also im Groben, was auf mich zukommen würde ... Bereits bei der Autorenkonferenz im Februar hatten wir den Zyklustitel festgelegt; daran hielten wir bei dieser Besprechung fest.
Der Handlungsabschnitt, der mit Band 3300 beginnen wird, trägt den Titel »PHOENIX«; die Schreibweise in Versalien ist beabsichtigt. Informationen zu diesem Titel und was er bedeutet, reichen wir selbstverständlich bald nach.
Wir waren uns einig, dass der Zyklus eine Länge von fünfzig Romanen haben wird. Er wird also mit Band 3349 beendet sein. Er bildet allerdings einen Teil eines sogenannten Großzyklus, über dessen Ausmaße wir noch nichts sagen wollen. Die laufende Geschichte ist mit Band 3349 auf jeden Fall abgeschlossen, danach beginnt ein neuer Zyklus mit einem neuen Handlungsschwerpunkt.
Wir stellen die bekannten Figuren ins Zentrum. Perry Rhodan ist natürlich immer von der Partie, Gucky und Atlan spielen wichtige Rollen. Sichu Dorksteiger ist ab Band 3300 dabei, und auch Icho Tolot nimmt eine wichtige Rolle ein. Reginald Bull ist bekanntlich abwesend – aber wir haben ihn nicht vergessen und werden seinen Namen schon im ersten Band des neuen Zyklus erwähnen. (Mehr verrate ich zu diesem Thema an dieser Stelle ebenfalls nicht. Ich denke, das sollte eine Überraschung werden.)
Zu den grundlegenden Konflikten des Zyklus hatte sich Ben schon längst seine Gedanken gemacht. Einen Teil seiner Überlegungen wurden bereits bei der Autorenkonferenz diskutiert; bei unserem Treffen ging es darum, in die Feinheiten zu gehen. Vieles wusste ich schon, weil ich die Exposés gelesen hatte – einige Ideen waren mir neu.
So gibt es für einen wichtigen Schauplatz des »PHOENIX«-Zyklus eine Region im Universum, die sich durch astronomische Besonderheiten auszeichnet. Was und wo das genau ist, wird man erst nach Band 3320 erfahren. Wir sprachen über die Zivilisationen, die im neuen Zyklus eine Rolle spielen werden, und die Verbindungen zur terranischen Geschichte. Und wir entwickelten einige neue Ideen, die hoffentlich tragfähig sind.
Zwischendurch aßen wir zu Mittag. Später unternahmen wir einen Spaziergang durch den schönen Pfälzerwald. Dabei ging es weniger um die Inhalte unserer Romane, sondern eher um Marketing im weitesten Sinne. Ich hatte ein wenig »Input« mitgebracht, den ich von meinen Kolleginnen erhalten hatte, und das diskutierten wir.
Einen solchen Gedankenaustausch schätze ich stets. Da geht es nicht darum, etwas zu schaffen, das direkten Einfluss auf die Handlung nimmt – wir sprechen bei solchen Gelegenheiten über Grundlagen für unsere Arbeit, und die müssen immer wieder neu festgelegt werden.
Der Tag war arbeitsreich und positiv zugleich; das schöne Wetter spielte ebenso mit wie die freundliche Bewirtung. Als ich am frühen Abend wieder im Auto saß und nach Hause fuhr, hatte ich ein gutes Gefühl: Der neue PERRY RHODAN-Zyklus ist bei Ben Calvin Hary in sehr guten Händen!
(Dieses Logbuch erschien bereits im Mai 2024. Hiermit reiche ich es auch an dieser Stelle nach; quasi zur Dokumentation.)
01 Oktober 2024
Die neue Macht entsteht auf der Erde …
Ein verspätet hier veröffentlichtes Logbuch der Redaktion
Bei PERRY RHODAN NEO steht eine neue Handlungsstaffel vor der Tür – mit der Bandnummer 330 wird die »Primat«-Staffel eröffnet. Ich bin darauf sehr stolz: Trotz aller Unkenrufe läuft die Serie noch, ein Band folgt auf den anderen. Seit wir damit im Jahr 2011 angefangen haben, sind Hunderte von Romanen erschienen, verfasst von engagierten Autorinnen und Autoren.
Dabei behielten wir in all der Zeit das bei, was wir von Anfang an geplant hatten: PERRY RHODAN NEO greift Handlungsideen der klassischen PERRY RHODAN-Serie auf, erzählt sie in einer modernisierten Weise neu und verknüpft sie mit aktuellen Ideen. Längst hat sich die Serie von ihrem Vorbild entfernt und ist weitestgehend eigenständig – trotzdem gibt es stets spannende Bezüge, die für die PERRY RHODAN-Leserschaft von Interesse ist.
So ist Perry Rhodan als Raumfahrer selbstverständlich die wichtigste Figur. Im Universum von PERRY RHODAN NEO, das noch nicht so weit in die Zukunft vorgestoßen ist, bildet Außerirdische und Menschen das Team um Rhodan. Dazu zählen vor allem Reginald Bull, sein ältester Freund, Gucky, der freche »Retter des Universums« aus dem Volk der Ilts, und Icho Tolot, der freundliche Riese vom Volk der Haluter.
Zum Freundeskreis gehört ebenso der Arkonide Atlan, der sich zuletzt vor allem um die aktuellen Entwicklungen auf seiner Heimatwelt Arkon gekümmert hat. Vorsichtig angedeutet: Wir werden in den kommenden Romanen von ihm bald mehr hören. Die wichtigste Figur an Rhodans Seite ist allerdings Thora: Die arkonidische Raumfahrerin und er sind ein Paar, das auch in kritischen Situationen zueinander hält.
Zuletzt hatte die Menschheit große Bedrohungen zu überstehen. Die Aphilie, die fast alle Bewohner der Erde in Gefühlslose verwandelt hat, konnte beseitigt werden. Und die Expedition in die ferne Galaxis M 87 scheint erfolgreich verlaufen zu sein. Rhodan könnte sich also endlich um die vielen Probleme kümmern, die auf der Erde und in der stellaren Umgebung des Sonnensystems noch zu lösen sind.
Doch auf der Erde entwickelt sich etwas, das die meisten Menschen nicht einmal wahrnehmen. Eine neue Macht entsteht, die langsam wächst, aber immer bedeutsamer wird. Sie entwickelt eine unheimliche Gabe, die bald als »Zeroträumen« bezeichnen wird, und stellt sich gegen Perry Rhodan.
Der Grund: Rhodan selbst löst angeblich demnächst eine Katastrophe aus, von der nicht nur die Erde betroffen sein wird, sondern die gesamte kosmische Umgebung. Um das zu verhindern, muss man er getötet werden …
Das ist – sehr grob zusammengefasst – die Prämisse für die künftige Staffel von PERRY RHODAN NEO. Sie wurde von Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm konzipiert, die seit mehreren Jahren für die Exposés und Datenblätter der Serie verantwortlich sind, und umfasst wieder zehn Romane. Den ersten Band der »Primat«-Staffel verfasste Olaf Brill.
Der Autor stellt in »Die neue Macht« nicht nur die aktuelle Situation auf der Erde dar, sondern führt auch eine neue Hauptfigur ein. Dabei handelt es sich um einen Charakter, der in sich zerrissen ist: ein junger Mann, der nacheinander seine großen Kräfte erkennt und seine wahre Mission zu begreifen beginnt.
Der packende Roman führt in die Zeit des 22. Jahrhunderts und zu einer Menschheit, die noch nicht weiß, welche Bewährungsprobe auf sie wartet. Die Exposés und Romane, die ich dazu schon lesen konnte, haben mich fasziniert, vor allem Olaf Brills Einstiegsband.
Ich hoffe, dass sich möglichst viele Leser auf die neue Herausforderung einstellen und die Welt von PERRY RHODAN NEO kennenlernen.
(Dieses Logbuch wurde im Mai auf die Internet-Seite von PERRY RHODAN gestellt. Hier wird's aus dokumentarischen Gründen auch verwendet.)